Einwanderer schikanieren Ureinwohner

Naranjito: Wer zuerst da war dürfte klar sein. Es waren die Indigenen in Paraguay. Ein friedvolles Miteinander zwischen Einwanderern und den Ureinwohnern ist nicht immer möglich. Der Konflikt entstand in Santa Rita.

Etwa eine Gruppe von 35 Indigenen vom Stamm der Mbya Guarani, darunter auch Kinder, wurden von Santa Rita nach Naranjito, San Rafael del Paraná, umgesiedelt. Anscheinend unter Vorspiegelung falscher Tatsachen leben sie nun auf einer Müllhalde. Nun wollen sie wieder zurückkehren woher sie kamen.

„Wir sind von den Behörden in Santa Rita getäuscht worden. Wir sollen Privateigentum besetzt haben und mussten deswegen umziehen. Wir kamen vom Regen in die Traufe“, sagte Epifanio Armoa, Anführer der Indigenen.

Die Indianer lebten seit Jahren in der Nähe von der Stadt Santa Rita, Alto Paraná, die von brasilianischen Einwanderern gegründet wurden. Ihre Liegenschaft lag an der Fernstraße 6. Dort wurden sie immer mehr schikaniert, weil die Ureinwohner angeblich Privateigentum besetzten.

„Wir lebten dort ohne jemand zu stören. Wir arbeiteten und waren keine Diebe. Niemand sagte uns, dass dort Privatbesitz ist wo wir gewohnt hatten. Anscheinend gab es jetzt Druck von einigen Brasilianern, sodass wir wegziehen mussten“, sagte Armoa.

Er fügte an, der Bürgermeister von Santa Rita, César Torres (ANR), habe ihnen empfohlen nach Naranjito umzusiedeln, denn dort gebe es schon eine andere indigene Gemeinschaft. Sie fanden aber dort nur eine Müllkippe vor, auf der sie jetzt leben.

Nun bemüht sich der Bürgermeister von San Rafael del Paraná um eine Lösung vor Ort. Zugleich betonte Torres ebenfalls in dem Fall einen Kompromiss finden zu wollen.

Wochenblatt / ABC Color

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