Felicita, das Mädchen mit den Mandarinen

Yaguarón: 2004 war Felicita 11 Jahre alt und besuchte die Schule Maria Auxiliadora in der eingangs erwähnten Stadt. Nebenbei verkaufte die 11-Jährige Mandarinen, bis ein schreckliches Verbrechen passierte.

Am 31. Mai 2004 ging das erst 11 Jahre alte Mädchen am Morgen wie gewohnt zur Schule und mittags mit einem geladen Korb von Mandarinen durch die Straßen der Stadt, um ihre Früchte anzubieten.

Offenbar blieb sie bis spät in der Nacht in der Innenstadt, um mit dem Verkauf fertig zu werden.

Am 1. Juni 2004, genau vor 14 Jahren, fand man den kleinen Körper von Felicita am Fuße von dem Berg Yaguarón. Er war nackt und das Mädchen war missbraucht und erdrosselt worden. Nur vier Tage später hätte sie Geburtstag feiern können.

Im Laufe der Ermittlung geriet ein Tatverdächtiger des Mordes in das Visier der Kriminalpolizei. Es handelte sich um Fredy Antonio Florenciano Britez. Weder er noch weitere mögliche Komplizen wurden jedoch verhaftet. Und wenn, dann wären sie heute wieder auf freiem Fuß.

Am 31. Mai wurde der “Nationalfeiertag zur Bekämpfung des Missbrauchs und der sexuellen Ausbeutung von Kindern und Jugendlichen“ in Erinnerung an das tragische Ereignis in Yaguarón, Departement Paraguarí, begangen. Zugleich hielten Angehörige von Felicita eine Gedenkfeier am Hügel von Yaguarón ab.

Wochenblatt / El Informante Guairá / ABC Color
.

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Felicita, das Mädchen mit den Mandarinen

  1. In diesem Zusammenhang ist aber auch die Verantwortungslosigkeit der Eltern anzuprangern. Wie kann und darf es sein, daß minderjährige Kinder bis in die Nacht hinein auf den Straßen arbeiten müssen? Ich saß vor einigen Jahren nachts im Zentrum von ASU in einem Freisitzrestaurant. Bis wenigsten 12.00 Uhr wurde ich ständig von Kindern angesprochen, die ihre Ware anboten. Auf meine Frage, warum sie um diese Zeit nicht daheim wären, antworten sie, daß sie nicht vorher heim dürften bevor sie alle Waren verkauft hätten. Sonst gäbe es Prügel. Und die Polizei schaut diesem Treiben tatenlos zu – die Politiker die das ändern könnten interessiert es nicht. Das nenne ich in höchstem Maße „Verantwortung“ der Verantwortlichen. Eine Schande ist das!!

    1. Kann ich nur bestaetigen, mit der Ausnahme das diese Kinder bis 4 Uhr morgens Kaugummi und anderes angeboten haben, das Geld wurde regelmaessig auf der anderen Seite der Lido Bar an eine erwachsene Frau uebergeben.

  2. Diese kritikfreie Armut nimmt einem die Luft zum atmen. Dabei sollte es im Garten der Welt echt bessere Lösungen im besten Sinne aller geben.

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.