EPP: Mehr Details zum Tod beider Mädchen

Yby Yaú: Der Kommandant der gemeinsamen Einsatzkräfte (FTC), Óscar Chamorro, erklärte wie es zu dem Aufeinandertreffen mit den EPP Mitgliedern kam, bei dem zwei 11-jährige Mädchen erschossen wurden.

Wie kann es sein, dass man die Kinder nicht gesehen hat, sie entwaffnen und verhaften konnte? Diese Frage müsste man sich nicht stellen, wenn man die Umstände des Schusswechsels kennen würde. Aus diesem Grund ging Kommandant Chamorro ausführlich darauf ein.

Erstes Aufeinandertreffen

Chamorro erklärte, dass es dazu in einem waldreichen Gebiet kam, rund 1.000 m vor dem eigentlichen Camp und auf einer Estancia mit 10.000 ha Fläche. Dies war keine Attacke, sondern wir drangen in das Waldgebiet ein um es zu verifizieren. Rund 80 vom Camp entfernt sahen wir vier Menschen, doch in dem Gebiet mit dem Bewuchs und der hügeligen Oberfläche und ohne Trampelpfade konnten wir unglücklicherweise nicht erkennen ob es sich um Frauen, Männer, Alte oder Kinder handelte.

Chamorro sagte, dass es zu dem ersten Kontakt nur Minuten vor dem zweiten Aufeinandertreffen kam. Die Patrouille schaute wen sie gegenüber hatte und wir sahen Personen mit grünen Uniformen. Wir schauen nicht in die Gesichter, sondern welche Waffen sie tragen, denn damit können sie Schaden anrichten. Als sie die Menschen vernehmen wollten, suchten sie eine bessere Position, um sie verhaften zu können. Das Umfeld war jedoch dreckig und mit nur einem Schritt macht man auf sich aufmerksam. Deswegen blieben die Soldaten wo sie waren und observierten. Als wir erkannt wurden, gaben wir uns zu erkennen und dann begannen auch schon die ersten Schüsse auf die vier Personen. Es könnten jedoch auch mehr gewesen sein.

Chamorro argumentierte, dass sie auf uns geschossen haben. In dem Moment hatten wir absolut keine Idee wer sie waren, weder das Alter, ihre Identität oder das Geschlecht. Da gab es keine andere Möglichkeit lebendig rauszukommen, wenn man selber schießt. Und das taten wir. Wir merkten wie die Schüsse aus ihrer Richtung weniger wurden nachdem wir begannen mit Schüssen zu antworten. Wir wussten bei besten Willen nicht, dass nach nur wenigen Metern das eigentliche Camp in Erscheinung tritt.

Zweites Aufeinandertreffen

Laut dem Kommandant kam es nur Sekunden später zu einem zweiten Aufeinandertreffen mit einer anderen Gruppe der FTC, die in einem anderen Sektor patrouillierte. 600 m in einer Stadt zu gehen ist einfach, aber die gleiche Strecke im Wald, ohne Wege, im Dickicht braucht seine Zeit. Wir haben uns mit Funkgeräten verständigt, doch durch die Schüsse waren sie vorgewarnt. Bei dem zweiten Aufeinandertreffen starb das zweite Mädchen. Beide Leichen blieben am Boden bis der Staatsanwalt dazukam, weswegen sie weder das Alter noch die Identitäten klären konnten.

Kommandant Chamorro erklärte, dass die Mädchen beide uniformiert aufgefunden wurden, was mit Fotos und Videos bestätigt werden kann. Eine hatte einen Rucksack aber beide waren mit Pistolen und einem Gewehr und einer Schrotflinte bewaffnet. Falls ein Lügendetektortest notwendig werden sollte, sind die Soldaten unter seinem Kommando gern bereit diesen durchzuführen.

Am vergangenen Mittwoch suchten die Soldaten wegen weiteren Blutspuren nach mehr EPP Mitgliedern, die flüchten konnten. Die FTC geht trotz dem Munitionsfund, den zahlreichen Waffen und der großen Menge Bargeld (16.000 US-Dollar und 3.000.000 Guaranies) davon aus, dass die Gruppe sicherlich noch andere Verstecke hat, wo Lebensmittel vergraben sind oder Personen darauf warten, ihnen zu helfen.

Der Grund weswegen die FTC in dem Waldstück eine Überprüfung vornahm, war eine Scharfschützenattacke vom vergangenen 19. Juli, wo sie rund 14 km entfernt von einem Schützen der EPP, wie sie annahmen, beschossen wurden. Diese Attacke wurde jedoch nicht öffentlich gemacht, unter anderem deswegen, weil niemand zu schaden kam.

