Fürsorgeinstitut veröffentlicht Liste der Schuldner, darunter sind auch Mennoniten

Asunción: Das Fürsorgeinstitut IPS musste die Arbeitgeber und Unternehmen benennen, die ihren Zahlungen für die Pflichtversicherung nicht nachgekommen sind. Leider sind darunter auch Mennoniten.

Nachdem Studenten der UNA wissen wollten, wer die größten Schuldner des IPS sind und ein Gericht den Weg ebnete, wurde eine Liste von 8.026 Personen und Unternehmen veröffentlicht, darunter auch Namen wie Heinrich Epp Unrau, Alvin Sawatzky Wiens, die augenscheinlich Mennoniten sind. Auch wenn das Fürsorgeinstitut die Veröffentlichung verhindern wollte, musste es der Anordnung folgen. Eine erste Forderung wurde den Antragstellern verwehrt. Als diese jedoch in Berufung gingen bekamen sie Recht.

Anhand der Liste kann man Fälle von Korruption aufdecken oder Angehörigen von Firmen, die Beiträge nicht zahlen die Behandlung verwehren. Sicherlich sind auch viele Ausländer unter den Schuldnern, die jedoch als Firmeneigentümer oder Aktionäre nicht namentlich genannt werden.

Wochenblatt / Última Hora

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8 Kommentare zu “Fürsorgeinstitut veröffentlicht Liste der Schuldner, darunter sind auch Mennoniten

  1. Rechnungen nicht bezahlen, Kredite nicht bedienen, passt zur paraguayischen Mentalität. Hab nichts anderes erwartet. Warum arbeiten und sich bemühen, wenn es auch anders geht?
    Liest man die Liste hat man schnell den Eindruck, dass niemand seine Beiträge bezahlt. Von denen, die bezahlen, schummeln genau 100%. Warum auch nicht? Steuerhinterziehung ist ja in Paraguay keine Straftat. Wenn man im schlimmsten Fall seine Beiträge nachzahlen muss, ist der Anreiz ungleich höher wie zB in Doofland

  2. Was soll eigentlich die Nennung zweier mennonitischer Namen in diesem Artikel? Abzüglich dieser zwei Namen bleiben immerhin noch 8024, die ihren Pflichten nicht nachkommen!!! Ich will dem Artikel-Schreiber nicht unterstellen, einer Hetze gegen Mennoniten Vorschub zu leisten, aber bei gewissen Leuten in diesem Forum liefert gerade dieses Nahrung für dasselbige.

  3. Es ist nicht ersichtlich wie viele genannte Firmen schon lange nicht mehr existieren oder sonstige Fehler unterlaufen sind. Ich kenne einen Fall wo nicht nur Namen sondern auch Gemeinden (wegen Grundsteuern) verwechselst wurden und man den Eindruck bekommt, dass auf Grund von fehlenden Zahlungseingängen gestohlene Gelder verschleiert werden um zu beweisen „ No hay plata“.-

  4. Kuno Gansz von Otzberg

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    Ich bezahlte mal beim IPS Filadelfia beim damaligen Beamten dort ausstehende IPS Rechnungen um die Arbeiter auf ne andere Steuernummer zu uebersiedeln. Der rechnete das aus und ich fragte wo das zu bezahlen waere. Na bei ihm gleich in der Zweigstelle im IPS vor Ort, war die Antwort. Bar bezahlt nahm er das Geld entgegen und mit der neuen Steuernummer funktionierte auch alles (ich mach das IPS online allmonatlich selber, d.h. wenn deren Webseite nicht gerade offline ist wegen Serverproblemen). Nur Jahre spaeter merkten wir durch zufall dass die Rechnungen bei der alten Steuernummer noch immer offen waren. Er gab damals glaube ich so nen internen Beleg ausdruecklich mit der Anweisung dass es „nur diesen Zettel dafuer gaebe“.
    Heute ist dieser Herr einer der hoechsten Angestellten der Zone Filadelfia. Der heisst Pastor Perez. Laut Radio ZP30 einer der Capos des oeffentlichen Gesundheitswesens von Filadelfia.
    Soll ich das bei diesem Herrn selber denunzieren? Vielleicht bei seinen Freunden beim IPS, oder den amigos bei der Staatsanwaltschaft und Polizei?
    Als dank sperren sie mir ja vielleicht noch die funktionierende neue Steuernummer – als gratis Draufschiss.

    1. Kuno Gansz von Otzberg

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      Hoechstwahrscheinlich. Verstorben und der Buchfuehrer laesst alles liegen. Oder man hat mehrere Steuernummern offen. Oft lohnt es sich auch fuer die Erben nicht den Erbprozess durchzufuehren und lassen es eben alles auf den Namen des Toten weil man die Justiz umgehen will (weil es eben zu viel Nerven kostet) oder man macht ne Teilerbschaft von gewissen Sachen die Abogaduchos avivados heute auch schon anbieten (vor allem bei registrierten mobilien wie Autos, etc).
      Diese Mennoniten sind wohl schon laengst verstorben und der Aufwand war groesser als der Nutzen die akkumulierte Rechnung zu begleichen – zumal es manchen so ergangen sein koennte wie mir im obigen Kommentar.

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