Erfolgsmodell “To-Go“: Wie eine Pandemie-Idee zum Kult-Café in Paraguay wurde

Asunción: Geboren während der Pandemie in der argentinischen Küstenstadt Mar del Plata, bietet das Café West Coffee heute in der Hauptstadt von Paraguay authentische argentinische Aromen, herzlichen Service und ein starkes Gemeinschaftsgefühl.

Die argentinische Unternehmerin Monina Figueroa brachte das Konzept 2021 nach Paraguay, wo es mittlerweile an zwei Standorten sowohl Einheimische als auch Expats begeistert.

Monina Figueroa (59) zog 2016 berufsbedingt wegen ihres Mannes nach Paraguay. Was als einfacher Länderwechsel geplant war, wurde zu einem Neuanfang. Figueroa verliebte sich sofort in die Ruhe und die Herzlichkeit der Menschen. „Wir bleiben für immer. Die Menschen hier sind so freundlich und respektvoll – es herrscht eine Gelassenheit, die sich stark vom energetischen Argentinien unterscheidet“, sagte sie.

Die Geburtsstunde von West Coffee

Die Idee zu West Coffee entstand während der strengen Pandemie-Beschränkungen in Argentinien. Das Konzept: Eine reine “Coffee-to-go“-Bar für sicheren Service mit minimalem Kontakt. Das Modell war so erfolgreich, dass es schnell expandierte. 2021 eröffnete die erste Filiale in Asunción – und der Erfolg übertraf alle Erwartungen. Das Mitnahmekonzept fand besonders bei Berufstätigen in der Hauptstadt schnell Anklang.

Argentinische Tradition auf der Speisekarte

Der Bestseller? Die klassische Kombination aus Kaffee und butterweichen Medialunas. West Coffee verwendet exklusiv die argentinische Premium-Marke Cabrales. „Wir backen unsere Medialunas mit echter Butter, nicht mit Margarine, wie es hier oft üblich ist. Das macht einen riesigen Unterschied im Geschmack“, erklärte Figueroa.

Das Menü bietet zudem argentinische Empanadas mit geräuchertem Fleisch, Brunch-Optionen sowie gluten- und laktosefreie Leckereien, die in Zusammenarbeit mit einer Ernährungsberaterin entwickelt wurden.

Mehr als nur Kaffee: Ein Ort der Begegnung

Was West Coffee auszeichnet, ist die menschliche Note. An den Standorten in Villa Morra und Julio Correa treffen unterschiedlichste Welten aufeinander. Während in Villa Morra werktags Geschäftsleute dominieren, ist die Filiale in der Julio Correa ein Treffpunkt für Familien, Expats und Studenten.

„Hier entstehen Gemeinschaften“, so Figueroa. In der Filiale Julio Correa finden zudem wöchentliche Co-Working-Nachmittage statt, die vor allem von digitalen Nomaden und Remote-Workern genutzt werden. Dank englischsprachiger Mitarbeiter fühlen sich auch internationale Gäste sofort wohl.

Blick in die Zukunft

Figueroa plant bereits die weitere Expansion: „Wir suchen aktiv nach einem zusätzlichen Standort, hoffentlich noch bis Ende dieses Jahres“, sagte sie abschließend.

Wochenblatt / Asunción Times

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