Asunción: Der stellvertretende deutsche Botschafter in Paraguay, Jörg Herrera, hat die Bedeutung des am vergangenen Samstag unterzeichneten Abkommens zwischen der Europäischen Union und dem Mercosur unterstrichen. In einem internationalen Umfeld, das zunehmend von Zollerhöhungen und Handelsbeschränkungen geprägt ist, bezeichnete er den Pakt als einen fundamentalen Schritt.
Die größte Freihandelszone der Welt
Im Gespräch mit Journalisten betonte Herrera, dass das Abkommen die Schaffung der weltweit größten Freihandelszone ermögliche. „Dies ist von enormer Bedeutung, da eine solide Basis geschaffen wird, um Handelshemmnisse zwischen beiden Blöcken abzubauen. Während in weiten Teilen der Welt über die Einführung oder Erhöhung von Zöllen gesprochen wird, setzen wir auf die Erleichterung der Handelsbedingungen“, erklärte er.
Politisches Signal und wirtschaftlicher Start
Der Diplomat erläuterte, dass das Abkommen zwar eine starke politische Komponente habe, der handelsspezifische Teil jedoch bereits in Kraft getreten sei. Er räumte ein, dass die vollständige Umsetzung Zeit in Anspruch nehmen werde, betonte jedoch, dass die Startbedingungen hervorragend seien und einen sehr vielversprechenden Beginn für beide Regionen darstellten.
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Rainer Chaco
Darf ich mich dann an die deutsche Botschaft wenden, wenn meine deutschen Waren wieder im Zoll hängen bleiben? Wenn wieder Zollgebühren erhoben werden? Wenn wieder Sonderzahlungen ohne Rechnung fällig sind?
Das ganze Abkommen ist nur so gut, wie es gelebt wird. Und dies ist in keinem Mercosur-Staat gewollt. Denn die Zollbeamten leben von komplexen und aufgeblähten Zollformalitäten. Und ich sage bewusst Beamte. Denn der Zoll ist ein Amt für den Staat. Und somit wäre es im Verantwortungsbereich der Verwaltung, hier den Beamten Anweisungen zu geben. Denn der Staat sind eigentlich die Bürger im Land, und nicht die Verwaltung. Diese sollte den Bürgern NUR dienen.