Heute vor 24 Jahren

Asunción: Verschiedene zivile Gruppen erinnern heute und Morgen an den Sturz von Stroessner und seiner Diktatur, welche sich zwischen dem 2. und 3. Februar 1989 ereignete.

Unter dem Motto „Wir werden keine Neuauflage der Stroessner Diktatur erlauben“ beginnt heute um 18.30 Uhr eine Ausstellung im Museum der Erinnerung, gelegen an der Straße Chile 1066. Alfredo Stroessner ging daraufhin in das brasilianische Exil, wo er auch starb.

„Genaugenommen wurde Stroessner am 3. Februar gestürzt jedoch nicht seine Diktatur. Das repressive Getriebe der Polizei blieb gleich. Der Schwiegersohn und Nachfolger von Stroessner, Andrés Rodríguez, ließ alle Polizisten auf ihren Posten, auch die die zuvor unter dem Deutschstämmigen folterten“, sagte der politische Gefangene Luis Casabianca.

Er und seine Tochter waren Anti-Stroessner Aktivisten die Wert darauf legen die Erinnerung lebendig zu halten, damit Fälle von Verschwunden unter dem Regime nicht abgelegt werden.

Zivile Organisationen veröffentlichten ein Schreiben, worin sie dazu aufrufen den Weg zur partizipativen Demokratie zu stärken der authentisch und sozial gerecht ist, um nicht Tausende aus über 3 Jahrzenten Diktatur vergessen.

Das Komitee der Kirchen für dringende Hilfe (Cipae) veröffentlichte gestern ebenso ein Kommuniqué, in welchem sie dazu aufrufen, nicht das Datum zu vergessen, an dem die düstere Etappe von Alfredo Stroessner zu Ende ging.

„Wir dürfen nicht die Landsleute vergessen, die gegen die Diktatur waren. Viele kämpften und wurden eingesperrt, gefoltert, ermordet oder hatten das Glück ins Exil gehen zu können. Glück deswegen weil sie nur einen Traum hatten von einem Leben ohne Korruption, frei und demokratisch. Nach wie vor bleibt viel zu tun“, drückt das Schreiben aus.

(Wochenblatt / Última Hora / Foto: Hoy)

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12 Kommentare zu “Heute vor 24 Jahren

  1. Nur zur Richtigstellung.

    Andres Rodriguez war nicht der Schwiegersohn von Alfred Stroessner. Seine Tochter war mit dem Sohn, der auch Alfred hiess, verheiratet.
    Auch das alle Folterer im Amt blieben, entspricht nicht der Wahrheit. Sein Cheffolterer z.B.Pastor Coronel wurde am 5. Febr. in Indepedencia verhaftet, wo er sich bei einem Deutschen versteckte.

  2. Wie in Deutschland wegen ein paar toten Kommunisten eine ganze glorreiche Ära des Wohlstandes ,Ordnung ,Sauberkeit ,Arbeit und geicherte Einkommen für die Bauern,Viel ,viel weniger Verbrechen,Morde Plünderungen,Raub,usw,usw zu verunglimpfen ist falsch dagestellt.Es wird wieder nur die Schlechte Seite dagestellt ,ebend Sieger Politik.
    In meiner Meinung werde ich nicht wanken wie viele mit mir,Alfredo Stössner war ein guter Präsident er hat meine ganze Achtung und ich gedenke seiner im Guten. Keiner denkt an die Zeit vor Ihm als das blanke Chaost hier regierte er hat Ordnung gebracht.Glaubt ihr die Kommunisten hätten euch Freiheit gebracht oder die Gegner nicht gefoltert und gemordet???? Dann habt ihr die DDR vergessen!Es sei aber ganz klar gesagt ich bin bei jedem Regiem gegen Folter und Mord.Aber das gute zu vergessen und nur das Schlechte sehen ist Unrecht.

  3. So einer gehört wieder her, da währe kein See schmutzig, keine kínder müssten verhungern, die haustüren könnte man wieder offen lassen, der paraguatscho braucht zucht und ortnung

    1. Hallo Anton,
      das ist zwar sehr drastisch formuliert, spiegelt aber auch das wider, was mir viele ältere Paraguayer, die die Zeit selbst erlebt haben, berichten.
      Klar, Stroessner wurde von den USA unterstützt, damit er den Komunisten das Leben schwer macht. Die restliche Bevölkerung, hatte aber ein sehr angenehmes Leben.
      Und wem es nicht gefiel, hatte die Möglichkeit ein anderes Land zu suchen. Nach dem, was mir berichtet wurde, hat Stroessner niemanden an der Ausreise gehindert.
      Und die Vorteile gegenüber heute, hast Du ja schon beschrieben.

