Illegaler Holzeinschlag im Schutzgebiet

Die Leiter der Estancia Pindó berichten, dass „landlose Bauern“ in ihr Gebiet eindrangen und insgesamt 800 Hektar Urwald rodeten, 29% der Gesamtfläche.

Im Zuge der laufenden Ermittlungen stoppten Polizeibeamte einen LKW, der sich einige Kilometer von der Estancia auf der Fahrt nach Curuguaty befand. Die Ladung war mit Planen abgedeckt, darunter befand sich frisches Sägeholz. Die Fahrer wurden für ein paar Stunden verhaftetet, wie wir bereits berichteten. Der LKW beschlagnahmt und auf dem Kommissariat in Curuguaty nahm man die weiteren Ermittlungen auf.

Walter Lesme Beaufort, Leiter der Polizeistation von Santo Domingo in dem Departement, erklärte weitere Einzelheiten: „Ein LKW mit drei Achsen befand sich nur wenige Kilometer entfernt von der Estancia und kam von dort. Meine Beamten versuchten ihn anzuhalten, aber der Fahrer wollte flüchten. Bei der anschließenden Verfolgungsjagd, gelang es ihnen, diesen zu stoppen“.

Insgesamt verfügt die Estancia über 4.449 Hektar Fläche, von denen 2.780 Urwald-Charakter besitzen und als Schutzgebiet ausgewiesen sind. Von 2012 bis heute besetzen landlose Bauern, organisiert als “Organisation im Kampf um Land“ (OLT) das Gebiet und führen große Rodungen durch.

Dr. Jorge Gonzalez, Rechtsanwalt von Pindó, klagte über das mangelhafte Vorgehen der Justiz. „Es herrscht Straflosigkeit in dieser Zone. Mehrere Recherchen und Überflüge zeigen ein hohes Maß an Entwaldung mit Hochtechnologie“, sagte er. 17 Personen seien auf frischer Tat festgenommen worden, Haftbefehle wurden bis jetzt immer noch keine ausgestellt, bedauerte Gonzalez weiter.

Örtliche Polizeibeamte sind nicht mehr in der Lage, alle Sattelschlepper mit illegalen Holzladungen zu kontrollieren. Staatsanwalt Jorge Romero will nun aber härter gegen das illegale Treiben vorgehen, er ist mit dem Fall beauftragt worden.

Quelle: La Nación

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