Horacio Cartes erstattet Anzeige wegen angeblicher politischer Verfolgung

Asunción: Der Präsident der Colorado Partei, Horacio Cartes, hat bei der Staatsanwaltschaft eine Klage gegen alle Verantwortlichen für die politische Verfolgung eingereicht, der er angeblich zum Opfer gefallen ist und die auch den Sturz und die Zerstörung der Colorado-Partei zum Ziel hatte.

Die Ankündigung erfolgte durch den Rechtsanwalt Pedro Ovelar, der die Motive des ehemaligen Präsidenten erläutert und auf die begangenen Straftaten hinweist, nämlich: 1) Falsche Anzeige (Art. 289 des Strafgesetzbuches), 2) Vortäuschung einer strafbaren Handlung (Art. 291 des Strafgesetzbuches), Verfolgung Unschuldiger (Art. 310 des Strafgesetzbuches), kriminelle Vereinigung (Art. 239 des Strafgesetzbuches) und Usurpation öffentlicher Funktionen (Art. 241 des Strafgesetzbuches).

Sie verweist auch darauf, dass die politische Verfolgung durch die Übertretung der oben genannten Strafartikel in einer kurzen Zusammenfassung zusammengefasst werden kann, in der es heißt: “Seit 2018 haben politische Gruppen kontinuierlich und systematisch falsche Informationen und Behauptungen mit manipulierten und verzerrten Tatsachen erzeugt, die darauf abzielten, Horacio Cartes aus dem öffentlichen Leben zu entfernen und seine politische und wirtschaftliche Freiheit zu beeinträchtigen”.

Zu diesem Zweck hätten sie sich verschiedener staatlicher Stellen bedient, um Lügen zu verbreiten, und vor allem versucht, Kontakte zu ausländischen Stellen, insbesondere in Brasilien und den Vereinigten Staaten, zu knüpfen, die sie mit ihren falschen Informationen getäuscht hätten, was zu Verfahren und Sanktionen gegen Präsident Horacio Cartes und die Unternehmen seiner Gruppe geführt habe.

Nach diesen Zusammenfassungen kommen sie zu dem Schluss, dass “es unbestreitbar ist, dass alles Teil einer großen Verschwörung war, durch das Durchsickern von Daten, die bei korrekter Analyse keinerlei Relevanz haben, die aber in den Händen der Verfolger dazu beitrugen, Prozesse und Sanktionen zu erzeugen, durch die totale Verletzung der Regeln der Vertraulichkeit und des ordnungsgemäßen Verfahrens, die Zerstörung der Institutionalität und die Erzeugung eines großen Medienechos durch ihre Verbündeten in den Medien, die nicht daran interessiert sind, zu informieren, sondern entschlossen sind, den Sturz der Colorado-Partei herbeizuführen”, schloss Ovelar auf seinem Twitter-Account.

Wochenblatt / El Nacional

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8 Kommentare zu “Horacio Cartes erstattet Anzeige wegen angeblicher politischer Verfolgung

  1. Wirklich? Cartes ein “politisch Verfolgter”? Auf die Idee muß man erst mal kommen. Wenn das so wäre, könnte Cartes doch im rot-grünen Deutschland um Asyl bitten. Hohe Sozialleistungen und unbürokratische Zuerkennung der deutschen Staatsangehörigkeit mit Aussichten auf ein politisches Amt wären ihm dort sicher. Das Wirtschaftsministerium unter derm Märchenerzähler Habeck praktiziert das ja bereits so. Oder war das jetzt nur ein Witz, oder der Beginn einer politischen Verfolgungskampagne gegen seine politischen Gegner? Das wird noch spannend. Und die USA liefert weiterhin keine Beweise für ihre schweren Korruptionsvorwürfe gegen Cartes, womit sie alle im Regen stehen lassen würden, die sich auf die Richtigkeit dieser Vorwürfe bisher gestützt hatten? Falls das so wäre, wäre das eine riesige Schweinerei der USA und der “falsch gewickelte” Botschafter der USA sollte umgehend zurück beordert werden.

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    1. Manni, die haben Beweise vorgelegt, die auf ” müsteriöse Weise”, geklaut oder Verbrannt sind. Also warum noch mal Beweise liefern, wenn Cartes sowieso die Oberhand über die Justiz hat?
      Wer sollte Cartes politisch verfolgen? Niemand. Weil alle davon leben, den König zu schützen.