Die Leichen der beiden Mädchen, die am Folgetag auf dem Stadtfriedhof von Yby Yaú begraben wurden, exhumiert man bereits auf Geheiß einer Richterin. Eine zweite Autopsie, durchgeführt von Dr. Pablo Lemir in Asunción, kam zu dem Schluss, dass beide keine Abwehrverletzungen hatten, nicht gefoltert wurden, jedoch zwei und acht Einschüsse am Körper aufwiesen.

Wochenblatt / Última Hora

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10 Kommentare zu “EPP: Mehr Details zum Tod beider Mädchen

  1. Tja da haben die beiden mädchen ihre Schul Zwangsferien fuer einem Ferienjob bei der EPP genutzt und die Erwachsenen Mitglieder der Gruppe haben diese dann als Kanonenfutter zurueck gelassen? Ohne den Shutdown des Schulbetriebes durch die NWO Satanisten wuerden die Mädchen noch leben?

  2. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Definitiv Revoluzzoanwaerter die da schon vorsorglich trainiert wurden. Diese Djihadi-Braeute waren das Jungsvolk dieser Organisation.
    Durchaus plausibel wie das Militaer es darstellt.
    Wenn die EPP klug ist so gehen sie fast ausschliesslich mit Scharfschuetzen vor. Allerdings sind die Landflaechen in Paraguay noch relativ gross fuer einen Scharfschuetzen da dieser meist innerhalb eines Kilometers agieren muss – weiter ab wird’s dann schon immer unrealistischer dass man was trifft. Das Kaliber 308 Winchester duerfte eine effektive Reichweite von 800 Metern haben mit einer maximalen Reichweite von 1100 Metern, Kaliber und Waffen die in Reichweite dieser Gruppierung sein duerfte. Alle anderen Kaliber die heute benutzt werden wie 338 Lapua Magnum, 408 CheyTac, etc duerften zu teuer sein fuer die EPP. Wenn man allerdings alle EPP Mitglieder zu Scharfschuetzen ausbildete mit jeder einem 308 Win Gewehr und Fernglas, so koennten sie eine durchaus verheerende Wirkung erzielen. Wo man weiss dass Scharfschuetzen auf der Lauer liegen da wagt sich niemand raus.
    Fremdenlegionaer: Wie schütze ich mich gegen Scharfschützen und Sniperfeuer? Reporter und Journalisten im Kreuzfeuer. https://www.youtube.com/watch?v=NOjolYgEl7U
    Soldat reagiert auf Scharfschützen in Hollywood Filmen / Soldat James Ryan + Fury – Herz aus Stahl https://www.youtube.com/watch?v=72tSqbUOZCg
    Ab etwa 1000 Meter muss der Scharfschuetze den Coreolis Effekt schon in betracht ziehen: die Erde dreht sich dann schon um die Achse so dass die Kugel am Ziel vorbeifliegt.
    Im Dickicht da helfen Pistolen, Revolver und Schrotflinten wenig sondern nur leichte bis schwere Maschinengewehre. Um so ein Djungelcamp zu verteidigen muesste die EPP massive MG Stellungen aufgebaut haben mit abertausenden von Munition. Man feuert dann nur auf alles was sich bewegt aufs geratewohl wobei dann einige Scharfschuetzen in Baumhaeusern auf den Baeumen sitzen und die Armeelinien in unordnung bringen – jeder duckt sich nur hinter einem Baum um nicht vom Sniper erwischt zu werden und so rueckt man nicht vor waehrend die EPP’isten entwischen.
    Special Ops Sniper Rates 11 Sniper Scenes In Movies | How Real Is It? https://www.youtube.com/watch?v=HB0CZ_5sPPw

    1. Gemäß der Zehn Gebote ist ein guter Christ natürlich ein Waffenexperte und weiß, wie man tötet. Das haben wir von Kuno oft genug lesen können.
      „Und das sage ausgerechnet ich: ein konservativer, gläubiger Christ aus Südtexas, der 20 Pistolen und Gewehre im Schrank hat.“
      Anonym, Welt online
      Vielleicht sollten wir als Christen uns auch wieder mehr Gedanken über unsere Religion machen und mehr über das Christentum sprechen, als Angst zu haben vor dem Islam.
      Merkel

  3. Hätten die mal besser die Lage mit einer einfachen Drohne vorher erkundet, dann hätten sie gewusst wer da alles rumläuft und hätten auch alles filmen können. Sollte heutzutage eigentlich Standard sein, in amerikanischen Serien sind sie das jedenfalls, schicken immer erst eine Drohne voraus. Sogar der Oberüber hat so eine nachts fliegen lassen.

