Asunción: Präsident Santiago Peña überraschte mit einem ungewöhnlichen Tonfall während der Vorstellung des Projekts für das neue Krankenhaus in Itauguá. In einer von persönlicher Reflexion geprägten Rede erkannte das Staatsoberhaupt die Herausforderungen an, vor denen er an der Spitze der Exekutive steht, und hinterließ einen Satz, der schnell für Echo sorgte: „Ich schaffe es nicht allein.“
Das Staatsoberhaupt gab an, dass jeder Tag mit einem Gebet beginne, in dem er um Orientierung und Weisheit bitte, um richtige Entscheidungen zu treffen. „Jeden Morgen beim Aufstehen bitte ich Gott, mir den Weg zu zeigen und mir die Fähigkeit zu geben, auf diejenigen zu hören, die mehr wissen als ich“, drückte er vor Behördenvertretern, Technikern und Vertretern des Gesundheitssektors aus, die an der Vorstellung der Krankenhausinitiative teilnahmen.
Seine Erklärungen erfolgen in einem komplexen Kontext für die Regierung. Jüngsten internationalen Messungen zufolge gehört Peña in den letzten Monaten zu den lateinamerikanischen Staatschefs mit den niedrigsten Zustimmungswerten – ein Szenario, das das Regierungslager mit Ankündigungen von Infrastrukturinvestitionen und öffentlichen Maßnahmen in sensiblen Bereichen wie der Gesundheit umzukehren versucht.
Das Projekt des Krankenhauses von Itauguá wurde als eines der Vorzeigewerke der Regierung präsentiert, in dem Versuch, das Gesundheitssystem zu stärken und auf eine historische Forderung der Bürger zu reagieren. Doch der Ton des Präsidenten, der introspektiver als bei anderen Gelegenheiten war, konzentrierte letztlich einen Großteil der politischen Aufmerksamkeit des Tages auf sich.
Wochenblatt / El Nacional















