Entertainer will als Abgeordneter Marihuana legalisieren

Asunción: Raúl Melamed, bekannt aus Radio und Fernsehen, kandidiert als Abgeordneter für Asunción in der Partido de la Juventud (Liste 21), angeführt von Ex Oviedista Enrique González Quintana. Der charmante Entertainer, der meist im Smoking vor die Kameras tritt verspricht mit dem Drogenschmuggel aufräumen zu wollen in dem er den Markt dafür mit einer Marihuana-Legalisierung transformiert.

„Die Drogenkartelle verdienen jährlich zwischen 3 und 4 Milliarden US-Dollar. Mit einem gewissen Qualitätsstandard und einer Mehrwertsteuer könnte der Staat damit 10 bis 15 Milliarden US-Dollar genieren und zwischen allen Paraguayern verteilen und nicht nur den Kartellen überlassen“, erklärte Melamed.

Aktuell kommt ein Teil des unsauberen Geldes wieder in die heimische Wirtshaft durch Geldwäsche. Seine Absicht ist es zudem die Droge Marihuana nicht als gefährlich einzustufen, da sie es nicht ist. Er sagte auch, dass dies nicht das einzige Wahlversprechen ist, was ihn von den anderen Kandidaten unterscheidet.

„Es ist eine Möglichkeit, die wenn sie umgesetzt wird, niemand etwas kostet sondern nur die Armut senkt“, sagte er vollkommen überzeugt.

„Außerdem ist der medizinische Einsatz von Marihuana nützlich und schon Gaspar Rodríguez de Francia soll Marihuana zur Behandlung seiner Knochenschmerzen benutzt haben. Heutzutage nutzen viele Personen de Pflanze im medizinischen Einsatz oder als um den Effekt des THC zu genießen, so wie andere Alkohol trinken um sich zu entspannen, sich zu belustigen oder couragiert zu verhalten“, erklärt er.

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Neben diesen Einsätzen darf man aber auch die industrielle Nutzung nicht vernachlässigen. Stoffe, Schuhe, Baumaterialien und sogar Ethanol (durch Pyrolyse) können daraus gewonnen werden. Zudem ist es eine Pflanze die keine besondere Behandlung braucht. In Paraguay wächst sie ausgezeichnet (zweitgrößter Produzent der Welt) und man kann bis zu vier Jahresernten einfahren.

Paraguay könnte das Halluzinogen revolutionieren.

„Anstatt den Bauern Früchte am Baum oder auf dem Feld zu versprechen könnten es Geldscheine sein, die durch den Verkauf von Marihuana zustande kommen“, sagte er ironisch.

Er möchte Gesetzgeber werden, weil seiner Meinung nach die Funktion eines solchen es ist, die Realität des Landes zu interpretieren und daraus Schlüsse zu ziehen.

Laut offiziellen Zahlen des Anti-Drogen Sekretariats (Senad) wurden vergangenes Jahr 130 t Marihuana beschlagnahmt, 825 ha Anbaufläche zerstört, was rund 4 Millionen Pflanzen waren. Ebenso wurden fast 3 t Marihuana-Samen beschlagnahmt und zerstört.

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4 Kommentare zu “Entertainer will als Abgeordneter Marihuana legalisieren

  1. Habe noch keinen Menschen der geraucht hat Gras(Marihuana) als aggresiv erlebt.Kann das vom legalen Alkohol nicht sagen. Als sogenannte Einstiegs Droge wie behauptet kann ich es auch nicht sehen.Es liegt eher an der Labilität der Menschen wie weit sie gehen wollen.In allen Kulture wahren Drogen als Pilz,Kraut Frucht oder Blätter bekannt (PERU Kokablätter Legal) sie dienten den Schamanen zur Erweiterung des Bewußseins ebend so Druiden,Priestern im alten Griechenland,im Römischen Reich,in Indien den Heiligen Männern ebend so bei den Austalischen Ureinwohnern.Denke das Marihuana harmlos ist,brauche es selber nicht auch sonst keine Droge oder Alkohol aber das soll jeder selber entscheiden ob er mal einen Rauchen will, weil harmlos.

    1. Das Thema wird zwar immer wieder diskutiert, aber nur wenige Länder legalisieren Drogen. Die einzige Ausnahme sind Alkohol und Kaffee. Drogen, mit denen viel Geld verdient werden kann, werden weltweit verboten, um den Preis hoch zutreiben. Die eigentlichen Nutzniesser sind sowieso die USA und GB.
      Gegen die „großen“ Interessen kommt ein Abgeordneter in Paraguay nicht an.

  2. Ich denke, in einem Agrarland wie Paraguay, wäre der Anbau von Faser oder Samenhanf sicher extrem lukrativ, Samen ausgepresst, ergeben ein super Öl, und den Pressrest kann man benutzen um im Winter seine Kühe zu füttern, das wär echt ein Fortschritt. Auch ne passende Textilbranche für Faserhanf wäre sicher ein Segen!!!
    Aber bezüglich der Legalisierung von Drogenhanf, da wird es nicht anders laufen als in dem Rest der Welt, denn da stecken zu viele Politiker drin, die damit ihr Geld verdienen, welches sie ganz sicher nicht ans Volk abgeben möchten,oder?
    Bitte realistisch bleiben 😉

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