Grenzblockade nach Einigung beendet

Puerto Falcón: Lkw-Fahrer sowie Geschäftsleute aus Clorinda öffneten am gestrigen Nachmittag die Straße zwischen Puerto Falcón und Clorinda. Nach einer 3-tägigen Blockade fanden die Argentinier mit dem paraguayischen Sekretariat für Pflanzenqualitätskontrolle (Senave) eine Übereinkunft. Von beiden Seiten öffnete sich die Grenze, nachdem die Nachricht unter den Chauffeuren die Runde gemacht hatte.

Die Übereinkunft, die Geschäftsleute und Fahrer aus Clorinda mit der paraguayischen Behörde eingingen, hat etwas mit der Vereinfachung der Importregelungen für Obst- und Gemüselieferungen (Afidi) zu tun.

Der Mehrzeitaufwand an der Grenze führte dazu, dass 30.000 Sack verschiedener Gemüsesorten aus Argentinien nicht rechtzeitig auf den paraguayischen Markt kamen. Aus diesem Grund entschieden die Argentinier die Grenze zu blockieren und auf den Missstand aufmerksam zu machen.

César Romero, vorübergehender Präsident der des Nationalen Sekretariats für Kontrolle von Sauberkeit und Qualität bei Gemüse und Samen (Senave), kam gestern Nachmittag nach Puerto Falcón. Zuerst traf er sich mit paraguayischen Chauffeuren, um die Ansichtsweise der Behörde darzulegen in Hinblick auf die Einfuhr von Kartoffeln, Möhren und Zwiebeln aus Argentinien. Romero informierte, das nachdem sie eine gemeinsame Meinung hatten, sie die Grenze in Richtung Clorinda übertraten und den Fahrern in Argentinien die neuen vereinfachten Richtlinien präsentierten, damit deren Waren, die Grenze schneller passieren können.

Der staatliche Beamte versprach damit die Einfuhr argentinischer Gemüsesorten dauerhaft zu vereinfachen.

Der Präsident der Senave, Miguel Lovera, befindet sich derzeitig in Cancun, Mexiko wo er am Weltklimagipfel teilnimmt. Da die Rückreise von Lovera für Morgen oder Dienstag geplant war, entschieden sich die Behörde dafür, dass Romero sich verantwortlich zeigen sollte, um eine Lösung zu finden.

„Wir erklärten ihnen, dass wir die Kontrollen verschärfen. Wir erlauben somit keine Einfuhr mehr von Produkten mit schlechter Qualität. Die Transporteure verstanden uns“, erklärte Romero.

Das Afidi ist ein Dokument welches notwendig ist, um Gemüse im Bereich des Mercosur über Grenzen transportieren zu dürfen.

Laut Romero vereinbarte er mit den Einwohnern von Clorinda, dass zuerst die Lkws mit Obst- und Gemüse die Grenze passieren, damit nicht noch mehr Ware, die lange der heißen Sonne ausgesetzt war, verdirbt.

In diesem Kontext sind auch auf der paraguayischen Seite 65 Lastkraftwagen von der Blockade betroffen, die Bananen, Ananas und Fleisch geladen haben und in Argentinien zu liefern haben.

Obwohl die Argentinier die Blockade aufgehoben haben, bleiben sie alarmiert und schließen erneut den Weg wenn seitens der Paraguayer nur leere Versprechungen kamen.

Bustouristen wurden ebenfalls Opfer der Straßensperre und mußten zu Fuß die Grenze überqueren. Somit war ein Großteil der Busreisen nach Buenos Aires wie auch nach Asunción zum Stillstand gekommen. Einziger Ausweg war da Encarnación.

Dramatische Situation der Transporteure

Ohne Essen, Wasser, Duschen, müde vom warten, harrten hunderte Lkw-Fahrer an der Grenze aus. Sie sagten, dass so etwas nur wegen mangelnder Gesprächsbereitschaft der paraguayischen Behörden zustande kam.

Gestern Mittag hatte eine Gruppe von Chauffeuren vor bis zur Remanso Brücke vorzudringen und da dem Präsident des Landes, Fernando Lugo und seinen Ministern den Weg in den Chaco zu versperren. Diese hatten gestern ein Treffen in Cerrito, Chaco. Jedoch konnten Polizisten aus Villa Hayes dieses verhindern. Ein Kilometer von der Brücke entfernt, am Kreisverkehr blockierten die Gesetzeshüter den Weg, wo es später zu lauten Wortgefechten mit den Fahrern kam. Schlussendlich traten sie einen Schritt zurück und wurden wenig später mit der präsentierten Lösung an der Grenze überrascht.

“Die einzige Form aus sich aufmerksam zu machen ist mit einer Straßensperre. Viele Kollegen haben kein Essen, kein Wasser und wenn wir da nichts unternehmen wird es nicht besser“, sagte Eduardo Alvarenga, einer der Sprecher der Lkw-Fahrer.

Sichtlich gerührt, kommentierte Alvarenga, dass in der Nacht vom Freitag die Geschäftsleute aus Clorinda zehn Lkw Fahrern die Durchfahrt zur Grenze erlaubt hätten, weil diese gar nichts mehr zum essen hatten. Am späten Nachmittag war auch er konform mit der getroffenen Regelung, welche nach seiner Aussage, schon früher fällig war.

(Wochenblatt / Abc / Foto: Abc)

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