Etwa 3000 Schüler bleiben auf der Straße nach Schließung zweier „Hermann Gmeiner“ Schulen

Asunción / Luque: Zwei Gesamtschulen des SOS Kinderdorfes in Luque und Zeballos Cué wurden geschlossen wegen fehlender Unterstützungszahlungen von Seiten der sozialen Organisation. Um die früher erhaltenen Beträge zu erhalten, muss nun das Erziehungsministerium eingreifen, damit die definitive Schließung abwendet wird.

Zwei Gesamtschulen, die von den Zahlungen des SOS Kinderdorfes abhingen, schlossen ihre Tore womit ab 22. Februar 2011 rund 3000 Schüler keinen Unterricht mehr besuchen können. Dies geschah nachdem die internationale Organisation entschied, die besagten Projekte nicht mehr zu unterstützen.
Carlos Ramírez, Präsident der direktiven Rates der internationalen Organisation, bestätigte gegenüber der Tageszeitung Abc die Schließung der zwei Bildungsinstitutionen wegen nicht ausreichender finanzieller Mittel.

„An vielen Orten übernimmt SOS eine Rolle die dem Staat obliegt. Die Resultate der Projekte waren gut, weswegen die Entscheidung getroffen wurde an diesen Orten nicht weiter Unterstützung zu leisten“, argumentierte er.

Geschlossen seit Dezember

Er sagte, dass seit Dezember alle Aktivitäten in den Schulen eingestellt wurden. Er fügte hinzu, dass derzeit mit dem Erziehungsministerium über eine weitere Nutzung gesprochen wird.

Eine zweite Option sei, die 3000 Schüler in andere Bildungseinrichtungen umzusiedeln. Das Problem, welches sich hierbei ergibt, sei die fehlende Absorption der kleinen in den Schulen der Orte.

Bildungsministerium müsste eingreifen

Die einzige Option wäre die Kleinen in weit entfernte Schulen einzugliedern, was aber wegen der miserablen finanziellen Lage der Familien nicht durchsetzbar ist.

Ramírez erklärte, dass bis jetzt noch nichts von Seiten des Bildungsministeriums unterschrieben sei. Diese allerdings sind verantwortlich für ihre Institutionen. Falls das Bildungsministerium die Installationen übernehmen will, dauere bestimmt trotzdem ein Jahr bis die Schüler da weiter machen können, wo sie im November aufgehört haben.

„SOS erlaubt nicht die Transferierung der Grundstücke aber verpachtet diese zu Gunsten des Ministeriums. Die Kosten obliegen dann aber auch zu 100% der staatlichen Verantwortung“, erklärte er.

Die zwei Schulen mit dem Namen „Hermann Gmeiner“, 1983 und 1999 eröffnet, arbeiteten stets in einer subventionierten Art. Jetzt wird versucht diese Schulen 100% staatlich abzusichern.

Die Vizeministerin für Erziehung, Diana Serafini, informierte soeben in einem Gespräch mit Radio 780 AM darüber, dass am kommenden Dienstag die Verträge mit dem SOS Kinderdorf unterschrieben werden, damit die Schüler ab dem kommenden Februar wie gehabt ihre Schule besuchen können.

Webseite: SOS Kinderdörfer Paraguay

(Wochenblatt / Abc / Fotos: www.sos-kinderdorfinternational.org)

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.