Ganze Arbeit vollbracht

Asunción: Ohne Fleiß keine Preis und ohne Schulden kein Fortschritt – so könnte man zumindest die Verdopplung der Auslandschulden der letzten vier Jahre interpretieren.

Die Schulden des paraguayischen Staates lagen bei Amtsübernahme durch Horacio Cartes im August 2013 bei 2,674 Milliarden US-Dollar. Jetzt erreichten sie ein Niveau von 5,592 Milliarden US-Dollar, ganze 109% mehr in weniger als fünf Jahren.

Um die Zinsen der alten Staatsanleihen zu tilgen werden heutzutage bis zu 40% von neuen Staatsanleihen hergenommen, eine Spirale, die die Tendenz der Verschuldung nur weiter ansteigen lässt.

Eigentlich sollte durch mehr Infrastruktur Firmen angelockt werden, die dann durch ihre Steuern die Staatskasse füllen und eine Rückzahlung garantieren. Da dies in dem benötigten Maß jedoch nicht geschehen ist und auch unnötige Sachen von Staatsanleihen gekauft werden, Beispiel Brennofen für Klinker, kommt die Rückzahlung ins Stocken.

Im Vergleich zum Bruttoinlandsprodukt stieg die Auslandsverschuldung um 19% an, ein Wachstum von 9,5% im Vergleich zu 2013. Die Auslandschulden Paraguays betragen mit 5,592 Milliarden US-Dollar 71% der Gesamtverschuldung, die bei 7,168 Milliarden liegt. Darin inbegriffen sind lokal angebotene Staatsanleihen.

Für die zwei Wirtschaftsexperten und Ex Finanzminister César Barreto und Manuel Ferreira, ist das Schuldenniveau noch erträglich. Barreto sagte, das einzige was Furcht verbreitet ist, dass dies weiter wächst und untragbar wird. Laut Ferreira ist es besonders wichtig, in was man die Staatsanleihen investiert, um zu garantieren, dass diese auch einen Nutzen für die Zukunft haben und dem Staat Geld in die Kasse spülen, um die Schulden zurückzahlen zu können.

Wochenblatt / Última Hora

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3 Kommentare zu “Ganze Arbeit vollbracht

  1. Da grösste Problem sind dann Bauten wie Superviadukt. Das ganze hält keine paar Jahre und schon müsste man es quasi neu bauen. So etwas bringt natürlich nichts und macht nur den Chef der Baufirma reich.
    Generell hat man ja wie in ganz Südamerka typisch von der verkehrte Seite begonnen. Man baut Superviadukt, Departamentos, Centro Comerical de Lujo Lujo Lujo, Aqua City bald auch schon werden intelligente Ampelmännchen und Weiblein kommen, aber der Müll wird weiterhin auf der Strasse brennen oder beim nächsten Hochwassser (hoffentlich) mitgenommen werden. Die Abwässer natürlich täglich mehr, landen in allen Gewässern, aber natürlich nicht in einer Kläranlage.
    Es sind Musterbeispiele dafür, dass nur gemacht wird, was die richtige Marge bringt. Es ist hier möglich, dass ein Wohnviertel gebaut wird ohne Brücke obwohl man einen Fluss überqueren müsste. Macht nichts, Quadratmeterfantasiepreis nach oben offen. Ich frage mich wie lange das noch gut geht, nicht nur von den Schulden her, die in jedem Fall in nicht all zu ferner Zukunft nicht mehr tragbar sein werden, sondern auch wenn die Bevölkerung auf sagen wir 16 Millionen sich verdoppelt, was ja durchaus möglich wäre.

  2. Ich habe da keine Befürchtungen, dass hier etwas schief gehen könnte. Die junge Generation ist dermaßen intelligent, dass sie das Ruder herumreißen wird…. Natürlich muss diese Generation dann noch irgendwie in Erfahrung bringen, was ein Ruder ist und wie man arbeitet. Aber bei den schlauen Abiiturienten, die so glanzvoll die Stipendien erhalten oder vom Bildungsminister quasi mit Eseln verglichen werden, wird das schon klappen. Schließlich können doch fast 10% der Schüler den Unterricht folgen. Dumm ist es dann nur, wenn diese 10% sich mit den Motos totfahren oder mit 12 ihr erstes Kind zur Welt bringen.

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