  4. Damals gab eben nur einer der Befehle gab. Verstaendlicherweise war das natuerlich vielen die auch gerne befehlen wollten nicht recht. Sie gingen dann ins Exil, einige sogar nach Moskau, dem Land ihrer Heilsbotschaft.
    In den vorhergehenden 35 Jahren der Regierungszeit Stroessners hatte Paraguay 18 Praesidenten, wohl eine Glanzleistung der Unstabilitaet.
    Nun ist ja alles viel besser geworden, geringere Kriminalitaet, gute oeffentliche Verwaltung ohne Korruption und saubere Volksvertreter im Parlament.

  5. Und unter Stroessner ging es sauber zu? Hast du schon mal was von den ganzen Landendeignungen gehört. Und seit wann gibt es diese riesigen Estancias – nicht erst seit Lugo, nein, da hat der so saubere Diktator seine Unterstützer belohnt. Und das sagen nicht nur „Kommunisten“ – das kann man mit etwas Grips (der hier bei der Hitze bei vielen geschmolzen zu sein scheint) sogar selbst herausfinden.

    Aber mal abgesehen davon – Das Land braucht wirklich eine starke Regierung, die hart durchgreift, aber keine Diktatur. Man kann auch ein Land hart, aber demokratisch regieren.

  6. der ewige krieg, das ewige hin und her: „gut gegen boese“ oder umgekehrt: „boese gegen gut“, scheint wohl nie zu enden.. (bezieht sich auf das allgemeine weltgeschehen).

    ist ja auch irgendwie verstaendlich, da ein jeder meint: „er“ sei das gute!

  7. War da gerade Karneval oder liefen bzw. fuhren die zwei grossmauligen Clowns auf dem Foto immer so rum? Das erinnert mich an Bilder vom grossgekotzten Fettsack Göbels. Um so mehr freut es mich um deren tiefen Fall nach der Aufdeckung ihrer Morde und Greueltaten. Vor Gericht ist denen wohl ihr dummes Grinsen vergangen, auch wenn es für Einsicht bezüglich ihrer Folter- und Verfolgungsbefehle wohl mehr Intelligenz braucht als sie ein Hering besitzt (der Hering (Fisch) vergisst was 3 Sekunden vorher geschag).

    Gerne würde ich mit den zwei Herren ohne Beisein ihrer Folterknechte – mit ihnen allein – in den Schnee und denen tüchtig eins aufs Maul hauen, im Namen von Tausenden, die mit Schlägen und Misshandlungen zu Tode geprügelt wurden. Aber solch Kleingeiste konnten sich ja nur mit Knüpel und Peitsche aufrechterhalten.

    Sehr geehrte Damen und Herren, Recht und Ordnung kann man als Oberbefehlshaber eines Landes auch anders als mit Hitler- und Bush-Clan-Methoden erreichen. Natürlich kann mit dem Instrumentarium von Angst- und Folterverbreitung die Kriminalität dezimiert werden, doch es geht auch anders, zB. indem man den Polizeikräften und der Justiz menschenwürdige Signale sendet.

    Um ein paar Strassen zu bauen braucht es keinen korrupten Polizeistaat, damit grossgekotzte ex-Militärköpfe in Saus und Braus leben können und andere nix zu Fressen haben. Stroessner und seinen Vasallen mag es gut gegangen sein, aber die Kehrseite der Medaille ist uns bekannt, um so mehr verachte ich, dass es heute noch Menschen gibt, die Stroessners Gedankengut tolerieren, ja sogar als richtig empfinden (vgl. Kommentare).

    Was hat dieser Stroessner dem Land Paraguay gebracht, außer dass heute 40 Jahre danach Besitztümer von Grund und Boden rechtlich im Unklaren sind, weil dieser Stroessner riesige Ländereien seinen Vasallen geschenkt hat? Waren die verschenkten Ländereien sein Besitztum? Nein. Das Volk bestohlen, beraubt, belogen und betrogen hat OberhauptoberFritz Stroessner, um sich einen Platz in der Geschichte zu sichern. Nun hat er seinen Platz in der Geschichte: Diktator, welcher sich mit Gräueltaten an der Macht hielt.
    Je glänzender der Lack, desto korrupter der Sack. Mein Glückwunsch Herr Stroessner.

    Dem Stroessner mag ich nur dies zu Gute halte, als dass er im Grunde genommen nix für seine primitive Denkensweise konnte, schliesslich war er mehr als sein halbes Leben im Homoverein Militär. Es zeigt einfach wieder einmal, dass es zum Regierungschef schon ein wenig viel mehr an Bildung bracht als mit Angst und Schrecken ähm „Menschen zu führen“. Das andere Extrem sind die Kirchenfritzen die genau so wenig davon verstehen, wie eine Volkswirtschaft mit menschenwürdigen Mitteln geführt werden sollte.

