Große Demonstration gegen Cartes Regierung angekündigt

Asunción: Am morgigen Dienstag um 11.00 Uhr werden vor dem Heldenpantheon der Hauptstadt diverse Sektoren der Gesellschaft die Gründung der Stiftung „Demokratische Koordination“ publik machen. Diese neue Gruppe besteht aus Sektoren der Bildung, Gewerkschaften, Politiker und sozialen Bewegungen.

Diese Stiftung bündelt all die Gruppen, die mit der Handhabe des Präsidenten unzufrieden sind. Eine erste große Demonstration gegen den Regierungsplan von Cartes, die Ende des Monats stattfinden soll, beinhaltet Mitglieder der Lehrerschaft die mit dem Misserfolg der Forderungen für eine höhere Rente sowie den Lohnkürzungen ihren Unmut zum Ausdruck bringen wollen. Außerdem verbindet es auch die, die eine privat-öffentliche Allianz missbilligen und einen Generalstreik trotz nicht vorhandener Dieselpreiserhöhung für notwendig halten.

Die drei Grundsäulen dieser Verbindung sind Carlos Parodi von der Lehrergewerkschaft FEP, Senator Sixto Pereira von der Partei Frente Guasu und Luis Aguayo, Ex Vizepräsidentschaftskandidat der Linken, als Vertreter der Campesinos. Allerdings werden sich auch Ande Mitarbeiter, Lastkraftwagenfahrer, Auto-Aufpasser und Taxifahrer der Hauptstadt beteiligen.

(Wochenblatt / La Nación)

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16 Kommentare zu “Große Demonstration gegen Cartes Regierung angekündigt

  1. Kommt mir doch bekannt vor! Alle Habenichtse und Freizeitdemonstranten vereinigt.Wie beim DGB der mit Musik Kapellen Bunten Rahmenprogram Freie Getränke und Würstchen diese Mase von Marionetten in Deutschland auf die Straße lockt.Ob das hier auch so ist das alle diese Hand aufhalter und Speichellecker aus den Löchern kommen.
    Frage mich nur Wen oder Was wollen sie davon überzeugen das der neue Präsident schlechte Politik macht? Mich auf keinen Fall!!!!! Aber das wusten ja Einige von den hier kommentatierenden Leuten.

    1. Das sind nur Demonstrationen derer die alles Geschenkt haben wollen , und die Lehrer sind eines der schlimmsten Ûbel des Landes
      Den manche könnte Unterricht bei ihren Schülern nehmen.
      Ausserdem sind sie auch nicht berreit sich weiter zu Bilden !
      Man kann sie nur als Prepotentes Gesindel betrachten !
      Den Rest meiner Gedanken er Spar ich mir lieber sonst werd ich GLÕSCHT ………………………..

  2. Da H.C. weder im Parlament, schon garnicht in der eigenen Partei mehrheitsfähig ist, wird ihm zur Durchsetzung seiner Vorhaben nichts anderes übrig bleiben, als sich die nötigen Stimmen auf die gleiche Art und Weise zu beschaffen, wie es fast alle anderen Präsidenten vor ihm getan haben. Allerdings hat er hier die Möglichkeit, sich als wahrer und auch ehrlicher Makler zum Wohle des Landes und seiner Menschen zu beweisen. Entweder er kauft sich die nötigen Mehrheiten mit Geld aus dem Staatssäckel (also mit Volksvermögen wie die allermeisten vorher…!) oder mit seinen eigenen Millionen (davon hat er ja bekanntlich genügend…! ). Schau’n mer mal….

  3. Asgard du triffst den nagel auf den Kopf.
    Wobei ich eigentlich noch Lugo gerne dabei sehen wuerde.
    Undnatuerlich alle diejenigen dessen Familiensich nun nicht mehr fuer nichts aus dem Staatshaushalt bedienen koennen.

  4. Wie sollen Erzieher(Lehrer) erziehen,wen sie selbst noch nicht erzogen sind.Woher diese nehmen,wen das solange schon so gehandhabt wurde und so auch mit den andern.Wen HC das gelöst bekommt dan geben wir alle Aplaus.

