Massachusetts: Alma Ocampos Irala hat eine Geschichte voller Erfolg und Ehrgeiz, die Bewunderung verdient. Absolventin einer staatlichen Schule in Capiatá, glänzt sie heute in den USA, nimmt an NASA-Projekten teil und bildet sich täglich in den Bereichen Wissenschaft, Technologie und Ingenieurwesen weiter.
Dank Stipendien der US-Botschaft und dem binationalen Wasserkraftwerk Itaipú lebt die junge Paraguayerin seit sieben Jahren in den Vereinigten Staaten. In einem Interview erzählte sie von ihrem Weg: „Ich habe an mehreren Projekten direkt in NASA-Einrichtungen teilgenommen. Seit 2023 war ich bei zwei Konferenzen und einem Workshop für Lehrkräfte dabei – dort war ich die einzige Lateinamerikanerin.“
Schwerelosigkeit als lebensverändernde Erfahrung
Irala berichtete von Erlebnissen im Bereich der Raumfahrt, die ihr Leben prägten: „Ich habe an einem Space Camp für Kinder und Jugendliche mit der NASA teilgenommen und einen Mikrogravitationsflug mit der Organisation Space For Humanity absolviert, die für ihr Astronautentraining bekannt ist.“
Dabei stellte sie jedoch klar: „Ich bin keine Astronautin und arbeite auch nicht fest für die NASA, aber ich brenne für die Luft- und Raumfahrt.“
2023 schloss sie ihr Studium in den USA mit einem Bachelor in Mathematik und Pädagogik ab. „Danach erhält man eine dreijährige Arbeitserlaubnis. Ich arbeite derzeit im dritten Jahr in der Personalabteilung eines Krankenhauses in Massachusetts, aber in meiner Freizeit widme ich mich diesen Aktivitäten, weil mich Wissenschaft und Bildung faszinieren“, fügte sie hinzu.
Das Gefühl der Schwerelosigkeit
Besonders lebhaft erinnert sich Irala an ihren Parabelflug, den man umgangssprachlich auch “Kotz-Komet“ nennt, da der Körper extremen Belastungen ausgesetzt ist.
„Man spürt zuerst das Doppelte seines Körpergewichts, und plötzlich nur noch die Hälfte – dann beginnt man zu schweben. Es ist ein herkömmliches Verkehrsflugzeug, das so umgebaut wurde, dass man sich bei den Manövern nicht verletzt. Man schwebt während des freien Falls,“ erklärte sie.
Insgesamt absolvierte das Team zwölf Parabeln von jeweils 25 Sekunden Dauer. „Wir haben die Schwerkraft des Mondes und des Mars erlebt, und schließlich die echte Schwerelosigkeit, in der wir wie Astronauten schwebten. Das Flugzeug zieht dabei die Nase um 45 Grad steil nach oben und geht anschließend in den freien Fall über, um den Effekt zu erzeugen“, fügte sie an.
Ihr Ziel bleibt klar: „Ich möchte in der Wissenschaft und Bildung arbeiten. Die Karriere als Astronautin ist extrem schwierig, ich sehe es eher als Hobby. Aber ich weiß, dass Unternehmen gewöhnliche Bürger ins All bringen wollen – mal sehen, ob ich mich dafür bewerbe.“
Wochenblatt / Cronica















