Gas-Pipeline in den paraguayischen Chaco

Filadelfia: Bolivien schiebt ein Projekt voran. Dabei soll eine Gas-Pipeline in den paraguayischen Chaco gebaut werden.

„Bolivien hat keine Konkurrenten für sein Erdgas. Die Qualität ist besser als die von Shell und Flüssiggas (LNG)“, erklärte der bolivianische Minister für Kohlenwasserstoffe, Luis Sánchez. Er bestätigte, dass “wir daran arbeiten eine Pipeline in den Chaco zu bauen. Das Projekt befindet sich in der Vorstufe. Es gibt einen Bedarf von mindestens fünf Millionen Kubikmeter am Tag“.

Bolivien geht weiter davon aus, dass ein Verbrauch von fast 25 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag zustande kommt “wenn neue Märkte zusätzlich zu den traditionellen erschlossen werden“.

„Wir haben eine Rechtssicherheit und wir haben Abnehmer. Das zieht Investoren an. Durch Gesetze sind Explorations- und Verwertungsprojekte in kürzester Zeit umsetzbar“, sagte Sánchez.

Der Minister hob die günstige geographische Lage des Landes hervor. Pipelines nach Argentinien und Brasilien wurden schon gebaut. „Die Pipeline nach Paraguay ist relevant und machbar“, sagte Sánchez.

Im Augenblick liegt der Preis bei 5 US Dollar pro BTU (Energieeinheit), während für LNG und Shell-Gas zwischen 8 und 9 USD bezahlt werden.

Sánchez erklärte, dass in der Folge zukünftige Exportverträge mit besseren Preisen ausgehandelt würden. „Derzeit wird Gas aus den USA importiert und der Preis liegt zwischen 8 und 9 USD pro einer Million BTU, also gibt es keine Konkurrenz für bolivianisches Gas“, sagte er.

Bolivien liefert aktuell nach Sao Paulo, Brasilien, 30 Millionen Kubikmeter Gas pro Tag, in die Bundesstaaten Mato Grosso, Santa Catarina, Paraná und weitere 14 Millionen m³. Argentinien zeigte Interesse, die Gasimporte aus Bolivien auf 5 bis 6 Millionen m³ am Tag zu erhöhen. Paraguay bekundete nun ebenfalls das Interesse an bolivianischem Erdgas für seine Region im Chaco.

Wochenblatt / Chaco Sin Fronteras

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