Eisenbahn: Aus und vorbei

Asunción: Was wurde nicht schon viel geredet über die Reaktivierung der Eisenbahn. Nun ist es wieder einmal “Aus und vorbei“ mit dem Nahverkehrszug, wie der Leiter der Fepasa, Lauro Ramirez, offiziell bekannt gab.

Der Präsident von der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles del Paraguay (Fepasa), Lauro Ramírez, gab bekannt, dass die im vergangenen Jahr begonnene Ausschreibung des Nahverkehrszuges abgesagt worden sei. Er argumentierte, dass es Probleme bei der Besetzung der Bahnstrecke gebe. Er sei aber immer noch in direkten Gesprächen mit einer ausländischen Firma, deren Namen er weggelassen hat.

In der auf der Website des Staates veröffentlichten Resolution Nr. 7 vom 28. August heißt es: „Der Vertragsprozess, der als Phase nach der Präqualifikation der Aufforderung 001/2018 geplant ist, wird annulliert“.

Sechs Konsortien hatten ihre Absicht bekundet, in die Planung, Finanzierung, den Betrieb und die Instandhaltung des Nahverkehrszugs Asunción, Luque, Ypacaraí (44 km) zu investieren. Der Prozess begann letztes Jahr und wurde in diesem Jahr mit dem Aufruf fortgesetzt. Im Mai teilte der neue Leiter von der Fepasa mit, dass die Unternehmen Angebote einreichen können. Aber drei Monate später ließ die Fepasa den gesamten Prozess wieder fallen.

Ramirez argumentierte: „Es gibt keine kurzfristige Lösung für die funktionale und betriebliche Freigabe des Bahnstreifens von dem Zentralbahnhof am Botanischen Garten. Es existieren Bewohner, an der Bahnstrecke die nicht zu vertreiben sind. Darüber hinaus verfügt der Staat nicht über die 100 Millionen US-Dollar, um die Umsiedelung zu bezahlen“.

Wochenblatt / ABC Color / Foto Archiv

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13 Kommentare zu “Eisenbahn: Aus und vorbei

  1. In den 17 Jahren, die ich mittlerweile schon in PY lebe wiederholt sich dieses Trauerspiel um eine angebliche Reaktivierung der Eisenbahn bereits zum dritten mal. Das ganze ist an Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten. Hier geht es doch nur um den Nachweis der Notwendigkeit der „staatlichen Eisenbahngesellschaft“ und der damit verbundenen Anstellung von nutzlosen Amigos auf Bürgers Kosten! Reine Volksverdummung ist das. Weder die Opposition noch die Presse sind in der Lage aufzuklären, was diese Postenbeschaffungsgesellschaft an Personalkosten frißt. Überall fehlt es tatsächlich an Verantwortungsbewußtsein und Unrechtsbewußtsein gegenüber den Steuerzahlern bzw. dem Staat.

    1. Wieviel Jahre hat Paraguay dann noch, um mit Berliner Flughafen gleich zu kommen? Die Idee entstand 1960 und wird wenn’s glückt dieses Jahr eingeweiht, oh nein, wahrscheinlich erst 2021. Wir Paraguayer haben noch viel zu lernen von den Deutschen. Aber nicht dass es Paraguayer sind die den Flughafen in Berlin Bauen?
      https://www.rtl.de/cms/flughafen-ber-verschiebt-sich-die-eroeffnung-des-berliner-katastrophen-flughafens-erneut-4134115.html?gclid=EAIaIQobChMI8uDz2-W45QIVSQiRCh04fgZPEAAYASAAEgIg4fD_BwE
      https://de.wikipedia.org/wiki/Flughafen_Berlin_Brandenburg
      Stuttgart 21 wurde 1994 der Öffentlichkeit vorgestellt und schon 2010 begann der Bau, sollte Dezember 2019 in Betrieb genommen werden, jetzt aber voraussichtlich erst 2025.
      Es musst wohl zwei ganz verschiedene Deutschland geben, oder?
      https://de.m.wikipedia.org/wiki/Stuttgart_21

      1. Den Bau eines deutschen Flughafens mit dem Pfusch den die Paragauyer hinlegen zu vergleichen ist wohl jenseits von Gut und Böse. Das gibt so einen richtigen Flughafen in Berlin, ja, da werden ein wenig mehr als eine Million Feuermacherkönner ein- und aussteigen. Also, Deutschland baut schon ein wenig in größeren Dimensionen als eine 3 Kilometer lange Metrobus oder 3 Kilometer lange Eisenbahnstrecke, die die Paragauyer nicht einmal hin bekommen. Beide Projekte aus Unfähigkeit abgebrochen, nachdem es des reichen 8. Weltlandes Paragauys Steuerzahler schon Millionen US$ gekostet hat. So ein Projekt wie der Berliner Flughafen mit irgend einem der tausend Baupfusche hierzulande zu vergleichen ist wie die Neger-Barken, die hiesig dipl. Handwerksmeister fähig sind aufzustellen mit den Pyramiden von Gizeh zu vergleichen.

