Fernando de la Mora: Süd- oder Nordzone? Das INE (Nationales Institut für Statistik) hat Daten der Volkszählung von 2022 veröffentlicht, bei der nicht nur das Einkommen, sondern auch andere Grundversorgungen berücksichtigt wurden. Schau dir das Ranking an und kommentiere, auf welchem Platz deine Stadt liegt.
Nicht alle Armutsmessungen basieren ausschließlich auf dem Geld, das eine Familie verdient. Der neueste Bericht des Nationalen Instituts für Statistik (INE) zeigt: Wenn man auch Aspekte wie Wohnqualität, Zugang zu Trinkwasser, Abwasserentsorgung, Bildung, Beschäftigung und soziale Sicherheit analysiert, verändert sich das Gesamtbild der Städte mit den besten Lebensbedingungen. In diesem Ranking erscheint Fernando de la Mora als die Stadt mit dem geringsten Grad an mehrdimensionaler Armut im ganzen Land.
Laut der Studie leben nur 0,9 % der Bevölkerung von Fernando de la Mora in mehrdimensionaler Armut. Würde die Messung nur nach dem Einkommen erfolgen, läge der Anteil bei 3 %, was die Stadt ebenfalls an die Spitze der Orte mit der geringsten Armut in Paraguay setzt.
Den zweiten Platz belegt Lambaré mit 1,3 % mehrdimensionaler Armut, gefolgt von Villa Elisa mit 1,6 %. Dahinter folgen San Lorenzo mit 2 % und Asunción mit 2,5 %, die die Gruppe der Gemeinden mit den besten Indikatoren vervollständigen.
Ist deine Stadt auf dieser Liste?
Was misst die mehrdimensionale Armut?
Im Gegensatz zur monetären Armut, die nur das Einkommen der Menschen berücksichtigt, bezieht die mehrdimensionale Armut weitere Faktoren ein, die die tatsächlichen Lebensbedingungen der Bevölkerung widerspiegeln.
Dazu gehören die Qualität der Beschäftigung, der Zugang zur sozialen Sicherheit, die Wohnverhältnisse, die Verfügbarkeit von Grundversorgungen wie Trinkwasser und Sanitäreinrichtungen, das Wohnumfeld der Familien sowie die Bildungssituation – einschließlich des Schulbesuchs von Kindern und des Alphabetisierungsgrads von Erwachsenen.
Mit dieser Methode verändert sich der Prozentsatz der als arm geltenden Menschen im Vergleich zur reinen Einkommensmessung erheblich.
Ein starker Kontrast zu den am stärksten gefährdeten Orten
Der Bericht des INE macht auch einen enormen Unterschied zwischen den Städten mit den besten Bedingungen und den am stärksten zurückgebliebenen Orten deutlich.
Während Fernando de la Mora gerade einmal 0,9 % mehrdimensionale Armut verzeichnet, erreicht Puerto Pinasco im Chaco 82,2 % und wird damit zum Ort mit der höchsten Armutsbetroffenheit nach diesem Indikator. Es folgen Teniente Esteban Martínez (78 %), Teniente Primero Manuel Irala Fernández (75 %), General José María Bruguez (69 %) und Mariscal José Félix Estigarribia (64 %), unter anderen.
In der traditionellen Messung, die sich nur auf das Einkommen stützt, liegt die nationale Armut bei rund 19 % der Bevölkerung. Rechnet man jedoch die Mängel bei Wohnraum, Bildung, Arbeit und dem Zugang zu Grundversorgungen hinzu, zeigt die Studie eine weitaus umfassendere Realität über die Ungleichheiten, die zwischen den verschiedenen Städten des Landes bestehen.
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