Hochwasseropfer verkaufen gespendetes Material

Asunción: Sie sind von dem Hochwasser des Paraguay-Flusses betroffen und in Notunterkünfte umgesiedelt worden. Hilfsgüter, die ihnen zur Verfügung gestellt worden sind, verkaufen einige, um sich persönlich zu bereichern.

Betroffenen Hochwasseropfer gaben an, dass es mehrere Familien gebe, die den Verkauf der von den Behörden verteilten Hilfsgüter professionell betreiben würden.

Vor allem Furniere, Blechplatten und Sperrholz wird am häufigsten angeboten ebenso wie Lebensmittel, sagten die Betroffenen.

„Mehrere schwarze Schafe haben Blechplatten von der Verwaltung (Asunción) und vom Notstandsekretariat SEN erhalten, d.h, die gleiche Familie wird von zwei Behörden unterstützt. So erhalten sie mehr als eine Leistung. Die überzähligen Hilfsgüter werden an Bedürftige verkauft. Das Problem ist, dass wir uns alle hier kennen und es ist unfair, dass einige mehr als das Notwendige erhalten und andere am wenigsten“, sagte einer der Betroffenen aus der Gegend von Bañado Tacumbú, der aus Angst vor Repressalien die Anonymität bevorzugte.

Vertreter aus der Behörde SEN und der Stadtverwaltung von Asunción werden die Vorwürfe untersuchen.

Wochenblatt / ABC Color

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4 Kommentare zu “Hochwasseropfer verkaufen gespendetes Material

  1. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Genauso tun es die Indianer in Kanada.
    Die Regierung baut ihnen Haeuser und dann nehmen sie und brechen die Innenwaende ab (die sind dort aus Holz) um Feuerholz zu haben im Winter.
    Naechstes Jahr geht der Spass von neuem los – mit einem brandneuen Haus von der Regierung.

    Wie sehr sich doch die Eigeborenen alle aehneln – und der paraguayer hat einen hohen Prozentsatz indianischen (Guarani) Blutes in sich – worauf man auch noch stolz ist.
    Der Moment muss halt ausgenutzt werden (Opportunismus, Pragmatismus, Utilitarismus) denn morgen koennen die Sachen schon vom Nachbarn gestohlen worden sein.

  2. Beim letzten größeren Hochwasser kamen Spenden aus dem Ausland, vor allem Hygieneartikel wie Seife und Zahnpasta. Die Spenden wurden zwar ordnungsgemäß verteilt, weil die Leute aber damit nichts anfangen konnten, wurden die dann auch im Zentrum von Asuncion verkauft. Hier wird sich nichts ändern. Die sich im obigen Artikel beschweren sind nur neidisch, weil sie nicht auch mehrfach Leistungen erhalten haben. Haben sich halt zu dumm angestellt.

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