  2. Da sollen Deutsche enteignet werden und diese Politiker sind nicht in der Lage widerrechtlich besetztes Eisenbahn Land zurück zu fordern. Der Rohstoff Erdoel wird immer weniger und wenn da kein Umdenken statt findet ist PY bald noch mehr abgehängt von den Rest der Welt. Zurück in den Riesigen Wäldern zum Überleben ist auch nicht mehr möglich ,Wälder sind gerodet ,Tiere gejagt und gefressen ,Seen und Flüsse vergiftet ohne Leben. Na dann viel Spaß!! Die verantwortlichen Politer haben in der Zeit soviel Geld ergaunert das sie gut und gerne da leben können wo Leben noch lebenswert ist wenn man Geld hat.

  3. Diese Thema ist doch so ausgelutscht, wie diese Erdoelbohrungen im Chaco, Kampf gegen Verbrechen, Armut, Denque, Itaipu und andere Dinge mehr.
    Am besten in der Sache nur noch berichten, wenn der erste Triebwagen mit Blumenschmuck abfaehrt.

  4. Tja, wirklich schlechte Nachrichten. Da werden die paragauyschen Frontiers (s. US-Geschichte) wohl kaum Freude daran haben weiterhin mit Eseln von Süd nach Nordparagauy zu wackeln. Diese Nachricht ist wirklich schlecht. Nun, man kann auch nicht erwarten, dass hiesig Politiker fähig sind dieses Problem zu lösen. Das heißt nein, man nimmt die einfachste Lösung, das heißt nein, die Lösung die man nach bestem Wissen und Können fähig ist auf die Reihe zu bekommen: Aus und Amen. Da fällt mir die Aussagen eines hiesig Parawissenschaftlers oder war das ein Politiker ein, der erst vor ein paar Monaten plärrte: Paragauy wird WEITERHIN eine Führungsrolle in der weltweiten Umweltpolitik übernehmen. Ja, doch, der Individualverkehr ist sehr ökologisch, doch, ja, stimmt schon.

  5. Ah, ja, vergessen. Demnach braucht es weiterhin hunderte Amigos, die in der staatlichen Eisenbahngesellschaft Fepasa weiterhin – wie in den letzten Jahrzehnten ohne Eisenbahn – ihren Lohn bekommen. Nach hiesiger Logik müsste man wohl bei einer doch-noch-Bewerkstelligen einer Eisenbahn diese Leute entlassen.

  6. R&M Switerland stellt sich als Gespraechspartner zur Verfuegung damit die „Angestellten oder Angelehnten“ der Fepasa noch eine Begruendung haben Jahrzehnte lang ein Gehalt zu beziehen!

    1. Ich finde, Ihr beide habt recht:
      @Heinz: Eine Eisenbahn ist nicht gewollt, da sie eine Konkurrenz zu der Eisenbahn darstellen würde.
      @Wilbert: Ja, die Bahn ist das teuerste Verkehrsmittel (gegenüber Flugzeug, Bussen etc. gibt es ein Bericht auf www.derstandard.at von gestern).

  7. Jedes Jahr aufs neue,, Nächstes Jahr, wo es gilt wieder Gelder abzugreifen, kommt die Eisenbahn wieder auf den Tisch. Denn der Chef der Eisenbahngesellschaft und die 1000 Mitarbeiter wollen ja auch nächstes Jahr ihren Lohn beziehen, ohne etwas zu tun. Genauso wird nächstes Jahr der Metrobus oder Seilschwebebahn wieder aufleben.

  8. Unsere Welt, Erde, ist endlich, und das Mantra vom ewigen Wachstum ist genau so ein Witz wie die Bildung der Menschen weltweit, Einbildung wär richtiger. Solange nicht begriffen wird, dass Raffgier zum sicheren Kollaps führt, das Leben nur Mit, nicht gegen die Erde möglich ist, solange steuert wir alle unverdrossen aufs Ende zu.
    Die Menschheit hat fertig, sie ist nur zu ungebildet um dies zu realisieren…Verdrängung?

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