Franz Wiebe: Bauern wehren sich gegen Lebensmittel

Guahory: Bauern aus dem Departement Caaguazú fühlen sich von Mennoniten unter Druck gesetzt, um die vor Tagen abgelehnten Lebensmittel doch anzunehmen. Sie möchten nicht, dass ihr Konflikt mit der EPP vermischt wird. Die Mennoniten wollen Franz Wiebe zurück.

Obwohl die Mennoniten aus Río Verde eine Forderung der selbsternannten Paraguayische Volksarmee (EPP) umsetzten und Lebensmittel in Antebi Cue verteilten, fehlt noch die Annahme dieser durch die Bauern aus Guahory. So scheint es zumindest, da bisher Franz Wiebe noch nicht freigelassen wurde.

Teodolina Villalba, Sprecherin der Nationalen Bauern Föderation (FNC), beschwerte sich über den Druck, den angeblich Mennoniten aus dem Umfeld der Familie Wiebe ausüben, damit die Lebensmittel angenommen werden und Franz fast 200 Tage Geiselhaft freikommt. Diese weigerten sich vor Tagen und wollten nicht, dass ihr Kampf nach Land mit Wünschen der EPP verwässert werden. Dass sie mit ihrer Überzeugung und eventueller Dickköpfigkeit mit dem Leben von Franz Wiebe spielen, scheint ihnen bewusst zu sein.

Die Mennoniten aus und um Río Verde warteten vergeblich auf neue Anordnungen von Seiten der EPP nachdem die Guahory Bauern die Lebensmittel ablehnten. Das Militär und die Polizei verließen sicherheitshalber die Zone. Jedoch kam es zu keiner neuen Kommunikation oder gar einer Freilassung. Dies lässt vermuten, dass die Verteilung noch ausstehe, damit die EPP ihr Wort hält.

Wochenblatt / Abc Color

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11 Kommentare zu “Franz Wiebe: Bauern wehren sich gegen Lebensmittel

  1. Ja Manni es geht um ein junges Menschenleben das bedroht ist durch Verbrecher sein Leben zu verlieren. Nur hier sind die Forderungen der EPP Banditen von Seiten der Familie des Opfers erfüllt und nichts geschieht zur Freilassung.Keiner hier würde aus Werte und Prinzipien heraus die Freilassung des Jungen nicht wollen oder verhindern.Aber was geschieht wenn er frei ist weil alle Bauern die Waren angenommen haben? Sage ich dir jetzt ,die EPP würde sich als das mehr den Je sehen was sie aber nicht sind Freiheitskämpfer damit bricht ein neuer Damm das andere Verbrecher sehen Entführungen lohnen sich ob Geld oder Waren wie gerade in einen Neuen Artikel hier im Wochenblatt veröffentlicht.Nun Manni stell dir mal vor es würde eines deiner Kinder sein,weil es lukrativ ist. Mexiko ist ein Beispiel was für ein Geschäftszweig Entführung ist,dort kann man und muss man schon als Gut Betuchter eine Versicherung abschließen gegen Entführung ,die Versicherung zahlt das Lösegeld dann wenn alle Auflagen erfüllt sind,Bodyguard,Alarmanlage usw. Das hat zur Folge das in keinen anderen Land der Welt so viele Kinder,Frauen,Männer entführt werden. Eine Lösung für die Freilassung des Jungen habe ich nur bedingt aber ob es sein junges Leben erhält kann ich dir nicht sagen ,es muss aber mit entschiedener Härte gegen diese Banditen und Hintermänner vor gegangen werden ,der Fahndungsdruck muss erhöht werden es muss auf die Familien der Banditen Druck geübt werden,so das sie Verhandlungen selber wünschen,alles Andere ist eine Spirale ohne Ende.Das kann man nur erreichen wenn man Prinzipien hat.

    1. Prinzipien sind wichtig und richtig. Ein Prinzip ist nicht schon allein deshalb richtig, weil es zum Prinzip erklärt wird. Auch Verbrecher haben ihre Prinzipien. Doch Prinzipien aufgrund von Annahmen & Theorien, über ein Menschenleben zu stellen, ist kaltschnäuzig und unmenschlich.

      1. In diesen Punkt der Prinzipien gebe ich dir Recht.Leider sind es keine Annahmen und Theorien sondern Tatsachen und belegbare Fakten.Die falsche Freizügigkeit hat die Hemmschwelle erheblich herab gesetzt.Es ist die Wurzel vielen Übels.

  2. Diejenigen, die hier so sehr von „Selbstachtung“ und Prinzipien daher reden frage ich, wißt Ihr überhaupt, daß es hier um ein Menschenleben geht? Würdet Ihr genauso reden, wenn das Euer Sohn wäre? An anderer Stelle wurde heute viel von „Werten“ geschrieben. Sind Prinzipien „Werte“? Wieviel wert ist ein Mensch und ein Prinzip im Vergleich? Glaubt Ihr allen Ernstes, daß sich die EPP, oder wer auch immer dahinter steckt, von künftigen Entführungen nur deshalb abhalten läßt,weil die Bevölkerung „aus Prinzip“ das Lösegeld nicht entgegen nimmt? Kann man die Verbrecher schneller fassen, wenn man auf Prinzipien beharrt?

  3. Warum setzt du kein Zeichen und nimmst die Lebensmittel selbst an, da du ja so viel intelligenter und menschlicher als die Paraguayer bist??
    Mach mal was Positives anstatt drittklassige Kommentare bei jedem auch nur erdenklichen Thema zu posten.

  4. Nein Manni das sehe ich ganz Anders. Diese Banditen der EPP sind nicht normal denkende Verbrecher ,weil die Forderung erfüllt wurde von den Mennoniten und was können die dazu das die Bauern diese erpressten Waren nicht haben wollen. Trotzdem ist der Junge nicht frei.Erpressung und das Annehmen von Erpressten sowie Diebesgut ist Hehlerei und strafbar.zum Anderen würden die Bauern ein Zeichen setzen mit der Annahme dieses Raubgutes das sie die EPP anerkennen und tolerieren ,das sie gemeinsame Sache machen mit Mördern Räubern und Vergewaltiger (siehe Cecilia Cuba). Nicht die Bauern haben den Jungen geraubt,nicht die Bauern sind die ,die den Jungen jetzt nicht frei lassen Ihnen Ignoranz vor zuwerfen ist nicht richtig durch dacht.

  5. Die berühmte paraguayische IGNORANZ läßt wieder grüßen. Wenn die Bevölkerung, die erpreßten Lebensmittel entgegen nehmen würde unterstützen sie damit ja nicht die Verbrecher der EPP sondern retten damit ein Menschenleben. Aber offensichtlich ist ihnen das egal aus purer Ignoranz und wenig Menschlichkeit. Vielleicht weil das Opfer ein Mennonit ist?

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