Folgen eines möglichen Mercosur Ausstiegs

Asunción: Ein eventueller Ausstieg aus dem Gemeinsamen Markt des Südens kann in vielerlei Hinsicht negative Folgen haben, warnen Geschäftsleute. Wenn auch bis heute die politische Sanktion noch keine ernsten kommerziellen Nachwirkungen hatte würden diese ab einer Entscheidung Paraguays anstehen. Jeder der hier produzierte Produkte im Ausland absetzen will, wird dadurch benachteiligt. Investoren sichern sich mit mit etwas mehr Wartezeit besser ab.

„Es ist total absurd vorzuschlagen den Mercosur zu verlassen wo der freie Warenverkehr geregelt ist“, erklärte Fernando Masi, Direktor des Zentrum für Analysen und Verbreitung der paraguayischen Wirtschaft (Cadep). „Aus dem Block auszutreten würde außerdem bedeuten die Freihandel Verträge mit Ägypten, Israel und Palaestina zu verlieren. Damit werden die Exportprodukte teurer und verlieren im Wettbewerb. Neben der im Allgemeinen betroffenen Industrie würde auch die Viehzucht und die Landwirtschaft Opfer der Entscheidung. Aus dem Mercosur auszusteigen wäre wie eine freiwillige Verteuerung unserer Exportprodukte. Heutzutage bezahlen wir keine Steuern“, sagte er auch.

Andres Gwynn, Geschäftsmann und Direktor der Firma Marseg, die Arbeitsschutzschuhe herstellt, sieht darin auch nichts positives und erklärt, „dass bisherige Sanktionen rein politischer Natur waren. Mit dieser eventuellen Entscheidung ist der Wirtschaftswachstum pfutsch und die Auslöschung der Armut wird zur unlösbaren Aufgabe, da keine neuen Arbeitsplätze mehr entstehen, inklusive würden dann diverse Firmen ihre Funktion wieder einstellen. Der Industriesektor braucht den Export, da der lokale Markt einfach zu klein ist um nur davon zu leben“, fügt Gwynn hinzu.

Dieser Ansicht sind jedoch nicht alle Verbände. Nichts desto trotz ist es eher unwahrscheinlich, dass es zu diesem Schritt kommt, da in der Politik nun mal alles verhandelbar ist.

(Wochenblatt / La Nacion)

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