Erdbeeren dürften wegen Covid-19 stark nachgefragt werden

Areguá: Viele Kleinerzeuger bereiten sich auf die Ernte von Erdbeeren vor. Sie dürften wohl stark nachgefragt werden, denn in Argentinien werden wegen Covid-19 die begehrten Früchte in geringen Mengen angebaut.

Kleine Erdbeerproduzenten in Areguá pflanzten auf rund 50 Hektar mehr als 10.000 Setzlinge der Sorte Dover. Es wird erwartet, dass die ersten Früchte in den letzten Tagen im Mai und in der ersten Hälfte vom Juni reif sein werden.

Die Erzeuger sind in verschiedenen Ausschüssen organisiert und haben einen neuen Verband mit dem Namen “Vereinigung der Obstbauern von Areguá und benachbarter Landwirte“ gegründet.

Die Erdbeerproduzenten gehörten zuvor dem Koordinator der städtischen Obstbauern von Areguá an, aber aufgrund von Unannehmlichkeiten und “politischen Versprechungen, die nie eingehalten wurden“, beschlossen sie, auszutreten und einen neuen Verband zu gründen. Die Obstbauern sind nun selbst dafür verantwortlich, Vorkehrungen zu treffen, um die notwendigen Inputs, Werkzeuge und Pflanzen für die Plantage zu erhalten.

Die allgemeine Koordinatorin der neuen Zunft ist Raquel Gómez. Sie sagte, dass sie mit der neuen Gruppe durch Selbstmanagement bessere Ergebnisse erzielen.

„Die Präsidenten der einzelnen Ausschüsse hatten ein Treffen im Ministerium für Land- und Viehwirtschaft ein, um die notwendige Hilfe anzufordern und wir erhielten eine positive Antwort“, sagte Gómez.

Sie wies darauf hin, dass sie aus dem staatlichen Portfolio Inputs, Pflanzen und Werkzeuge für 400 Millionen Guaranies zur Verbesserung ihrer Ernten erhielten. Gómez brachte zum Ausdruck, dass die Stadtverwaltung neben schweren Maschinen für Notfälle auch um qualifizierte technische Hilfe bei der Gestaltung der Plantagen gebeten worden sei.

Gómez erklärte weiter, die Pflanzung der ersten 10.000 Setzlinge sei vor etwas mehr zwei Wochen erfolgt und man hoffe, die Früchte zwischen Mai und Juni ernten zu können. Sie sagte, dass sie in den kommenden Monaten hoffen, die Produktion zu verbessern, für eine zweite Ernte, die zwischen August und September stattfinden werde.

„Das Ziel ist es, bis Dezember dieses Jahres Erdbeeren zu haben. Es ist eine große Herausforderung, weil wir der Marktnachfrage gerecht werden wollen“, betonte Gómez.

Sie fügte an, dass in vielen Bereichen von Argentinien keine Erdbeeren angebaut werden, aufgrund der Krise durch die Covid-19 Pandemie und die Idee sei, diesen Sektor zu gewinnen. „Wir hoffen, diesen Markt mit unseren Produkten versorgen zu können“, sagte Gómez.

Die Kleinerzeuger von Areguá brachten zum Ausdruck, dass die Realisierung der Expo Frutilla 2020 noch nicht definiert sei, obwohl sie darauf achten werden, die von der nationalen Regierung empfohlenen sanitären Maßnahmen durchzuführen. Sie erklärten weiter, dass sie, falls die soziale Isolation in den kommenden Monaten fortbestehen sollte, nicht ausschließen, auf den Straßenverkauf der Produktion zurückzugreifen. Die Expo Frutilla findet jedes Jahr zwischen Juli, August und September statt. Die Hersteller bieten ihre Früchte und eine Vielzahl von Derivaten an, wie z.B. Desserts, Liköre, Speiseeis, Kuchen, Torten, Schokolade und andere Delikatessen.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Erdbeeren dürften wegen Covid-19 stark nachgefragt werden

  1. Da wären 200 Erdbeerpflanzen pro Hektar.
    Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen beträgt somit rund 6,5 Meter.
    Da passt das Bild dann aber nicht.
    Es sei den die Erdbeeren werden dank Monsanto/Bayer etwas größer.
    Übrigens hält Bill Gates ca. 1/3 der Aktien von Monsanto/Bayer und ist somit auch an der Verbreitung des „gesunden“ Glyphosat „Pflanzenschutzmittels“ beteiligt. Wirklich ein wahrer Menschenfreund.

  2. Aufgrund der Reisebeschraenkungen und der vom Gesundheitsminister verbreiteten Infectionsangst werden die Erzeuger ihre Erdbeeren fast nur ueber Supermärkte verkaufen koennen. Das heisst das die Kleinstverkaeufer am Strassen Rand arbeitslos bleiben.

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