Expansionsprojekte von Yacyretá mit privatem Kapital

Ayolas: Die Verantwortlichen von dem binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá wollen etwa 1,65 Milliarden US Dollar investieren. Dadurch soll die Kapazität deutlich erhöht werden.

In Kürze wird eine Ausschreibung für den Bau am Seitenarm Aña Cuá erfolgen. Zudem sollen drei neue Turbinen in Yacyretá installiert werden.

Beide Seiten, Paraguay und Argentinien, sind sich über die Projekte einig. Humberto Schiavoni, argentinischer Direktor, gab die Investition in Höhe von 1,65 Milliarden US Dollar in einem Interview der Zeitung La Nación in Buenos Aires bekannt. Bei der Unterzeichnung am 4. Mai wurde die Absichtserklärung unterschrieben sowie ein mehr als 30-jähriger Konflikt zwischen beiden Ländern beendet.

„Der Vertrag wurde aufgrund wirtschaftlicher Grundlagen erstellt, unter der Berücksichtigung der Schulden und der Bereitstellung von Energie. Darüber hinaus waren wir uns einig, wie die Energieübertragung für jedes Land berechnet wird“, erklärte Schiavoni.

Zusätzlich müssen innerhalb von vier Jahren die laufenden Kosten reduziert sein. „Das erschließt neue Möglichkeiten für eine Ausschreibung im Seitenarm Aña Cuá. Die Investition dafür beträgt 650 Millionen US Dollar und wird die effektive Stromerzeugung um 10% erhöhen. Die Gelder kommen aus eigenen Mitteln dafür. Es sind keine staatlichen Zuschüsse, auch für das weitere Projekt, vorgesehen“, sagte Schiavoni.

Yacyretá stellt jährlich Rechnungen über einen Betrag in Höhe von 780 Millionen USD bei der Energieübertragung aus, die als Mittel für weitere Investitionen vorgesehen sind.

„Das andere Projekt sieht eine Erweiterung der gesamten Anlage vor. Dabei werden drei zusätzliche Turbinen installiert. Das erhöht die Leistung um 15% und um 6% bei der effektiven Erzeugung, die dann auch Spitzenlasten abdeckt. Eine Milliarde USD sind veranschlagt. Das Vorhaben wird wohl über ein Bieterverfahren erfolgen“, betonte Schiavoni.

Quelle: ABC Color

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5 Kommentare zu “Expansionsprojekte von Yacyretá mit privatem Kapital

  1. Den 780 Mio Forderungen stehen wieviel Betriebs- und Personalkosten entgegen ?..und was bleibt dann letztendlich wirklich zur realisierung von Erweiterungen oder Instandhaltung ?

  2. Über diese Nachricht reiben sich ganz bestimmt schon wieder eine Menge von „ehrenwerten Damen & Herren“ die Hände, wenn sie daran denken, wieviel ihnen das persönlich einbringen kann. Mir wird bei diesem Gedanken schon ganz schlecht.

  3. Was denn nun?

    Uberschrift: Mit privatem Kapital.
    Im Text: Mit eigenen Mittel.

    Aber eine Millarde (!!) Dollar fuer drei neue Turbinen – mein lieber Schwan.

    Und die generieren Strom fuer 780 Millionen Dollar – das ist ja wirklich eine gewaltige Summe. Ich will echt nicht wissen, wieviel davon fuer unnoetiges (Listen-)Personal ausgegeben wird. Ein Quervergleich Argentinien – Paraguay wuerde mich sehr interessieren.

    1. Eigentlich klar…wenn ein Unternehmen wie EBY eigene Mittel hernimmt sind das doch private genauso wie wenn du Gelder investiert. Es gibt also keine Fremdfinanzierund oder staatliche Beihilfen. Eine Millarde für die Turbinen ist hoch. Voith lässt sich auf seiner Seite nicht über die Preise aus. Vielleicht kennt sich da ein Insider aus

      1. Das Gesamtpaket umfasst nebst Turbinen auch Generatoren und übrige elektrotechnische Einrichtungen, alle nötigen Bauten inklusive Auslaufbecken, zudem will man einige Modernisierungen in Angriff nehmen weil Yacyretá doch schon ein paar Jahre auf den Buckel hat. Der Ausschreibung wird man alle Details entnehmen können. Der Endpreis wird allerdings (wie üblich) höher sein als die vorgesehene Summe.

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