    Ja, ich bin kein Volkswirtschaftswissenschaftler, erhebe aber auch nicht den Anspruch darauf Präsident zu werden. Das Volk ist gut damit beraten einen Präsidenten bzw. Parteien der Mitte zu wählen. Extremismus schadet dem einfachen Volke, welches immer noch die Mehrheit ist und fördert nur den verbrecherischen Wohlstand einiger weniger Hampelmänner.

    Ganz Südamerika ist seit 1823 geprägt von Diktatoren, welche dem Kontinent einen ökonomischen Stillstand und Verbrechen an der Menschlichkeit bescherten. Heute ist leider in Südamerika das andere Extrem Kommunismus aktuell, welches den Kontinent auch nicht weiter bringt. Die Ökonomien der Erstweltländer haben das Lachen.

  8. War da gerade Karneval oder liefen bzw. fuhren die zwei – wie großmaulige Clowns – auf dem Foto immer so rum? Das erinnert mich an Bilder vom lipiden Großmaul Göbels. Um so mehr freut es mich um deren tiefen Fall nach der Aufdeckung ihrer Morde und Gräueltaten. Vor Gericht ist denen wohl ihr dummes Grinsen vergangen, auch wenn es für Einsicht bezüglich ihrer Folter- und Verfolgungsbefehle wohl mehr Intelligenz braucht als sie ein Hering besitzt (der Fisch Hering vergisst was 3 Sekunden vorher geschah).

    Gerne würde ich mit den zwei Herren ohne Beisein ihrer Folterknechte – mit ihnen allein – in den Schnee und denen tüchtig eins aufs Maul hauen, im Namen von Tausenden, die mit Schlägen und Misshandlungen zu Tode geprügelt wurden. Aber solch Kleingeiste konnten sich ja nur mit Knüppel und Peitsche aufrechterhalten.

    Sehr geehrte Damen und Herren, Recht und Ordnung kann man als Oberbefehlshaber eines Landes auch anders als mit Hitler- und Bush-Clan-Methoden erreichen. Natürlich kann mit dem Instrumentarium von Angst- und Folterverbreitung die Kriminalität dezimiert werden, doch es geht auch anders, zB. indem man den Polizeikräften und der Justiz menschenwürdige Signale sendet (Vgl. Obama vs. Bush).

    Um ein paar Strassen zu bauen braucht es keinen korrupten Polizeistaat, damit großmaulige ex-Militärköpfe in Saus und Braus leben können und andere nix zu Fressen haben. Stroessner und seinen Vasallen mag es gut gegangen sein, aber die Kehrseite der Medaille ist uns bekannt, um so mehr verachte ich, dass es heute noch Menschen gibt, die Stroessners Gedankengut tolerieren, ja sogar als richtig empfinden (vgl. Kommentare).

    Was hat dieser Stroessner dem Land Paraguay gebracht, außer dass heute 40 Jahre danach Besitztümer von Grund und Boden rechtlich im Unklaren sind, weil dieser Stroessner riesige Ländereien seinen Vasallen geschenkt hat? Waren die verschenkten Ländereien sein Besitztum? Nein. Das Volk bestohlen, beraubt, belogen und betrogen hat Oberhauptfritz Stroessner, um sich einen Platz in der Geschichte zu sichern. Nun hat er seinen Platz in der Geschichte: Diktator, welcher sich mit Gräueltaten an der Macht hielt.
    Je glänzender der Lack, desto korrupter der Sack. Mein Glückwunsch Herr Stroessner.

    Dem Stroessner mag ich nur dies zu Gute halte, als dass er im Grunde genommen nix für seine primitive Denkensweise konnte, schließlich war er mehr als sein halbes Leben im Homoverein Militär. Es zeigt einfach wieder einmal, dass es zum Regierungschef schon ein wenig viel mehr an Bildung bracht als mit Angst und Schrecken ähm „Menschen zu führen“. Das andere Extrem sind die Kirchenfritzen, die genau so wenig davon verstehen wie eine Volkswirtschaft mit modernen Mitteln geführt werden sollte.

    Ja, ich bin kein Volkswirtschaftswissenschaftler, erhebe aber auch nicht den Anspruch darauf Präsident zu werden. Das Volk ist gut damit beraten einen Präsidenten bzw. Parteien der Mitte zu wählen. Extremismus schadet dem einfachen Volke, welches immer noch die Mehrheit ist und fördert nur den verbrecherischen Wohlstand einiger weniger Hampelmänner.

    Ganz Südamerika ist seit 1823 geprägt von Diktatoren, welche dem Kontinent einen ökonomischen Stillstand und Verbrechen an der Menschlichkeit bescherten. Heute ist leider in Südamerika das andere Extrem Sozialismus aktuell, welches den Kontinent auch nicht weiter bringt. Die Ökonomien der „Erstweltländer“ haben das Lachen.

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