Geheimvertrag schlägt nun auch Wellen in Brasilien

Brasilia: Am heutigen Nachmittag sprach die deutschstämmige Bundesabgeordnete Gleisi Hoffmann (PT) im Parlament und verweis auf die Details des einst geheimen Schriftstückes und die Verwicklung von Präsident Jair Bolsonaro.

In einer fünfminütigen Ansprache fasste sie alle Details zusammen und forderte von allen Verantwortlichen auf brasilianischer Seite eine klare Stellungnahme. Ganz besonders möchte sie wissen welche Verbindungen Leros mit der Familie des Präsidenten hat und wieso man Paraguay wegen dem Itaipú Strom so unter Druck setzte.

Währenddessen gehen im Zentrum von Asunción mehrere Hundert Menschen auf die Straße und fordern ein Amtsenthebungsverfahren für Abdo und Velazquez.

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3 Kommentare zu “Geheimvertrag schlägt nun auch Wellen in Brasilien

  1. Das kann ja noch heiter werden. Ich glaube, da werden noch so einige Köpfe rollen, hüben wie drüben, von Personen, die sich im Moment noch sehr sicher fühlen.

  2. Kuno Gansz von Otzberg

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    Ich weiss nicht warum die Leute so angst haben vor einer Absetzung des Praesidenten. Vor allem warum haben die Mennoniten dafuer angst? Wenn dieser geht so ist Blas Llano als liberaler dran in der Hackordnung im Huehnerstall verfassungsgemaess. Was denn wird er anderes machen? Wieso soll er ein uebler Kerl sein. Der Dottore nach Lugo war ja auch nicht uebel und der Flachmann von Gozalez Macchi hat ja als Witzbold dem Land keineswegs was geschadet.
    Dazu ist schliesslich die Verfassung da damit es alles geregelt abgeht. Gerade WEGEN dem Gesetz kann man sich bequem zuruecklehen und den Dingen in aller Ruhe seinen Lauf lassen – beunruhigt muss man werden wenn Kraefte am Rande des Gesetzes vorbei ihr Spielchen treiben.
    Ansonsten hat Abdo vielleicht nicht im Detail alles gewusst nach dem Whassa Nachrichten, aber er wurde klar gewarnt dass die Dinge einen schiefen Lauf annahmen und segnete es trotzdem ab. Die gospelartige Rethorik von „wir muessen die Wirtschaft in Schwung bringen“ und „ich muss auch jeden Tag ein paar bittere Schlucke aus dem Flachmann runterwuergen“ sind geradezu laecherlich und wenigstens leicht verantwortungslos.
    Ist das Land einmal in den Faengen der Mafia, wie willst du das ohne einen grossen Prozentsatz der Bevoelkerung auszuloeschen, indem man z.B. einen grossen vaterlaendischen Krieg anzettelt wo die meisten rankratzen, denn in den Griff kriegen?
    Er muss es wie Stroessner tun: um 5 Uhr morgens aufstehen, frueher als die faulen Generaele, und denen auf die Finger klopfen um zu sehen ob sie nen Staatsstreich geplant hatten. Danach werden die meisten Dinge selbst erledigt und versucht einer einem zu f****n, dann laedt man den in ein Flugzeug ein, im Rahmen der Operation Condor, und schmeisst ihn ueber einen Sumpf aus dem Flugzeug. Bin mir sicher die Abogaduchos wuerden um ihr Leben verhandelt haben wenn ihnen der Tod drohen wuerde bei versagen.
    Die einzigen die wirklich gut funktionierten und dank dessen das groesste Unheil aufgedeckt wurde ist: die Presse und Ferreira der ehemalige Itaipu Resortleiter.
    Vor allem weil die Presse anscheinend noch so halbwegs funktioniert kam dieses ans Tageslicht. Und auch das Parlament hat seine Pflicht getan und das seinige dazu beigetragen, das Uebel abzuwenden.
