Furchteinflößend

Guarambaré: Die Familie kann man sich nicht aussuchen, den Umgang mit ihr schon. Am vergangenen Freitagabend wurde ein Zahnarzt erschossen, als er sein Motorrad zu Kauf anbot. Jetzt ist klar warum. Was steckte dahinter?

Enrique Antonio Silgueira Solalinde (28) offerierte sein Motorrad zu Kauf in den sozialen Netzwerken und bei der Besichtigung am letzten Freitagabend kam es laut Überwachungskameras eines nahen Geschäfts zu einer Konversation und später zu drei Schüssen, die ihm das Leben nahmen. Doch um das Motiv des Mordes zu begreifen muss man seine Familie kennen.

Der Mordanschlag wurde vom Gefängnis in Auftrag gegeben, von seinem Onkel und Drogenboss Erwin Solalinde Krause, alias Koki, der 2016 zu 24 Jahren Haft verurteilt wurde weil er sagenhafte 18,9 t Marihuana auf einem Schiff in Richtung Uruguay verschiffte und erwischt wurde. Schon Jahre zuvor war er im Kraftstoffschmuggel in Villeta eine große Nummer und saß auch dafür schon mal ein.

Laut Informationen wurde sein Neffe Enrique Antonio Silgueira Solalinde als Administrator auserwählt. Er sollte sich um die Grundstücke kümmern, die sein Onkel von schmutzigem Geld gekauft hatte. In der letzten Zeit soll Solalinde Krause zunehmend Geldprobleme hinter Gittern gehabt haben, weswegen er seinen Neffen bat mehrere Grundstücke zu verkaufen. Darunter war auch ein Grundstück aus dem Familienbesitz, bei welchem er sich weigerte es zu veräußern. Die Konsequenz der Entscheidung war, dass Koki seinen Neffen wissen ließ bzw. warnte, dass sein Kopf nur 3 Millionen Guaranies wert ist. Kurz darauf wurde er erschossen.

Die Auftragstäter, die nach wie vor unbekannt sind, stahlen den Toyota Vitz, mit dem sie zum Tatort kamen, einen Tag zuvor in Asuncion und stellten es teilweise ausgebrannt in Ñemby ab.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Furchteinflößend

  1. Immerhin war mit 3 Millionen GS der Kopf mehr wert als das Moto. Ups, Nachname Krause, Oberst Krause?, – ne, Obersturmbandführer?, da gibt es ja noch andere Abuelos als aus Sizilien und Bilbao. Sollte demnach hiesig Kindergartenpolizeijustiz nicht gut beraten sein, sich beim Herrn Krause mal über den Verbleib der Kleinen seit Monaten vermissten Juliette erkundigen? Anstatt den Herrn Hochueli seit Monaten einzig aus dem Grunde im Gefängnis festzuhalten, weil keine ENTlastenden Beweise gefunden wurden. Naja, kooperieren mit hiesig Kindergartenpolizeijustiz will er ja auch nicht. Aber das ist kein Delikt, sonst wäre er dafür schon angeklagt, der Herr Hochueli, der im Regionalgefängnis in Misiones einsitzt, weil von einem kleinen Mädchen, welches aufgrund seiner Behinderung kaum 50 m laufen kann, von hiesig Kindergartenpolizeijustiz noch nicht mal einen Fußabdruck hat finden können.

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