Asunción: Der Milchsektor schließt ein positives Geschäftsjahr ab, das durch eine normale Marktentwicklung geprägt war. Obwohl die Produktion begrenzt blieb und keine Überschüsse verzeichnet wurden, konnte ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage hergestellt werden.
Dies ermöglichte stabile Inlandspreise und sicherte den Erzeugern eine angemessene Vergütung, so Erno Becker, Vorsitzender der paraguayischen Kammer der Milchindustrie (Capainlac).
Er hob zudem hervor, dass zu dieser Jahreszeit gute Angebote verzeichnet werden, was das Ziel unterstützt, die Preise für Milch und andere Lebensmittel zu senken. „Dies war durch die für diese Jahreszeit typische höhere Produktionsmenge möglich“, erklärte er weiter.
Vielfältige Angebote
Es lassen sich zahlreiche Angebote mit einer angemessenen Preissenkung von durchschnittlich etwa 5 % beobachten, vor allem bei allen Milchsorten. Joghurtprodukte hingegen behielten ihre Preise bei, da sie gegenüber Säften und Desserts bereits wettbewerbsfähig sind. „Vielleicht hat jemand die Preise um 10 % gesenkt, aber im Durchschnitt liegt es nicht viel über 5 %“, sagte Becker.
In Bezug auf die Produktion wuchs die Milchwirtschaft in diesem Jahr um 5 % und glich damit den Rückgang des Vorjahres aus. „Im Jahr 2024 hatten wir eine geringere Produktion; dieses Jahr hat sie sich etwas erholt“, erwähnte er weiter. Der Sektor lag nahe an der Marke von einer Milliarde Litern, was einem Wachstum von etwa 50 Millionen Litern pro Jahr entspricht – ein moderater Zuwachs.
Herausforderungen für 2026
Laut dem Capainlac-Präsidenten liegt die Herausforderung für 2026 darin, wettbewerbsfähiger zu werden, um die Exporte zu steigern – insbesondere angesichts der Rückgänge bei den Ausfuhren im Jahr 2025.
„Im Milchbereich müssen wir noch Produktionstechniken finden, die es uns ermöglichen, die Kosten zu senken, um den Export zu bedienen und vielleicht stabilere Märkte zu gewinnen“, gab er an. Er erinnerte daran, dass gegen Ende dieses Jahres, in den letzten zwei Monaten, die internationalen Preise gefallen sind. Dadurch waren die Verschiffungen begrenzt, und in Verbindung mit dem sinkenden Dollarkurs wurden geringere Einnahmen gemeldet. Daher deute die Perspektive für das kommende Jahr nicht auf ein größeres Wachstum hin.
Wochenblatt / La Nación / Beitragsbild Archiv