    Versagt haben die paraguayischen Unterhaendler und Wuerdentraeger aber vor allem Abdo selber. Entweder Paraguay bekommt den durchschnittlichen Strompreis von Brasilien oder Paraguay fuer den Stromueberschuss – alles andere waere nicht gleichberechtigt. Stromsonderpreise duerften ueberhaupt nicht in Frage kommen da Itaipu 50/50 beiden (Ehe-)Partnern gehoert.
    Vor allem dank der Presse kam dieses Debakel ueberhaupt ans Tageslicht.
    Mir sagten mal Brasilianer: das mit Lula kam nur ans Tageslicht weil es der Presse durchgesickert wurde – ansonsten waeren alle Praesidenten durch und durch korrupt gewesen. Man kann also bei Lateinerlaender dieselben Einrichtungen und Institutionen wie bei den Germanen oder Angelsachsen haben – nur bei den Lateinern tendieren diese nie richtig zu funktionieren.
    Psychologie der Massen (Gustave Le Bon) Seite 62 und 118:
    „Aus dem Vorstehenden ist zu schließen, daß man in den
    Einrichtungen (Anm.d. Verf. Regierungsinstitutionen, IPS, INCOOP, INDI, INDERT, Itaipu, etc.) nicht das Mittel zu suchen hat, die Seelen
    der Massen nachhaltig zu bewegen. Gewisse Länder mit
    demokratischen Einrichtungen, wie die Vereinigten Staaten,
    blühen wunderbar auf, während andre, wie die spanisch-
    amerikanischen Republiken, trotz durchaus ähnlicher Ein-
    richtungen, in der traurigsten Anarchie dahinleben. Diese
    Einrichtungen haben ebensowenig mit der Größe der einen
    wie mit dem Niedergang der andern zu tun. Die Völker
    werden immer von ihrem Charakter beherrscht, und alle
    Einrichtungen, die sich diesem Charakter nicht innig an-
    schmiegen, sind nichts als ein ausgeliehenes Gewand, eine
    vorübergehende Verkleidung. Gewiß hat es blutige Kriege
    und gewaltige Revolutionen gegeben, um Einrichtungen
    einzuführen, denen man wie den Reliquien der Heiligen
    die übernatürliche Macht zuschreibt, das Glück hervorzu-
    zaubern. In gewissem Sinne könnte man sagen: Einrich-
    tungen wirken auf die Massenseele, da sie solche Erhebun-
    gen verursachen.“.
    „Sie entsprechen in Wirklichkeit für die lateinische und
    die angelsächsische Seele inhaltlich und bildlich völlig ent-
    gegengesetzten Vorstellungen. Bei den lateinischen Völkern
    bedeutet das Wort Demokratie vor allem die Auslöschung
    des Willens und der Tatkraft des einzelnen vor dem Staat.
    Dem Staat wird immer mehr aufgeladen, er soll führen,
    zentralisieren, monopolisieren, fabrizieren. An ihn wenden
    sich beständig alle Parteien ohne Ausnahme: Radikale,
    Sozialisten, Monarchisten. Bei den Angelsachsen, nament-
    lich bei den Amerikanern, bedeutet dasselbe Wort im
    Gegenteil die angespannteste Entfaltung des Willens und
    der Persönlichkeit, das möglichste Zurücktreten des Staates,
    den man mit Ausnahme der Polizei, des Heeres und der
    diplomatischen Beziehungen nichts leiten läßt, nicht einmal
    den Unterricht. Dasselbe Wort hat also bei diesen beiden
    Völkern einen völlig entgegengesetzten Sinn“.

  3. Häuptling des Landes

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    Ja, hat einiges gegen die grassierende Korruption getan im Lande der Präsi. Nach dem Motto, wenn im Krieg eine Handgranate einschlägt, dann setzt dich als Soldat am besten in den Krater, die Wahrscheinlichkeit, dass nochmal eine genau am gleichen Ort einschlägt ist klein. Das ist doch auch so einer, deren Väter für den Grossen Diktator Stroessner arbeiteten, der Abdi wie der Zartes. Da erstaunt es mich persönlich wenig, dass der Baum nicht weit vom Apfel fällt. Um wieviele Millionen USD Steuergelder werden wird dann noch erfahren, wenn der neue Amigo Häuptling des Landes geworden sein wird.

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