Neue Anleihe von Chacomer

Chacomer SAE gibt bekannt, Unternehmensanleihen an der Börse in Asunción im Wert von 60 Milliarden PYG (rund 10 Millionen EUR) mit einer Laufzeit zwischen 4 und 5 Jahren herauszugeben, die mit 12,5 Prozent verzinst sein werden. Die Anleihen unterliegen dem normalen Risiko solcher Papiere, wobei die Firma mit einem paraguayischen Rating von A mit starker Tendenz nach oben gelistet wird. Insgesamt wird es 6 Tranchen geben von jeweils 10 Milliarden PYG; Stückelungen können ab einem Wert von einer Million PYG erworben werden. Die Kreditwürdigkeit des Unternehmens wird historisch innerhalb des paraguayischen Finanzsystems als deutlich besser als der Branchendurchschnitt bezeichnet, wie die Ratingfirma Feller Rate mitteilt.

Chacomer ist Teil der erfolgreichen Walde-Gruppe und wird das eingesammelte Geld für die Restrukturierung seiner langfristigen Verbindlichkeiten einsetzen, um letztendlich die Mittel und Kosten optimieren zu können. Das Unternehmen, das seit 50 Jahren ununterbrochen auf dem Markt ist, teilt sich in fünf Hauptgeschäftsfeldern auf: Motorradhandel und Ersatzteile, Kfz-Teile, Fahrräder und Fitnessgeräte, Gartenbedarf sowie Lebensmittel und Lebensmittelzusätze. Chacomer ist dabei Großimporteur international erfolgreicher Marken wie Harley Davidson, Kenton, Milano, Scott oder Caloi. In den ersten neun Monaten des abgelaufenen Jahres 2014 erwirtschaftete Chacomer einen Gewinn von 11 Millionen US-Dollar. Der Vertrieb seiner Produkte erfolgt durch ein breit angelegtes Netz von eigenen Niederlassungen sowie mehr als 4.000 Distributoren im ganzen Land.

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5 Kommentare zu “Neue Anleihe von Chacomer

  1. Ja, ja, die Mennoniten machen es vor. Ich bin kein Mennonit,sondern eingewanderter Schwabe, aber Respekt vor deren Tüchtigkeit und Vorbildfunktion in Paraguay! Angefangen von der Besiedlung des Chacos und dem dortigen Aufbau einer vorbildlichen Infrastruktur, Aufbau ein funktionierenden Milch- und Fleichverwertungsproduktion, Groß- und Einzelhandelsfirmen, zahlreiche Sozialeinrichtungen wie Altenheime, Heime für Straßenkinder, Psyachtrieanstalten, Hospital km81 u.a. als Leprastation und zur Behandlung von Aids-Erkrankten bis hin zum Aufbau von ganzen Indianersiedlungen mit eigener Kooperation und natürlich der Indianermission sowie Übernahme von Patronaten und Adoptionen von elternlosen oder ausgesetzen Indianerkindern u.v.m. Das alles ohne jegliche staatliche Unterstützung. Dabei kamen die Mennoniten vor ca. 70 Jahren mittellos in Paraguay an, nachdem sie in Rußland verfolgt und drangsaliert wurden. Und dennoch neidet man ihnen das alles und redet vielfach in sehr negativer Weise über die Mennoniten. Natürlich keine Regel ohne Ausnahme – so auch bei den Mennoniten wie unter allen Volksgruppen. Auf die Ergebnisse und Früchte kommt es am Ende an. Andere reden und kritisieren nur, besonders über ihren konsequenten christlichen Glauben, aber können selbst keine Früchte ihres Tun`s aufweisen.

    1. Ja, ist zu verstehen.
      Die erziehlten Gewinne reichen für eine grössere Umstrukturierung nicht aus.
      Man muss investieren um zu produzieren und auch, um später zu sparen.
      Es ist doch ganz gut, wenn andere (aussenstehenede) an diesem Erfolg , durch Renditen, auch teilhaben können. Gruss Johann

    2. Eine Anleihe ausgeben heißt sich Geld zu borgen, sprich einen Kredit aufzunehmen. Chacomer gibt darauf 12,5 und zahlt sie nach Ablauf zurück. Mit diesem Geld werden vorrübergehend andere Schulden getilgt, die wohl zu wemiger günstigeren Optionen liefen.

    3. Die Formulierung „…nicht den Gewinn verwenden“ kann ich trotz mehrmaligem lesen nicht finden. Wie dem auch sei, offensichtlich dienen die Anleihen nicht neuen Investitionen, sondern vielmehr dazu, den Kapitalstock zu erhöhen bzw. bestehende Verbindlichkeiten abzulösen .(Restruktuierung = Sanierung) Dafür Anleihen auszugeben ist legitim aber man könnte darüber diskutieren und müßte vor einer Beteiligung genau die aktuelle Bilanz des Unternehmens einsehen, sofern die jedem interessierten Anleger zugänglich ist. Letztendlich kommt es auf das Risiko der Anlage an und wie hoch ggfs. Ausgabenaufschläge auf die Anleihen ausfallen, was natürlich letztendlich die erwartete/versprochene Rendite reduziert. Darüber steht nichts im Artikel.

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