Ganze 23 Jahre auf der Flucht

Asunción: Ein Verdächtiger für den Mord aus dem Jahr 1998 an seiner damaligen Lebensgefährtin wurde gestern verhaftet, nachdem die Polizei ihm auflauerte. Weil dieser seinen Ausweis nie erneuerte, konnte die Polizei, laut eigener Aussage, ihn nicht finden.

Mehr als zwei Jahrzehnte sind vergangen, seit der Haftbefehl gegen Enrique Manuel Cuandú, den Hauptverdächtigen beim Tod seiner damaligen Partnerin Mercedes Raquel Cibilis, die damals 18 Jahre alt war, ausgestellt wurde.

Dem Hintergrund zufolge starb die Frau im Mai 1998 an Verbrennungen. Der Mord ereignete sich im Stadtteil Sajonia.

Mehr als 23 Jahre nach diesem Verbrechen gelang es Polizisten der Abteilung gegen organisierte Kriminalität, den Mann am Dienstag festzunehmen, nachdem sie eine Überwachung eingerichtet hatten.

Zur Festnahme kam es im Umfeld des Gerichtsgebäudes von Asunción, wo sich der Verdächtige sogar als Anwalt ausgab. Offenbar war er zuvor nicht festgenommen worden, da er seinen Personalausweis nach der Tat nie erneuert hat und die Behörden ihn daher nicht ausfindig machen konnten.

Der Verdächtige wurde Mittwoch zu seiner Anhörung vor der Richterin Nilda Giménez in den Justizpalast gebracht, wo man ihm jetzt seinen Prozess machen wird.

Laut der Schwester des Opfers, Griselda Cibilis, animierte sich die Familie des Tätern niemals ihnen zu helfen, da sie ihm bei der Flucht halfen. Zudem erklärte die Frau, dass ihr ehemaliger Schwager sie einmal in den sozialen Netzwerken anschrieb und sie um Entschuldigung bat.

Wochenblatt / Última Hora

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2 Kommentare zu “Ganze 23 Jahre auf der Flucht

  1. “da er seinen Personalausweis nach der Tat nie erneuert hat und die Behörden ihn daher nicht ausfindig machen konnten”, sowas muss man sich erst einmal mit ein paar mal kräftig den Kopf auf die Tischplatte hauen wegstecken. Da kann man ruhig noch ein paar Zugaben geben, wenn man bedenkt, dass solche Behörden und hiesig Burbaki-Justizapparat – der sich die Bezeichnung Rechtsstaat weniger verdient hat als die Bezeichnung Bananenrepublik – nicht nur diesem Verbrecher ein Verfahren abwickeln soll, sondern auch dem Deutschen Rainer O., sowie alle künftigen Verbrechen. Ganz zu schweigen aller vergangenen Verbrechen. Naja, wenigstens wissens, warum nur 10% der Gefängnisinsassen hierzulande mit einem Richterspruch i Gefängnis verweilt: zu gebildet, zu stolz, zu fähig. Wenistens gibt es hier auch ein Ministerium für Raumfahrt, Zugfahrt und Müllabfackelfahrt. Als nächsten großen Coup plant der Paraafrika schon ein Müllabfackel-Gaudi im Zug quer durch die Galaxis. Großartig!

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