Flucht und Vertuschungsgefahr latent

Asunción: Der Richter Yoan Paul López entschied heute nach unzähligen juristischen Hürden und Schikanen den Abgeordneten Miguel Cuevas (ANR) wegen unrechtmäßiger Bereicherung, illegaler Einflussnahme und Falschaussage in Untersuchungshaft zu nehmen.

Cuevas, der bis Mitte letzten Jahres Präsident des Abgeordnetenhauses war, konnte sich über Jahre hinweg vor Audienzen drücken, versuchte mit diversen Anträgen den Fall nach Paraguarí zu verlagern, wo sein Einfluss umfassend ist. Doch diese Schritte gingen nicht auf. Während seine Frau und sein Sohn Hausarrest bekamen verordnete Richter López Haft. Doch die Verteidigung blieb nicht untätig. Sie forderte gleich nach der Anordnung, dass der Richter seine Entscheidung überdenkt oder den Fall in die nächsthöhere Instanz an ein Berufungsgericht übergibt. Sollte der Richter bei seiner Meinung bleiben, wovon auszugehen ist, müsste Cuevas in die Agrupación Especializada gebracht werden, wo normalerweise nur Polizisten untergebracht werden dürfen.

Cuevas, der sich selbst als unschuldiges Opfer ansieht nutzte wirklich jede Chance um sich vor juristischen Anordnungen zu drücken. Verantwortlichkeit war noch nie seine Stärke, denn schon als Kongresspräsident stellte er mehr als 300 Personen auf Wunsch von allen Antragstellern ein, was dazu führte, dass man den Haushaltsplan der Kammer aufgrund dessen um 2 Milliarden Guaranies (rund 280.000 Euro) ausweiten musste, die natürlich vom Steuerzahler stammten. Er selbst sah sich dafür nicht verantwortlich.

Wochenblatt / Abc Color / Hoy / Última Hora

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3 Kommentare zu “Flucht und Vertuschungsgefahr latent

  1. Herzliche Gratulation meinerseits an hiesig Rechtsordnung: Nach ein paar JAHREN endlich U-Haft, weil Verdunkelungsgefahr bestehen könnte! Ja. Heute – nach ein paar Jahren seit Einleitung des Strafverfahrens – könnte es noch etwas bringen. Aber noch ist nicht aller Tage Abend. Solls der olle Staatsanwalt doch selbst herausfinden, ob eine Straftat besteht oder nicht. Phänomenal.

  2. Einige Tage im Sonderhotel mit offenem Hinterausgang, dann nach Hause in den offenen Hausarrest, anschliessend nach einigen Jahren Verschleppung ist der Fall nicht mehr zu beurteilen. Wie vor vielen Jahren, wurde Cartes verurteilt ohne anschliessend einmal das Gefaengnissleben genossen zu haben… thats Paraguay
    Wichtig der Chicclet Dieb wird Medienwirksam. mit Handschellen, in den Noticias stundenlang gezeigt um von den effektiven Problemen abzulenken

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