Ich würde gerne eine Tankstelle eröffnen, habe aber kein Geld

Asunción: Wer sich gefragt hat, weshalb das staatliche Petropar-Tankstellennetz unter der Cartes Regierung so schnell wuchs, obwohl der Markt schon gesättigt war, erhält hier die haarsträubende Erklärung.

Um den privaten Mineralölanbietern Marktanteile wegzuschnappen, war es der Petropar nicht genug nur ihre Kraftstoffe unter dem üblichen Marktniveau an Endkunden abzugeben. Zukünftige Pächter bekamen, wenn sie wichtige Parteimitglieder waren, die komplette Tankstelle vorfinanziert. Angeordnete wie Clemente Barrios, Basilio “Bachi” Núñez aus Villa Hayes oder Del Pilar Medina, die Horacio Cartes immer den Rücken freigehalten haben, erhielten diese spezielle Finanzierungsmethode in Höhe von mehr als 100.000 US-Dollar neben vielen anderen Bürgermeistern und Parteibüroleitern. Demnach ist es nicht verwunderlich, dass die Petropar keinen echten Gewinn machte und zudem noch Kraftstoffe auf Kreditbasis ausgibt und die Schulden nicht eintreibt. Als zuletzt die Petropar Preiserhöhungen ankündigte, und sich ein Gruppe dagegen zu wehren versuchte, ist nun klar, dass das komplette Tankstellennetz politisiert ist, um nicht zu sagen “vercartesiert“ wurde.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Ich würde gerne eine Tankstelle eröffnen, habe aber kein Geld

  1. Sie werden auf die Schnautze fallen.Einkaufspreis und Verkaufspreis muss stimmen.Entweder die Petropar geht vor die Hunde,damit zahlt letztendlich der Steuerzahler oder der Tankstellenbetreiber ist Pleite-Konkurs.
    Wenn BenItez schlau ist, lässt er Petropar die Außenstände treiben.Er saniert das Unternehmen fast zum „Null Tarif“! Clemente Barrios, Basilio “Bachi” Núñez aus Villa Hayes ;Del Pilar Medina u.a. das sind alles arme Schlucker.Aus einen Konkurs kann man auch Gewinn schlagen!

  2. Es ist ja nicht so, daß Petropar die billigste Tankstelle im Land ist.
    95 er gab es heute an der Ecovia für 5740 G.
    Also Augen auf beim Benzinkauf, zumindest für die, die noch rechen können.
    Wer immer nur für 20.000 G tankt, für den wird der Sprit natürlich nie teuerer.

  3. Johan Moritz van Nassau-Siegen

    Antworten

    Was beschwert ihr euch wegen Petropar. Fuer den Gelben Nafta zahlt ihr da 5740 Gs/Liter? Das ist weit billiger als die mennonitische ECOP Tankstellen den handeln. Da kostet der naehmlich 6500 Gs/L (yep. Soeben nachgeschaut: 6500 Gs/L).
    Das ist mal wieder ein Beweis wie der Privatsektor die Zockerpreise in die Hoehe jagt.
    Als ECOP von den mennoniten Kolonien gegruendet wurde wurden die „weit niedrigeren Preise die wir den Socios anbieten koennen“ als Neues Evangelium angepriesen. Also rund 12% hoehere Preise hat die ECOP mittlerweile verglichen mit anderen Tankstellen.
    Dasselbe Spiel wurde mit der BANCOP getrieben: man garantierte „weit niedrigere Zinsen, Wechselkurse und Kosten“. Mir als socio und Mennonit erlaubt man da bei BANCOP nicht mal ein Konto zu eroeffnen. Das letzte mal als ich da Dollars kaufen wollte war der Dollarkurs da rund 200 Gs/USD teurer als bei Banco Vision z.B. oder anderen Banken.
    Das ganze Kooperativssystem (BANCOP und ECOP gehoeren den mennoniten Kooperativen) ist nichts weiter als ein riesige Abzocke und Pfuhl der mittelalterlichen Pfruendewirtschaft, Postenschacherei, Vetternwirtschaft und I-owe-You (IOY) Gefaelligkeitenwirtschaft (trafico de influencias).
    Letztendlich nuetzten diese Institutionen nur den Komiteemaennern, Oberschulzen, Viehzuechtern und anderen korrupten damit sie sich vom oeffentlichen Amt in die Privatwirtschaft dahinein „parken“ koennen und ein saftiges Gehalt kassieren. Andererseits stellen die politischen Cliquen gerne ihre favoriten, Freunde, Soehne und Toechter und Verwandten in diese Institutionen.
    Der normal Kooperativsbuerger merkt nichts von irgendwelchen Vorteilen die diese Institutionen bieten.

    Also man beschuldige nicht zu sehr den Regierungssektor denn solche mittelalterlichen Uebel werden aufs Froehlichste von den Kooperativen selbst praktiziert.
    Deswegen, nicht der oeffentliche Sektor ruiniert das Land, sondern der private geldgierige Sektor (Kooperativen, Mennoniten, usw.).
    Die Zahlen beweisen alles: 5740 Gs/L (Regierungssektor) versus 6500 Gs/L (Privatsektor).
    Besser ist fast dass die Regierung anfaengt Milch und Fleisch zu produzieren und das dem Privatsektor verbietet. Billigere Preise waeren womoeglich die Folge.
    Auch ANDE darf niemals privatisiert werden. Die mennonitischen Strompreise sind rund 1000mal so teuer (wenn sie den Strom sollen mit ihrer Usina produzieren) als der Strom von ANDE.
    Und diese Zocker planen mittels der MOPC sich die ANDE Stromlinien anzueignen: die Preise wuerden in den Himmel schiessen (und einige wenige mennonitische Zocker wuerden sich niedrige Preise aneignen).
    Also sehr vorsichtig: der Privatsektor produziert ueberteuerte Produkte.

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