Grußverweigerung mit Folgen

Viñas Cué: Ein Luftwaffenoffizier sitzt seit vier Monaten in Untersuchungshaft, weil er bei einem Empfang den damaligen Kommandant General Braulio Piris nicht die Hand geben wollte.

Am gestrigen Dienstag wurde öffentlich bekannt, dass Oberst Édgar Duré seit 12 Wochen im Militärgefängnis von Viñas Cué, zusammen mit anderen Befehlsverweigerern aller Dienstgradgruppen einsitzt. Ein persönlicher Zwist mit dem Kommandeur soll der Verweigerung zuvorgekommen sein. Duré, ein mehrfach ausgezeichneter Pilot, Fallschirmspringer und schon im Einsatz bei den Vereinten Nationen, der neben Spanisch und Guarani auch Französisch und Englisch spricht hat 29 Dienstjahre hinter sich. General Piris sorgte dafür, dass er kein Militärattaché in Taiwan wurde.

Bekannt ist nur, dass Untersuchungshaft nicht länger als 20 Tage dauern darf. Anscheinend wird versucht Duré nach einigen Monaten hinter Gittern unehrenhaft zu entlassen. Schon jetzt scheint es finanzielle Einbußen zu geben. Die Ehefrau verließ mit zwei Kindern das Land in Richtung Spanien, um da Geld zu verdienen, während Durés Mutter und ein Sohn ihn regelmäßig besuchen.

Nachdem die Presse das Thema aufgegriffen hatte, kam es zu einem überraschenden Treffen zwischen dem jetzigen Militärkommandeur General Braulio Piris und Präsident Horacio Cartes. Ihm wurde mit einem Kommuniqué erneut versucht zu erklären, warum Duré hinter Gittern ist.

Der Verteidiger des Volkes und Vorsitzender aller Pflichtverteidiger des Landes, Miguel Godoy, nahm sich gleich gestern diesem Fall an und besuchte Duré kurz nach dem Mittag. Dieser bat nur um eine gerechte Strafe. „Wir werden versuchen zwischen der Militärgerichtbarkeit und dem Häftling zu vermitteln, damit Richtlinien eingehalten werden“, so Godoy.

Der Häftling fiel jedoch nicht zum ersten Mal wegen undiszipliniertem Verhalten auf. Auch Fahren unter Alkoholeinfluss leistete er sich schon in der Vergangenheit.

Wochenblatt / Última Hora / Abc Color

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5 Kommentare zu “Grußverweigerung mit Folgen

  1. Unabhängig vom Strafmaß und deren Berechtigung ist doch eines klar: In keiner Armee der Welt würden Widersetzlichkeiten und offene Ablehnung eines Vorgesetzten geduldet. Dieser Luftwaffenoffizier hat offensichtlich seine eigenen Ansichten über Disziplin und Grußpflicht. Eben wieder ein Fall von absoluter IGNORANZ!

  2. Manni, ich weis nicht wie lange Du beim Militär gewesen bist.Natürlich besteht Grusspflicht.
    Als Bock verlierst Du doch maximal einen Pickel, nach einen Jahr ist er wieder da oder auch nicht!
    Ich habe noch nie eine Krähe gesehen die der anderen Krähe ein Auge aushackt, in den Kreisen.!
    Es gibt aber auch Gesetze, Untersuchungshaft maximal 20Tage, alles ander Unrecht!
    Bevor man hier etwas schreibt, sollte man etwas vom Streit mit General Braulio Piris wissen.
    Das Wissen möchte man Verhindern, das dürfte es in sich haben, Warum hat General Braulio Piris hat Oberst Édgar Duré seinen schönen Posten versaut! Warum?Welscher Liebling hat ihn bekommen,ohne Beziehungen geht es nicht!?
    Etwas hat jeder mal angestellt, heilig istz keiner, daran dürfte es wohl nicht liegen
    Militärkommandeur General Braulio Piris und Präsident Horacio Cartes haben sich doch nur getroffen weil es zum Himmelstinkt! Um Rechtzeitig das Gesicht zu waren. Bevor die Klatschblätter kommen.
    Die werden jetzt den Oberst mit einen gutbezahlten Posten ruhig stellen das er die Klappe halten wird.Er bat um eine gerechte Strafe ist Hinweis darauf.

    1. Wolfgang Du liegst richtig. Mein Gedanke ging eher dahin, daß ein Untergebener (ich war beim Militär) auf jeden Fall seiner Grußpflicht nachzukommen hat. Egal ob ihm der Vorgesetzt sympathisch ist oder nicht, oder ob er gegen diesen einen berechtigten Vorwurf in irgend einer Sache vorbringen kann. Das eine hat nichts mit dem anderen zu tun. Sollte es so sein, wie Du vermutest, daß der Oberst gegen den General etwas „im Köcher“ hat, dann müßte ihm klar sein, daß er nur provozieren kann, wenn er wirklich in der stärkeren Position ist. Das aber war er offensichtlich nicht. Dann aber war diese Provokation naiv und ignorant gegenüber allen Dienstvorschriften und Erfahrungen. Nun ist es der Oberst, der am Ende den Schaden trägt und mit ihm vermutlich seine Familie.

      1. Manni was geschrieben Última Hora / Abc Color geschrieben wurde stinkt wie eine Misthaufen!
        Hier bracht man nichts vermuten, hier ist was Faul, der Fisch stink ja schliesslich erst am Kopf und nicht am Schwanz!
        Normal bekommt man dafür ein paar Tage Arrest.Man muss dann schon was anständiges Ausgefressen haben, um so lange zu Sitzen.Wegen der Lapalie wird keiner Entlassen in der Preislage vom Oberst!
        Der Mann ist ein Fuchs, er führt den General vor, bittet um eine gerechte Strafe.
        Die haben schlicht keinen Grund den Mann zu bestrafen. Wer ohne Schuld ist der werfe den ersten Stein sagt man einer.Maximal im Ruhestand können sie ihn setzen,29 Dienstjahre sind eine menge Holz.
        Die Ehefrau verließ mit zwei Kindern das Land in Richtung Spanien, um da Geld zu verdienen.
        In Spanien ist es mit Arbeit schon Jahre lang auch nicht so gut, mit Kindern ist es noch schwerer was zu finden.Ist das wirklich der Grund oder wurde hier die Frau und Kinder erstmal in Sicherheit gebracht.
        Sicherheit ist oft ein Fremdwort in Paraguay!

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