Häftling Isaías Raúl Torres verstorben – verurteilt für den ersten „Mord aus Lust“ in Paraguay

Villarrica: Isaías Raúl Torres – zu 40 Jahren Haft verurteilt für den Mord an dem Radiomoderator Agustín Emanuel Bogado Quintana – verstarb an diesem Mittwoch nach einem gesundheitlichen Zusammenbruch in der Regionalstrafanstalt von Villarrica. Die genaue Ursache wurde von den Behörden noch nicht geklärt. Der Fall galt als der erste „Mord aus Lust“ in Paraguay.

In einer Mitteilung bestätigte die Staatsanwaltschaft den Tod des 36-jährigen argentinischen Staatsbürgers Isaías Raúl Torres. Der Mann war im Gefängnis von Villarrica inhaftiert, wo er gegen 20:10 Uhr über gesundheitliche Probleme klagte. Die Vollzugsbeamten brachten ihn in den medizinischen Bereich des Gefängnisses, wo ein schwacher Puls festgestellt wurde.

Nicht bereit ihre Strafe zu büßen

Es wurde das Notfallprotokoll aktiviert, um ihn in das Regionalkrankenhaus von Villarrica zu verlegen. Trotz Wiederbelebungsmaßnahmen (HLW) während des Transports konnten die diensthabenden Ärzte bei der Ankunft nur noch seinen Tod feststellen. Der Fall wurde der Staatsanwaltschaft und einem Gerichtsmediziner für die entsprechende Autopsie gemeldet. Sein Leichnam wurde zur Verfügung der zuständigen Behörden in die Leichenhalle überführt.

Der „erste Mord aus Lust“ in Paraguay

Isaías Raúl Torres verbüßte eine Strafe von 40 Jahren (30 Jahre Haft plus 10 Jahre Sicherheitsverwahrung) wegen besonders schweren Totschlags im Fall des Moderators Agustín Emanuel Bogado Quintana. Das Verbrechen ereignete sich am 8. Februar 2014 im Viertel San Cristóbal in Asunción.

Tödliche Verführung: Das Paar, das aus reinem Vergnügen tötete

Für dieselbe Tat wurde auch seine damalige Partnerin, Gisselle Eliana Millen Otto, verurteilt. Sie nahm sich 2018 das Leben, während sie ihre Strafe im Gefängnis Buen Pastor verbüßte. Wie im Prozess bewiesen wurde, bot das Paar online sexuelle Dienstleistungen an, um seine Opfer anzulocken. Nach der Ermordung des Moderators gingen beide in ein Motel, um die Tat zu feiern.

Wie man dem mörderischen Paar auf die Schliche kam

Die Ermittlungen waren dank der Auswertung von fast 4.000 Textnachrichten auf ihren Mobiltelefonen erfolgreich. In diesen Gesprächen erklärten die Verurteilten, keine Reue zu empfinden, und bestätigten, dass der Mord ausschließlich aus der Lust am Töten begangen wurde, was auf sadistisch-sexuelle psychopathische Störungen hinwies.

Wochenblatt / Última Hora

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