Grenzregion Itapúa: Behandlungsrekord bei ausländischen Patienten

Encarnación: Der Ausbau der medizinischen Infrastruktur und der Gesundheitsdienste im Department Itapúa führt auch zu einem bedeutenden Patientenstrom aus dem Ausland, überwiegend aus der Republik Argentinien.

Der Stadtrat von Encarnación, Andrés Morel, hob hervor, dass seit der Eröffnung des Allgemeinen Krankenhauses von Itapúa mehr als 10.000 Behandlungen an ausländischen Staatsbürgern registriert wurden. Davon entfallen etwa 82 % auf argentinische Staatsangehörige.

Morel wies darauf hin, dass diese Situation einen bedeutsamen Wandel in der Gesundheitsdynamik der Grenzregion widerspiegelt. Historisch gesehen hatten paraguayische Staatsbürger stets Krankenhäuser in Posadas und anderen argentinischen Orten aufgesucht, um medizinische Versorgung zu erhalten.

„Die Verhältnisse haben sich umgekehrt. Seit das Allgemeine Krankenhaus von Itapúa eröffnet wurde, hatten wir mehr als 10.000 Behandlungen von Ausländern – und genau 82 % davon sind Argentinier“, erklärte er.

Der Stadtrat erläuterte, dass einige der ausländischen Patienten hochkomplexe Dienstleistungen wie bildgebende Diagnostik und andere kostenintensive Leistungen in Anspruch nehmen und dabei die in Encarnación verfügbare medizinische Infrastruktur nutzen.

Morel nahm auch Bezug auf die veränderten Zugangsbedingungen zu Gesundheitsdiensten in argentinischen Krankenhäusern. Er betonte, dass paraguayische Staatsbürger in Posadas und anderen Grenzstädten über Jahre hinweg wichtige medizinische Unterstützung gefunden hatten. In diesem Zusammenhang drückte er den argentinischen Regierungen und der Bevölkerung seinen Dank für die jahrelange Hilfe aus.

Wie er ausführte, haben die neuen Bestimmungen unter der Regierung von Javier Milei den kostenlosen Zugang für Ausländer in argentinischen Krankenhäusern verändert. Für Personen ohne Wohnsitz wurden Einschränkungen eingeführt oder die Verpflichtung auferlegt, die Kosten für bestimmte Leistungen selbst zu tragen.

Vor diesem Hintergrund vertrat Morel die Ansicht, dass die Versorgung, die argentinische Staatsbürger derzeit in Paraguay erhalten, auch als eine Form der Gegenseitigkeit interpretiert werden könne.

„Es ist eine Form des Dankes. Auch wir haben uns immer an sie gewandt, wenn Not am Mann war. Es ist also auch eine Art Dankeschön Paraguays an Argentinien für die Hilfe, die wir erfahren haben“, so Morel.

Der Stadtrat betonte zudem, dass das Allgemeine Krankenhaus von Itapúa die Versorgung ohne Diskriminierung nach Nationalität aufrechterhält und allen Hilfe leistet, die die verfügbaren Dienste benötigen. „Wer Hilfe braucht, wird versorgt“, bekräftigte er und hob dies als einen der positiven Aspekte des Wachstums des regionalen Gesundheitssystems hervor.

Zudem würdigte Morel die Arbeit des Direktors des Krankenhauses, Dr. Juan María Martínez, für dessen Einsatz an der Spitze der Einrichtung. Trotz bestehender budgetärer und wirtschaftlicher Einschränkungen leiste das Krankenhaus mit den verfügbaren Mitteln hervorragende Arbeit. „Mit den Mitteln, die man hat, wird gute Arbeit geleistet“, drückte er aus.

Die hohe Zahl an Behandlungen argentinischer Staatsbürger ist einer der Indikatoren für die wachsende Bedeutung des Allgemeinen Krankenhauses von Itapúa in der Grenzregion. Damit festigt es seine Rolle als Referenzzentrum – nicht nur für paraguayische Patienten, sondern auch für Menschen aus dem Ausland.

Wochenblatt / Itapúa Noticias / Beitragsbild Archiv

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