Haus und Geld

Asunción: Der Polizist Gustavo Florentín, mutmaßlicher Schütze von Rodrigo Quintana, wurde vom jetzigen Innenminister Geld und ein Haus angeboten, wenn er ganz allein die Schuld auf sich nimmt.

Unteroffizier Gustavo Florentín, angeklagt wegen der Tötung des Studenten Rodrigo Quintana, sagte gestern bei einer Marathonsitzung von 9 Stunden vor Staatsanwalt Hernán Galeano, aus. Florentín erklärte sehr detailgetreu die Vorfälle vom 31. März und dem 1. April 2017.

Nachdem er seine Aussage beendet hatte sprach er kurz mit der Presse. Seine ersten Worte: „Ich war nicht der, der den Schuss abgegeben hat. Ich bin unschuldig“. Danach bestätigte er, dass er vom jetzigen Innenminister Geldangebote erhielt und später sogar noch ein Haus, wenn er die ganze Schuld nur auf sich nimmt. Vor dem Staatsanwalt sagte er das gleiche aus.

„Mir wurden verschiedene Sachen angeboten, aber die Version ändert sich nicht oder etwas wird weggelassen, die Wahrheit ist die Wahrheit“, hob Florentín hervor. Der Einsatzbefehl, so Florentín, kam von Kommissar Amado Cantero. Vom wem der ihn gehabt hat, sollte man jedoch ihn fragen. „Die Polizei ist ein Organ, welches auf Befehlsebenen aufgebaut ist. Ich habe nur meine Pflicht getan“, so der Polizist.

Florentín gab außerdem zu Protokoll, dass sein Kamerad Arnaldo Andrés Báez der war, der den Schuss abgab und Rodrigo Quintana tötete. Florentín wurde schon fünf Mal zuvor zu Aussagen gerufen. Zwei Mal machte er von seinem Aussageverweigerungsrecht gebrauch und drei Mal bat er um eine Aussetzung.

Der Ex Polizeikommandant Críspulo Sotelo sagte schon am Freitag als Zeuge aus. Bei dem hermetisch abgeschirmten Treffen gestand Sotelo ein Anrufe von Horacio Cartes, Tadeo Rojas, José Ortiz und Luis Canillas erhalten zu haben. Obwohl Cartes Anhänger José Ortiz schon als Minister ohne Rang Platz in der Regierung einräumen, sagte Sotelo aus, dass er als besorgter Geschäftsmann Ratschläge haben wollte.

Wochenblatt / Última Hora / Hoy / Abc Color

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1 Kommentar zu “Haus und Geld

  1. Das erinnert mich an den Artikel „Paraguay hat nun ein CSI-Labor“ hier im Wochenblatt. Dennoch stellt es sich wohl als unmöglich heraus herauszufinden aus welcher Waffe das Projektil stammt und wem die Waffe gehört. Wahrscheinlich hat man noch gar nicht an die Möglichkeit gedacht mit den Waffen der mutmaßlichen Täter auf ein Gel-Block zu schießen und dann die Projektile mit demjenigen, welches aus dem Opfer heraus gedöckterlet wurde zu vergleichen. Kann ja mal passieren. Wahrscheinlich ist den Ermittlern auch die Cinta-Skipe ausgegangen um Fingerabdrücke zu nehmen. Kosten immerhin 2 Mil im Fünferpack im Luisito.
    Jedenfalls muss der Angeklagte und seine Kollegen den Überfall auf die Parteizentrale der Liberalen alleine geplant und ausgeführt haben, denn der verantwortliche Polizeikommandant habe den Einsatzbefehl erst eine Stunde nach dem Überfall erteilt. Das liegt so im Wesen eines kleinen Polizisten eigenständig Einsatzpläne auszuarbeiten und auszuführen. Weshalb Präsident, Innenminister und Polizeikommandant weiterhin für das Land tragbar sind.
    Es ist halt wie in Europa heutzutage: Das während der Franz. Revolution angewandte Guillotine-Recht wurde in das Immunitätsgesetz gewandelt und hat sich in den Kreisen der Haupt- und Oberbeatmeten des Staats Haupt-Oberbeatmetenhauses bis heute bewährt.

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