Fernando de la Mora: Ein Richtergremium verurteilte Hector Delgado Aranda, Ex-Präsident der Kooperative “Del Pueblo“, wegen Vertrauensmissbrauch und Fehlverhalten in einer Krisensituation zu einer Haftstrafe von sieben Jahren und sechs Monaten.
Der Verurteilte muss die Strafe im Gefängnis Tacumbú absitzen.
Der Staatsanwalt Osvaldo Caballero Bracho (Beitragsbild) aus Lambaré führte die Anklage in dem Fall.
Als Präzedenzfall in der Angelegenheit wurde erwähnt, dass Aranda als Präsident der Genossenschaft Del Pueblo in Lambaré verantwortlich für den laufenden Betrieb der Kooperative gewesen sei, als 2016 die ersten Berichte über eine Misswirtschaft der Institution auftauchten. Daraufhin intervenierte das Nationale Aufsichtsinstitut der Kooperativen (Incoop). Die Anzeige in dem Fall wurde von den Sparern eingereicht. Der Schaden beläuft sich auf eine Summe von rund 450 Millionen Guaranies.
Wochenblatt / La Nación











Simplicus
Strafe wegen „Vertrauensmißbrauch“ JA. Aber wegen „Fehlverhalten in einer Krisensituation“? Solch eine Begründung habe ich noch nie gehört. Gibt es dafür überhaupt eine Rechtsgrundlage nach dem paraguayischen Strafgesetz? Und wie lautet das genau?
wolfgang
Jeder Paragraf ist wie ein Gummischuh,jeder Tritt ob groß oder klein er passt immer!
Fehlverhalten in einer Krisensituation, wird eine Umschreibung für Untreue,Betrug,Korruption sein.
Als Jurist drückt man sich doch nicht in besserer Gesellschaft wie Bauer aus,selbst das Amtsdeutsch ist Sprache für sich!
Perplexum mobile
Schön eine solche Nachricht zu vernehmen, wohl das erste Mal in den letzten 1.000 Jahren, dass so einer auch mal bestraft wird. Vermutlich wird er aber mit dem nötigen Kleingeld schon etwas früher als in sieben Jahren mit „Erspartem“ wie ein König in Paraguey leben können.