  5. nun, mal andersrum betrachtet, wenn so viele auf die Strasse gehen und gegen einen Mann demonstrieren, der bislang eher für Verändrungen stand, dann fühlen sich wohl viele Günstlinge auf den schlips getreten? Ist das nicht vielleicht ein zeichen dafür, dass Herr Cartes auf die richtigen Wunden drückt? Bislang finde ich korrekt, was der Cartes macht, sicher, ein netter Mann ist er auch nicht, aber welcher Geschäftsmann ist das schon?

  6. Erstens ist bis heute kein Mensch auf die Straße gegangen um gegen Cartes zu demonstrieren. Die paar Linken, die sich heute einfinden werden, kann man wohl nicht als Mehrheit im Volk bezeichnen. Wenn viele von ihnen jetzt durch das Fenster ihre Staatsanstellungen verlassen müssen ist dies nur Recht. Schließlich sind sie auch durch das Fenster (also ohne Ausschreibung) zu den Posten gekommen.

    Lugo hat diesbezüglich den Staatsapparat kräftig ausgebaut und ist einer der Hauptschuldigen an dieser Entwicklung. Die linken Führer haben dabei genauso, wie es die Colorados und Liberalen immer getan haben, nämlich ihre Familien und Verwandtschaft mit den fettesten Posten als erstes bedacht.

    Liberale und auch Colorados waren damit einverstanden, da sie dafür ihren Privatgeschäften als Politiker problemlos nachgehen konnten. Ob Schmuggel, Drogen oder illegale Importe, keiner hat dem anderen ein Auge ausgekratzt.

    Staatliche Institutionen wurden zu kleinen Finanzzentren umfunktioniert mit der Aufgabe, wie können wir den Staat so gut wie möglich betrügen. Man hat dazu immer in den verschiedenen Abteilungen das Zusammengehörigkeitsgefühl in Form von gemeinsamen Fußballspielen mit anschließenden Asados etc. gefördert. Und als dann alle dicke Freunde waren wurde darüber nachgedacht, wie man nun auf illegale (legale) Weise die Stellung dafür benutzen kann um sich im Kollektiv zu bereichern. Ein paraguayisches Erfolgsrezept.

    Wie sagte doch einer der bekanntesten Männer des Landes vor kurzem: Donde se pone el dedo, sale pus. Also wo man den Finger auch immer hinlegt kommt Eiter heraus. Gemeint waren die staatlichen Institutionen.

    Warum wohl sind fast 40% der paraguayischen Staatsangestellten untereinander verwandt? Warum muss der Staat alleine für „Bonificaciones“ also Extravergütungen an Staatsangestellte US$ 350 Millionen in diesem Jahr aufwenden? Das ist immerhin eine 500 KV Leitung von Itaipu nach Asuncion.

    Es darf daher niemanden Wundern, warum wir die schlechteste Schulausbildung am Kontinent haben. Die schlechteste medizinische Versorgung. Eine Million Paraguayer haben nicht genug zu essen, obwohl wir im Fleisch- und Sojaexport eine führende Rolle spielen und und und. Nein, wir reden nicht von einem afrikanischen Staat, sondern von der „Schweiz“ Südamerikas.

    Das sind keine Märchen sondern Fakten. Also Paradies vielleicht für ein paar Einwanderer, wenigstens am Anfang. Aber für einen großen Teil der Paraguayer sicher nicht. Was auch verständlich ist. Das weiß auch H.C. und darum steht die Armutsbekämpfung bei ihm an erster Stelle.

  7. Diese „Lehrer“ sind wie alle Kinder heute entweder von 7 bis 11 oder von 12.30 bis 16.30 Uhr zur Grundschule, also sage und schreibe 4 Stunden täglich. Das Sprachefach Guarani-tete wird hier zeigmässig gleich gelehrt wie Mathematik. Nur, Guarani-tete sprechen selbst die Paraguayer nicht. Dafür müssen die Schüler auch kein Englisch lernen. Singen, Turnen, Malen fehlen gänzlich, ausser dass im Sprachfach „Spanisch“ auch jedes Substantiv gezeichnet wird: Zb. Baum = Arbol = daneben einen Baum zeichnen. Hatten wir nicht sowas wie Geometrisches Zeichnen, ein Fach wo wir nicht auf uns allein gestellt waren, sondern auch Wissen vermittelt wurde? Unterrichtsfach Geschichte? Naja, Columbus hat Amerika entdeckt und Paraguay wurde von Brasilien, Argentinien und Uruguay im Trippleallianzkrieg angegriffen. Griechen, Römer, Neuzeitliche Geschichte? Bill of Rights? Franz. Revolution? Amerik. Unabhängigkeit? Gab es nicht!
    Wirklich schade für die meisten Kinder, denn sie werden nicht die gebildetsten Erwachsenen werden.

