Generalstaatsanwalt fordert höheres Budget und warnt vor operativer Krise der Staatsanwaltschaft

Asunción: Emiliano Rolón Fernández schlug Alarm wegen Schwierigkeiten bei der Deckung von Grundbedürfnissen und dem Mangel an Staatsanwälten im ganzen Land. Er wies darauf hin, dass mindestens 300 zusätzliche Beamte erforderlich sind, um der Nachfrage gerecht zu werden.

Der Generalstaatsanwalt des Staates, Emiliano Rolón Fernández, forderte ein höheres Budget für die Staatsanwaltschaft (Ministerio Público) und warnte davor, dass die Institution bei der Erfüllung ihrer Aufgaben im gesamten Staatsgebiet vor ernsten Einschränkungen steht.

In einem Radiointerview erklärte der Leiter der Behörde, dass man seit November mit Schwierigkeiten bei der Haushaltsführung zu kämpfen habe, was sich direkt auf die institutionelle Leistung auswirke. „Wir haben keine Möglichkeit, das Wesentliche zu bewegen, nämlich das Budget auszuführen und den Bedarf zu decken“, sagte er gegenüber dem Sender Radio 1020 AM.

Personalmangel und bürokratische Hürden

Rolón Fernández betonte zudem, dass eines der Hauptprobleme der Mangel an Personal sei, insbesondere in spezialisierten Fachbereichen und in entlegenen Regionen des Landes. Obwohl er sich als Befürworter öffentlicher Ausschreibungsverfahren bezeichnete, räumte er ein, dass diese Prozesse oft zu langsam und ineffektiv seien, um dringende Vakanzen zu füllen.

„Ich brauche Gerichtsmediziner, schreibe die Stellen aus und dieser Prozess dauert ein Jahr. Ich kann keine regionalen Ausschreibungen für Orte wie Fuerte Olimpo oder Capitán Bado machen, da sich die meisten Bewerber für die Hauptstadt entscheiden“, erklärte er.

Ein massives Defizit an Staatsanwälten

Der Generalstaatsanwalt warnte zudem vor dem aktuellen Defizit an Staatsanwälten:

Aktuelle Lage: Derzeit müssen etwa 350 Staatsanwälte das gesamte Land abdecken.

Arbeitsbelastung: Allein im vergangenen Jahr wurden mehr als 215.000 Anzeigen registriert.

Bedarf: Schätzungen zufolge werden mindestens 300 zusätzliche Staatsanwälte benötigt, um angemessen auf die Nachfrage reagieren zu können. Eine Lösung wäre Familienmitglieder von Gesetzgebern aus dem Kongress zu entlassen. Damit wäre das Geld für die zusätzlichen Staatsanwälte frei. Kommt es dazu? Sicherlich nicht.

Abschließend beharrte er darauf, dass die Staatsanwaltschaft ihre Präsenz im gesamten Staatsgebiet verstärken müsse, um den Zugang zur Justiz zu gewährleisten – insbesondere in den abgelegensten Gebieten.

Wochenblatt / El Nacional

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