Pilar: In einer gemeinsamen Operation von Beamten des Umweltministeriums (MADES) und der paraguayischen Marinepräfektur der Zone Pilar wurde ein illegaler Jagd- und Fischereiring im Distrikt Mburica, im Bereich der Mündung der Flüsse Paraguay und Tebicuary, ausgehoben.
Während des Einsatzes wurden acht Personen aus Luque festgenommen, darunter ein Polizeibeamter im aktiven Dienst.
Im Lager befand sich eine Vielzahl bereits geschlachteter Tiere. Einige davon werden zum Verzehr verkauft, wie etwa der Aguara’i (Wildhund/Fuchs) und sogar Reiher. Besonders erschreckend war die Anzahl der gefundenen toten Äffchen. Laut Experten wird auch deren Fleisch gegessen. Die Köpfe der Affen werden jedoch oft verkauft, um für “Macumba“-Rituale (schwarze Magie) verwendet zu werden, während der Schwanz des Äffchens angeblich als Amulett dient. Man stelle sich vor: Diese wehrlosen Tiere werden getötet, um sie für Zauberei zu missbrauchen.
Die Jagd auf diese Tiere sowie das Fischen in diesem Bereich sind streng verboten.
Die Gruppe war zudem im Besitz von Waffen, darunter eine 9-mm-Glock-Pistole, Automatikgewehre vom Kaliber .22 und eine Schrotflinte. Ebenso wurden 1.200 Meter streng verbotene Monofilament-Netze, zwei Wurfnetze und weitere für die Fischerei untersagte Gegenstände beschlagnahmt.
Das Umweltministerium hat ein Verwaltungsstrafverfahren eingeleitet, um entsprechende Bußgelder im Rahmen der Kontrollen zu verhängen. Der Vorfall wurde zudem dem Vertreter der Staatsanwaltschaft, Dr. Milciades Ramos, gemeldet.
Wochenblatt / Cronica















