EPP: Verteilung von Lebensmittel hat begonnen

Yby Yaú: Während die Familie des entführten Óscar Denis damit begann Lebensmittel zu verteilen wie die EPP es forderte, entscheiden sich 75 indigene Gemeinschaften trotz größter Not die Lebensmittel nicht zu akzeptieren.

„Als Zeichen unseres guten Willens haben wir in Arroyito begonnen ohne Lebenszeichen unseres Vaters die Lebensmittelpakte zu verteilen“, erklärte Beatriz Denis bei einer Pressekonferenz zum aktuellen Stand der Dinge. Ihr Vater wie auch der indigene Angestellte von ihm, Adelio Mendoza, sind seit 5 Tagen in der Gewalt der EPP.

Alle Bankkonten der Familie sind gesperrt, weswegen die Familie mit Großhändlern eine Vereinbarung treffen musste, um den Forderungen nachkommen zu können. „Die Zeit läuft und wir fürchten um das Leben unseres Vaters. Sein Gesundheitszustand liegt in der Verantwortung derer die ihn entführt haben“, sagte Beatriz sichtlich betroffen und fügte hinzu, Wir wollen allen gern berichten, dass wir erneut. Kommunizieren konnten und wir wollen ein Lebenszeichen von unserem Vater“.

Laut dem hinterlassenen Schreiben war es die Indigene Brigade der selbsternannten paraguayischen Volksarmee die für die Befreiung von Denis und Mendoza die die Verteilung von Lebensmitteln in 40 indigenen Gemeinschaften im Gesamtwert von 2 Millionen US-Dollar fordert sowie die Freilassung von Carmen Villalba und Alcides Oviedo Brítez, die aktuell hinter Gittern sitzen.

Die Koordination der indigenen Anführer des unteren Chaco, welche 75 indigene Gemeinschaften umfasst, erklärte, kategorisch die Hilfe der Familie abzulehnen. „Wir nehmen das Angebot der EPP nicht an. Wir wollen keine Lebensmittel sondern die Befreiung von Óscar Denis und unserem indigenen Bruder Adelio Mendoza. Auch wenn die Not groß ist und Lebensmittel fehlen, wollen sich nicht von dieser Erpressung begünstigt werden“, so der Sprecher der Vereinigung.

Wochenblatt / Última Hora

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

9 Kommentare zu “EPP: Verteilung von Lebensmittel hat begonnen

  1. da wurde wohl dem anführer was anderes von der regierung schmackhaft gemacht, quasi sag du nimmst es nicht oder du bekommst von uns (Anm. regierung) nie wieder was oder sowas in der art, ich kene genügend anführer die froh wären lebennsmittel zu erhalten in dieser zeit, aber das wäre für die regierung leider contraproduktiv.

  2. Mein größter Respekt gilt den indigenen Gemeinschaften, die zwar Hilfe sicherlich dringend nötig hätten, sie jedoch aus moralischen Gründen von Verbrechern nicht annehmen. Ein guter Charakterzug wäre es von der Regierung, den Indigenen als Ausgleich dafür aus staatlichen Mitteln Hilfe in gleichem Umfang zukommen zu lassen, besser noch aus den Privattaschen der hiesigen wohlhabenden, weil korrupten Politikern, die ohnehin über alles im unverdienten Übermaß verfügen.

      1. Das ist kein Spaß. Sie, als Kapitalismusverteidiger, wollen von den Reichen nehmen und es den Armen geben, hetzen aber gegen sozialistische Systeme? Das ist inkonsequent und dumm. Wenn Sie wenigstens auf einer Welle reiten würden, auch wenn es die Falsche ist, währe eine Linie erkennbar. Statt dessen springen Sie wie ein Flummi von einer Einsicht zur Gegensätzlichen.
        Der Kapitalismus ist übrigens beendet, Ablaufdatum überschritten. Die kommunistischen bzw. zionistischen Führer bauen gerade um.

  3. Ob die Indigenen tatsaechlich so zahlreich ablehnen ist fraglich. Inzwischen ist es Mode geworden das eine handvoll Schreibkraefte in einem Callcenter eine riesige Bevoelkerungs Mehrheit in den sozialen Medien vortaeuschen. Was in Europa funktioniert laest sich auch in Paraguay kopieren. Die erwartungsvollen Indianer werden dann hungrig und überrascht sein, daß sie abgelehnt haben sollen?

  4. Frage mich beim Lesen mancher Kommentare hier, wie sich wohl die Schreiberlinge verhalten würden, ob sie ablehnen würden….. Für mich sieht das alles etwas anders aus, es sollte keine Menschen geben, die unverschuldet im Elend leben müssen, das darf ein Staat nicht zu lassen. Mein Mitgefühl gehört diesen armen Menschen und wenn sie etwas annehmen, um ihren Hunger zu lindern, dann verstehe ich das, sie werden dadurch nicht schuldig oder weniger wert, nein die Schuld haben andere…..

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.