  4. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Womoeglich hatten sie die Schrotflinte um Dronen abzuschiessen. Wenn die Dinger nicht wegen den Batterien „Made in China“ abschmieren dann duerfte eine Ladung Schrot die Plastikteile durchaus runterholen.
    Heute im Zuge der Emanzipation ist es eben so dass man bei Frauenzimmer im Waffenrock keinen Unterschied macht zu den klassischen Schnurrbaerten.
    Zudem halten die Goeren in Militaeruniformen die ja kraeftig zurueckfeuerten und auf das Militaer schossen, nicht ihre Cedula hoch worauf die FTC dann schnell das Geburtsdatum nachsieht.
    Zudem schau dir mal die Preise der Plastikdronen auf Amazon an: fuer jeden Einsatz eine neue Drone zu kaufen ginge so langsam ins Geld denn die sind ja in Kampfhandlungen verwickelt und auf die schiesst man zuerst.
    30 Minuten Reichweite nach Modellen auf Amazon. Zudem erkennt man schon kaum eine Person aus 50 Metern Hoehe geschweige kann Halberwachsene von Kaempfern unterscheiden.
    Das wichtigste ist wohl dass man sie nicht warnen wollte denn sehen sie die Drone hauen sie ab.
    Die Amies muessten dem Militaer jeden Monat einmal eine flaechendeckende Waermebildfotographie geben die mit Satelliten erstellt wurde, so koennten sie wenigstens halbwegs aktuelle Fotos haben mit Waermesignaturen. Das Nomadenleben wuerde der EPP sehr schnell zu anstrengend sein da die FTC der Gruppierung immer dicht auf den Fersen waere dank der Waermesignaturen in den Waeldern (was dann bedeutet dass da ein Lager ist oder sich Personen aufhalten). Das waere das sinnvollste – die Amis „zu Huelfe“ rufen.

  5. @Hinze Den Berichten nach war das Aufeinandertreffen zufällig und unbeabsichtigt. Ich gehe davon aus, das die EPP ganz eng mit den Colorados und deren Regierung zusammenarbeit und nur die Schmutzarbeit für diese erledigt, damit die Mennoiten nicht zu noch mehr Wohlstand kommen und mehr politische Ämter anstreben? Hier ist offenbar ein Einsatz der Regierungstruppen nicht rechtzeitig von diesen der EPP angekündigt worden? Wenn Kindersoldaten getötet werden ist das kein Grund ein Theater zu veranstalten, es sei denn deren Gruppierung ist staatsnah?

  6. In diesem Land weiss man nie wer mit wem zusammenarbeitet, aber zu behaupten das die Regierung mit Terroristen zusammenarbeitet ist schon ein starkes Stueck. Wenn ueberhaupt eine Partei diese Epp unterstuetzt dann wohl doch ehr von der linken Seite. Ja in Paraguay gibt es Meinungsfreiheit, aber man kann nicht ohne Beweise Leute mit Dreck bewerfen. Also viel Glueck!!! Zu der Geschichte mit den toten Maedchen, soviel wie hier in Paraguay gelogen wird die Wahrheit wohl niemals ans Licht kommen.

  7. Der bericht bestätigt meine vermutung. Ich hatte auch angenommen, dass das om morgengrauen oder in der dämmerung passierte, dann sieht man noch weniger. Sei es wie es sei, es geht auch um den endgültigen grundsatz. Die terroristen haben high tech, der staat palmwedel und sollte der palmwedel per zufall, den anders kann es ja nicht sein, hight tech schlagen, muss sich der palmwedelluchador verteidigen. Und wehe er traf zufällig einen angehörigen einer minderheit, aber dann. So geht es eben nicht.

  8. Kinder im Krieg vor zuschicken hat lange Tradition in PY.
    Siehe Lopez https://wochenblatt.cc/kindertag-paraguay/
    Schande ūber diese Feiglinge.
    Ausserdem wo soll den der riesige Wald sein wo die EPP sich versteckt.
    In ganz nord ost Py gibt es nur ein paar Fetzen Wald. Schau einfach selber auf Maps.
    Aber zum verstecken? Es fehlt wohl der Willen von oben die EPP auszuräuchern.

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