Folterer aus der Stroessner Ära im Fokus der Justiz

Asunción: Die Staatsanwältin Liliana Zayas Guggiari geht hart gegen angebliche Folterer aus der Stroessner Ära vor. 10 hat sie im Visier, die sie hinter Gitter bringen will.

Acht von ihnen dürften jedoch Glück haben. Sie sind mehr als 70 Jahre alt und können deshalb nur mit einem Hausarrest belegt werden. Das Thema trat wieder verstärkt an die Öffentlichkeit, weil vorgestern, am 26.06, der Internationale Tag der Folter begangen wurde.

Die Staatsanwältin Guggiari hat folgende Personen wegen strafbarer Handlungen gegen die Menschenrechte angeklagt: Nicolás Lucilo Benítez Santacruz (79), Camilo Almada Morel (75), Juan Aniceto Martínez Amarilla (65), Eusebio Torres Romero (81), Agustín Belotto Vouga (84), Manuel Crescencio Alcaraz (74), Obdulio Arguello Brítez (77), Mario Flores Cáceres (64), Felipe Nery Saldívar (87) und Fortunato Lorenzo Laspina (72).

Alle sollen als Polizisten während der Zeit von Alfredo Stroessner wiederholt Folter an Menschen begangen haben. Die Übergriffe passierten angeblich zwischen 1976 und 1978.

Nun forderte die Staatsanwaltschaft Haft für die Angeklagten. Jedoch, gemäß Artikel 238 der Strafprozessordnung, gibt es dabei Einschränkungen für Menschen über 70 Jahren. Deshalb werden acht von ihnen unter Hausarrest gestellt. Die Nationalpolizei ist verpflichtet, diese Maßnahme regelmäßig zu überwachen und Verstöße zu melden.

Alle Angeklagten erschienen vor der Staatsanwaltschaft. Dabei gaben sie und ihre Verteidiger eine erste Erklärung ab. Bis es zum Prozess kommt dürfte es noch eine Weile dauern.

Quelle: ABC Color

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