Für umsonst verschuldet

Asunción: Stimmen der Opposition heben die Tätigkeiten von Santiago Pena, während der Amtszeit von Horacio Cartes, hervor und betiteln ihn als Schlimmsten aller Finanzminister. Warum? Weil er das Land für etwas verschuldete, was nicht eingeführt wurde und nun geleugnet wird.

„Peña war der schlechteste Finanzminister in der Geschichte: Er verdoppelte die Auslandsschulden, ohne dem Land irgendeinen Nutzen zu bringen, er verschuldete uns für einen Metrobus, den es nicht gibt, und heute kommt er, um sich als etwas Neues darzustellen, das es er nicht“, schieb Johanna Ortega, die für die Frente Guasu bei der letzten Bürgermeisterwahl von Asunción ins Rennen ging.

Das portugiesische Unternehmen Mota Engil erhielt im Februar 2016 den Zuschlag für den Bau des zentralen Korridors des Metrobusses, der entlang der Avenida Eusebio Ayala von General Aquino bis zur Avenida Defensores del Chaco (Abschnitt II) und von dort bis zur Nationalen Universität von Asunción (Abschnitt III) verlängert werden sollte. Insgesamt handelt es sich um 11 Kilometer.

Am Montag, den 9. Januar 2017, begannen die Arbeiten in dem Gebiet, nachdem die Straßen, die als Ausweichstellen dienen sollten, vorbereitet worden waren. Der Abschnitt San Lorenzo bis zur Avenida Defensores del Chaco sollte bis Ende 2017 fertiggestellt werden, doch im April 2018 waren erst 800 Meter der Arbeiten abgeschlossen.

Der Abschnitt II, der vom Mercado 4 bis zum Viadukt Defensores del Chaco verläuft, wurde nicht einmal begonnen. Im Dezember 2018 sollten die Arbeiten für die Einweihung, einschließlich einer Verlängerung, abgeschlossen sein. Im Oktober 2019 meldete die Regierung jedoch, dass das Unternehmen Mota Engil das Projekt aufgegeben habe. Der Minister für öffentliche Arbeiten, Arnoldo Wiens, kündigte an, eine strafrechtliche Untersuchung einzuleiten, um die Verantwortlichkeiten zu klären. Das portugiesische Unternehmen bestritt jedoch, die Arbeiten aufgegeben zu haben, und machte die Regierung von Horacio Cartes für den mangelnden Fortschritt verantwortlich, indem es behauptete, einige Punkte des Vertrags nicht eingehalten zu haben.

Folgen und Abbruch des Projekts

Mehr als 200 Unternehmen waren betroffen und mussten wegen der unpassierbaren und desolaten Straße ihre Türen schließen oder Mitarbeiter entlassen (mehr als 1200 Personen). Mehrmals wurde beobachtet, dass keine Arbeiter auf der Baustelle arbeiteten. Bei jedem Regen sammelte sich das Wasser in dem Gebiet an, so dass es gefährlich war, die Baustelle zu passieren. Ganz zu schweigen von den Staus, die diese Arbeiten seit ihrem Beginn zu jeder Hauptverkehrszeit verursachten.

Im April 2019 gab das Ministerium für öffentliche Arbeiten und Kommunikation (MOPC) zu, dass das Metrobus-System in seiner bisherigen Form nicht lebensfähig ist. Es ist noch nicht offiziell entschieden worden, welches Projekt den gescheiterten Metrobus ersetzen wird. In einem Gespräch mit Radio 100014 erklärte Stark, dass derzeit Alternativen geprüft werden. Im April 2020 wurde das Projekt einer Suche nach einer Alternative jedoch eingestellt und die Arbeiten wurden komplett abgebrochen.

Es wurden 35,7 Millionen US-Dollar ausgegeben um nichts zu bekommen, da selbst die Haltestellen, die in der Fahrbahnmitte standen, abgerissen wurden. Wäre es zu einer Wiederwahl von Cartes gekommen, hätte man Mota Engil sicherlich noch mehr bezahlt. Der Zeitraum eine Klage einzureichen ist jedoch mittlerweile verstrichen, keiner fühlt sich verantwortlich. Das Projekt der Cartes-Regierung sollte Probleme lösen und nicht noch mehr schaffen.

Wochenblatt / Twitter / Última Hora

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3 Kommentare zu “Für umsonst verschuldet

    1. Sie müssen wirklich verrückt sein! Das Objekt wurde von Cartes und seinen korrupten Spießgesellen von Angang an falsch geplant, Schmiergelder einkalkuliert, total in den Sand gesetzt und nun soll die Regierung von Mario daran Schuld sein. So etwas Dummes und idiotischen habe ich ja noch nie gehört. Was haben Sie nur für Bildung genossen?

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    2. @Deutsch-Paraguayo: Wir warten auch auf ihre Kommentare zu den Artikeln:

      – Wie Cartes sich 2016 illegal die Mautstrecke Tape Porã unter den Nagel riss
      – Rechnungshof entdeckt das Fehlen von 230 Millionen US-Dollar

      Wir wollen Sie alle besser verstehen und bräuchten dazu auch hierbei ihre Sichtweise.

      PS: Warum schreiben sie immer kurz nach Mitternacht? Leben sie in Europa oder warten sie händeringend die neuen Artikel ab, um als Erster ihre Sicht der Dinge zu verbreiten?

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