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      1. Gegen wen konkret klagt denn Cartes überhaupt? Seine politisch motivierte Klageerhebung bleibt sehr nebulös und außerdem erhebt er den Vorwurf einer angeblichen “Verschwörung” gegen ihn. Cartes nun auch noch ein Verschwörungstheoritiker? Wird ja immer lustiger hier.

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        1. Kann ich Dir auch nicht sagen, aber in erster Linie gegen den USA Botschafter. in zweiter Ebene, gegen alle, die nicht für Ihn sind, und da gibt es nicht viele oder fast gar keinen.

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  2. Gerichtsmediziner Aldo von Knoblauch

    Ich weiß ja nicht, abe ich lebe ja noch nicht so lange im Paraafric wie dieser erheblich korrupte, ehemalige Sträfling im Sicherheitstrakt von Tacumbú. Abe der sollte ja auch wissen, dat hierzulande jederzeit zur hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Polizei und -Justiz wackelnd deine Zeit verschwenden kannst. Wird dein Geschichtchen auch schön fein säuberlich ohne Überprüfung in den C-16 eingeadlert und ausgedruckt. Meine Keramikabteilung ist davon schon vollgekleistert. Abe der Multimilliardär und größte Arbeitgeber – insbesondere der hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Justiz – vom Paraafric hat ja ein größeres Hüüüüüsli als ich und noch viel Platz. Die Eingeborenen machen dat noch schlauer als ich und verwenden die Geschichtchen als Müllanfackelhilfe. Mañana kann er vorbei um sein Geschichtchen ausgedruckt abzuholen. Was er sicher auch tun wird und nach ein “paar Mañana” hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Justiz Vorbeiwackelns kann er nach er nach einer Warteizeit von ca. zwei Stunden sein Geschichtchen, pardon, seine Deko, mitnehmen. Dann kann er sich Anwälte nehmen, die bei hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Gerichtchen einen Prozess anteigen und warten auf unbestimmten Ausgang der Verhandlung zwischen sieben und dreißig Jahren. Ich glaube nicht, dass den dort bei hiesig Vollprofi-Prästeinzeit-Justiz jemand kennen will und sein Geschichtchen VIP-mäßig behandelt wird. Ich weiß ja nicht, abe ich lebe ja noch nicht so lange im Paraafric wie dieser erheblich korrupte, ehemalige Sträfling im Sicherheitstrakt von Tacumbú. Abe ich dat schon wissen. Naja, auch er wird es noch lernen. Dat ist ganz ähnlich wie beim Müllabfackeln bei Regenbegin.

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  3. Wer sind denn die “Verantwortlichen”? Kann das dieser Mafia-Anwalt auch benennen oder steht in der Klage wirklich nur Verantwortliche? Don Cartes wird langsam paranoid, so wie alle mächtigen Männer. Da eigentlich nur ein bestimmter Kerl*in in Vertretung eines Staates wohl gemeint ist, sollte man ihm sagen, dass der Typ*in diplomatische Immunität geniesst und bestimmt noch ein Weilchen hin in Paraguay bleibt, weil die Männer so heiß sind und die Regenbogen-Agenda vorantreiben will. Armer Cartes. Im Prinzip kann er den Kopf von jedem haben, aber hier beißt er auf Granit. Naja, er muss seinen Ruf wieder etwas sauber waschen. Der arme Mann hat schließlich die letzten fünf Jahre so gelitten, jetzt muss abgerechnet werden.

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  4. Der Wind dreht sich. Manch einer wird sich wundern. Auch ein Herr Mario Abdo Benitez. Oder zum Beispiel die Dueños von ABC. Oder bestimmte Redakteure, die unter dem Deckmantel des Journalismus Straftaten begangen haben. Auch im “Wochenblatt” wurden Behauptungen und Verleumdungen ohne jeden Beweis veröffentlicht. Übrigens wurden gestern in Bogotá der Sohn des kolumbianischen Präsidenten und seine Frau wegen Veruntreuung und Geldwäsche verhaftet. Mal sehen was auf den Konten von Mario Abdo Benitez und seinen Ministern zu finden ist. Das werden interessante fünf Jahre.

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