Hochsommer mit Hitzerekorden und kein Wasser

Asunción: Zwei Pumpen der staatlichen Sanitärgesellschaft Essap sind defekt und das noch dazu im Hochsommer mit Hitzerekorden. Laut dem Unternehmen haben diese defekten Geräte aber keinen Einfluss auf die Versorgung mit Wasser. Die Kunden sehen das aber anders, denn es hagelt Beschwerden.

Zwei der neun Rohwassersaugpumpen der Essap in Viñas Cue sind nicht in Betrieb, aber die Techniker sagen, dass dies keinen Einfluss auf die Behandlungskapazität der Trinkwasseraufbereitungsanlage hat. Es gibt jedoch Stadtteile in Asunción und der Metropolregion, in denen die Kunden unter einem Mangel an lebenswichtiger Flüssigkeit leiden.

Der Generalmanager von Essap, Carlos Antonio López, sagte: „Wenn wir uns in einer Notsituation befinden, sind wir die Ersten, die sich um die Benachrichtigung der Kunden kümmern“. Er erklärte, dass sie neun Rohwasserpumpen haben, normalerweise arbeiten sieben und zwei sind im Standby. „Je nach Verbrauch werden die Elektropumpen gestartet und wir haben eine Grenze, nämlich die Behandlungskapazität, die vorgestern überschritten wurde, aber wir steigern die Produktion, ohne die Qualität aus den Augen zu verlieren“, sagte er.

Sie nahmen die Pumpe heraus, um den Berichten zufolge Anpassungen vorzunehmen. Dann haben sie sie ersetzt. Auf der anderen Seite teilte López mit, dass sie darauf warten, bis eine andere Pumpe repariert sei. Am 21. November war eine durch Ansaugen eines Kunststoffbeutels funktionsunfähig geworden.

Während diese Pumpe beschädigt war, wurde eine andere gewartet, was dazu führte, dass die Trinkwasseranlage mit sieben der neun Pumpen betrieben wurde. Trotzdem konnten laut der Essap weiterhin 446.000 Kubikmeter Wasser pro Tag produziert werden.

Aber die Kunden sehen das anders. Zum Beispiel beschweren sich Nutzer aus den Stadtvierteln Obrero, Sajonia in Asunción, Lambaré, Fernando de la Mora, Roque Alonso usw. bitter über den miesen Service.

Es gibt Tage und Stunden, an denen kein Tropfen Wasser aus den Hähnen austritt. Während einige sagen, dass sie zwar Wasser haben, behaupten andere, dass die lebenswichtige Flüssigkeit mit wenig Druck einhergeht. Eines der schwerwiegenden Probleme des Essap ist das nicht gezählte (nicht abgerechnete) Wasser, für das sogar ein Management mit 20 Beamten zuständig ist.

Nach Berechnungen verliert das staatliche Unternehmen in seinem Werk in Viñas Cue die Hälfte des aufbereiteten Wassers aufgrund von Rohrbrüchen und illegalen Verbindungen. Das heißt, dass von 446.000 m³, die pro Tag produziert werden, 223.000 m³ auf dem Weg verloren gehen.

Insgesamt hat die Essap 330.000 Kunden und 2.100 Beamte (sie können aber nur mit der Hälfte operieren, sagen sie). Es gibt also für 157 Kunden jeweils einen Angestellten.

Wochenblatt / ABC Color / Foto Archiv

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2 Kommentare zu “Hochsommer mit Hitzerekorden und kein Wasser

  1. „war eine durch Ansaugen eines Kunststoffbeutels funktionsunfähig geworden“…“Trinkwasseranlage“
    Täusche ich mich oder haben Kunststoffbeuten generell nichts im Trinkwasser verloren?
    Oder bin ich da zu pingelig?

  2. Christian, Du bist zu pingelig. Natürlich gehören Kunststoffbeutel und Klopapier sowie halb geschredderte Windeln ins Trinkwasser. Laut Aussage von Ersan, handelt Essap, mehr als gefordert von den Hygiene Vorschriften. Also alles grün. Würde ich son Wasser verkaufen, wäre ich schon tot.

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