Ernte nur mit bewaffneten Sicherheitskräften

Ein Landwirt prangert die rechtliche und materielle Unsicherheit auf seinem Grundstück an. Die Maisernte kann nur unter dem Schutz von bewaffneten Sicherheitsleuten erfolgen. „Vor 60 Tagen sind Männer auf mein Grundstück eingedrungen aber weder die Staatsanwaltschaft noch die Polizei können die Eindringlinge identifizieren“, klagte Eitel Simon Schöller, Eigentümer des Grundstücks.

Der Ort des Konflikts befindet sich in San Rafael del Paraná, Departement Itapúa. Die Estancia von Schöller hat eine Fläche von 337 Hektar, auf 100 Hektar wird Mais angebaut, 30 Hektar nehmen Pinien ein und der Rest ist Waldreservat. Schöller nennt die Besetzung seines Grundstücks “das Geschäft mit der Invasion“. Jedes Verfahren, das die Staatsanwaltschaft oder die Polizei in die Wege leitet ist mit wirtschaftlichen Kosten für den Beschwerdeführer verbunden. „Eine fehlgeschlagene Räumung kostetet mich 2,5 Millionen Guaranies für die Staatsanwaltschaft und drei Millionen Gs. für die Polizei, zusätzlich noch Kraftstoffkosten“, sagte Schöller. Er fügte an, die Summe wäre nur auf Anraten seines Anwalts bezahlt worden.

Bereits 2011 gab es schon eine Landbesetzung auf dem Besitz von Schöller. Die Räumung wurde aber bald vollzogen. „Jetzt kommen wieder neue Leute mit dem gleichen Argument, dass das Grundstück keinen Titel besitzt. Ich habe aber alle Dokumente vor Gericht vorgelegt. Die Gerechtigkeit wird bemerkenswert langsam gelöst“, erklärte Schöller. Er fügte an, die Eindringlinge würden Bäume fällen, Mais stehlen und kein Pflanzen ermöglichen. „Es ist Zeit beim Getreide zu düngen und Pflegemaßnahmen durchzuführen aber wir können nicht“, klagte Schöller.

Quelle: ABC Color