  8. Blechtaube, das alles was Du so richtig aufzählst braucht man hier nicht. Nach dem Schulabschluss studiert man in einer der 48 nicht zertifizierten UNIS. Egal was. Es geht nur um den Titel und den bekommt man auch gegen entsprechendes Vitamin C. Und dann nichts wie zum Staat. Dort wird dann selbst der Dümmste reich, mit dem richtigen Parteibuch in der Hand.

    Lehrer wird hier nur derjenige, der sonst kaum Perspektiven hat. Warum wohl schaffen 67% der Lehrer, die in den Staatsdienst wollen, nicht die Aufnahmsprüfung?

  9. @ Asuncioner

    An deinen Kommentaren von Wissen verbunden mit Ehrlichkeit ohne Polemik kommt hier im Forum wohl Keiner vorbei, sie sind sachlich, lehrreich und informativ.
    Danke und mach weiter so.

  10. Asuncioner, Du bist gut, verschafft uns Hintergrundwissen! Was mir nebenbei besonders auffällt, dein Deutsch und deine Grammatik sind einwandfrei. Du schaust dir offenbar deine Beiträge noch einmal durch, bevor Du sie abschickst!

  11. Hallo Asuncioner,
    auch ich danke Dir für die zahlreichen Informationen, die du zusätzlich zu den Artikeln von Herrn Päßler lieferst. Klar, ist es immer wieder interessant und oft amüsant, die Meinungen hier zu lesen, jedoch finde ich Deine Beiträge seit einiger Zeit sehr informativ und sachlich. Bitte weiter so – die ironische Schiene hat mir nicht immer gefallen 😉

  12. liebe leser
    zuerst will ich einmal an ihre ehrlichkeit appellieren.
    es stimmt doch, dass paraguay oft nicht richtig eingeordnet wird und dass man es nur vom hoerensagen kennt und dass es irgendwo in suedamerika liegt.
    welche begriffe werden meist mit paraguay identifiziert ?
    FUSSBALL-HARFENMUSIK-DROGEN und???gab es dort nicht einmal einen diktator alfredo stroessner? welche ist die groesste politische organisation auf der welt? natuerlich
    die UNO mit sitz in new york bei der etwa 200 nationen
    vertreten sind.und ausgerechnet dorthin will man den alfredo dominguez stroessner hinschicken ? denn so heisst er wirklich(eigentlich wuerde er nicht einmal so heissen,weil sein grossvater vaeterlicherseits bei der
    einwanderung in paraguay seinen libanesischen originalnamen abgelegt hat).ich bin sicher, dass wenig informierte landesvertreter bei der UNO glauben wuerden,dass der stroessner-clan immer noch in paraguay
    an der macht ist. wenn cartes diesen alfredo stroessner jun. unbedingtzu einem botschafter ernennen
    will,warum schickt er ihn nicht nach taiwan?ich glaube
    dort hat der name stroessner immer noch einen guten klang. vielleicht auch suedkorea ?
    als cartes von der presse auf diese frage angesprochen
    wurde,vergass er offensichtlich die anweisungen seines
    PR manager.ein reporter wollte etwas ueber alfredo
    stroessner sen wissen.cartes antwortete ironisch.
    „hast du etwas gegen ihn?hat er dir etwa deine freundin
    ausgespannt? ja er hat dir die freundin ausgespannt.“
    auf eine andere frage antwortete er.“was soll das, ich schicke ja nicht den grossvater hin.“ aber dann sagte cartes etwas seltsames.“ ich kenne nur GOLI, den anderen kenne ich nicht.“ das kann doch nicht sein.
    wegen eines devisenvergehens sass mitte der achtziger
    jahre cartes kurzzeitig im gefaengnis und setzte sich dann fuer mehrere jahre nach brasilien ab.als man ihn einmal fragte warum gab er folgende antwort. „er sei
    unter stroessner politisch verfolgt worden“. und jetzt will er ihn nicht gekannt haben ???
    lesen sie ueber diese sache in der ausgabe von ABC vom
    15.10. mit dem titel „TE SACO LA NOVIA“?

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