Imperial verabschiedet sich von Paraguay

Imperial Shopping Paraguay wurde an Hidrovias do Brasil S.A. verkauft. Der Vorstand von Imperial freut sich bekannt zu geben, dass er eine Vereinbarung über den Verkauf seines südamerikanischen Schifffahrtsgeschäfts an Hidrovias do Brasil S.A., einen unabhängigen integrierten Logistikdienstleister mit Schwerpunkt auf Wasserstraßenlogistikdienstleistungen in Lateinamerika, geschlossen hat. Der Stichtag der Transaktion war der 16. April 2021.

Der vereinbarte maximale Unternehmenswert für die Beteiligung an den südamerikanischen Betrieben beträgt 90 Millionen US-Dollar, das entspricht den Angaben zufolge dem 9,6-fachen des EBITDA des Geschäftsjahres 2020.

Imperial will sich strategisch als „Tor nach Afrika“ positionieren. Dazu nicht passenden Geschäftsfelder wurden bereits verkauft oder sollen noch veräußert werden, so wie die verbleibenden Frachtmanagement- und Kontraktlogistik-Aktivitäten innerhalb des internationalen Logistikgeschäfts. Aus diesem Grund wurde die strategische Ausrichtung unseres Geschäfts mit Logistics International gründlich geprüft und beschlossen, dieses Geschäft schrittweise zu verlassen, da es nicht zum Kerngeschäft gehört.

“Hidrovias do Brasil S.A. ist gut positioniert, um das Geschäft auf der Grundlage langjähriger Kundenbeziehungen und hochqualifizierter, erfahrener und motivierter Arbeitskräfte nachhaltig zu betreiben”, sagt Mohammed Akoojee, Group Chief Executive Officer von Imperial. “Wir glauben, dass dies das am besten geeignete Zuhause für die südamerikanische Schifffahrt und ihre Mitarbeiter ist.”

»Diese Akquisition gibt uns eine sehr wichtige operative Flexibilität, die es uns ermöglicht, in Regionen zu operieren, zu denen wir gegenwärtig keinen Zugang haben«, sagt Fabio Schettino, CEO von Hidrovias do Brasil S.A.

Imperial betreibt im Flussgebiet Paraguay-Paraná regelmäßige Verkehre mit Schubverbänden für Verlader aus der Agrar- und Montanindustrie. Diese Aktivitäten waren beim Verkauf der europäischen Schifffahrtssparte von Imperial Logistics an die Kölner HGK noch ausgenommen worden.

Der Erlös der Transaktion wird zur Optimierung der Finanzlage von Imperial und zur kurzfristigen Reduzierung der bestehenden Gesamtverschuldung verwendet und zu gegebener Zeit im Einklang mit der Strategie des Konzerns in neue Wachstumsbereiche investiert.

Wochenblatt / Imperiallogistics

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10 Kommentare zu “Imperial verabschiedet sich von Paraguay

  1. Die Wahrheit ist komplizierter…… der EX-Botschafter Claude Ellner war frueher der Geschaeftsfuehrer von IMPERIAL, eine Duisburger Firma… ich selbst bin in Duisburg geboren und kannte diese Firma natuerlich gut. Claude Ellner hatte aufgrund meiner Strafanzeigen mehrere Steuerstrafverfahren…. IMPERIAL auch….. Claude Ellner arbeitete schon hauptberuflich fuer IMPERIAL, obwohl er noch Botschafter in Paraguay war. Steuerhinterziehungen in Potenz fuehrten dazu, dass IMPERIAL den Geschaeftsfuehrer Claude Ellner verlor…. Hausdurchsuchungen, Steuerstrafverfahren…. Ich arbeite mit meinem Klarnamen, da nicht FEIGE ….

    hier ein Link hierzu…. auch beim WOCHENBLATT gibt es hierzu eine Historie…
    https://www.abc.com.py/tag/imperial-shipping-py/

  2. Warum ist der Artikel im Wochenblatt wichtig? Paraguay ist ein Binnenland. Paraguay hat nur ueber die Fluesse Zugang zum Meer. Die Duisburger Firma IMPERIAL ist in Potenz wichtig. Duisburg hat den weltgroessten Binnenhafen. Dort werden Schiffe fuer die Fluesse gebaut…. Bolivien ist genauso abhaengig, da auch nur ein Binnenland… Aber in Europa sind die
    Binnenlaender sehr reich…. Schweiz, Oesterreich, Luxemburg,… Die Kosten fuer die Verteidigung der Aussengrenzen mit Anschluss zum Ozean sind viel zu hoch…… Bescheidenheit ist besser…

    1. Schweiz, Oesterreich, Luxemburg .. leisten sich aus Gewinn einen Gabelstapler zum Ein- und Ausladen. Im Paragauy bleibt aus Gewinn nichts übrig, laden weiterhin ein paar Jungs mit Händen und Füßen ein-aus.

      1. Die Schweiz ist keineswegs “ein reiches Land”. Das sind in wirklichkeit arme Pinker. Dasselbe fuer die Oesterreicher. Fuer die Schweiz aenderte sich alles als sie ihr Bankengesetz einfuehrten. Ab dann mauserte sich die Schweiz als der Geldaufbewahrungsort “mit Garantie” fuer alle Kriminellen der Welt. Das zahlte sich aus. 1800+ durchlief die Schweiz mehrere Hungersnoete und musste ihre Soehne weltweit auf den Strich schicken als schweizer Soeldner um Golddukaten Heim zu bringen. Ohne ihr Bankensystem ist die Schweiz ein armes Land. Oesterreich weniger so schaffte es aber nicht mal die indigenen Eingeborenen Pancho Villas in Mexiko zu besiegen. Sie wurden gegangen durch ein paar Indianer aus Mexiko und verloren so eine riesige Kolonie. In der Ukraine in Galicien waren die Oesterreicher unter den Mennoniten als “Durchbrenner” bekannt – sie gaben sich schnell geschlagen und liefen aus dem Gefecht gegen die Machnowitza (Nestor Machno) davon.
        Deutschland hat etwa 50% Agrarflaeche. Darauf begruendete sich die Industrialisation samt der Qualitaet eines fleissigen Volkes. Know How besteht in Deutschland, Oesterreich und Schweiz aber keine Naturressourcen. Daher sind die Laender auf Blitzkriege bzw Blitzsiege angewiesen. Kommen die germanischen Heere ins stocken, haben sie den Krieg schon verloren.
        Oesterreich hat eine Anbauflaeche von rund 16% – deutlich weniger als Deutschland. Die Schweiz hat eine Anbauflaeche von etwa 24%. Ob diese Angaben stimmen weiss ich nicht genau, aber Googel spukt dieses auf die Schnelle aus.
        Haben sie jemals schon mal auf einer Sache “Made in Switzerland” oder “Made in Austria” gesehen? – ausser bei Uhren (Schweiz) und Sax Bueroware (Oesterreich).

    1. Danke für Ihren erhellenden Kommentar und ihre Offenheit. In diesem Land blüht bekannterweise die Korruption, verbunden stets mit Lug und Betrug, wie kaum sonst in einem anderen Land der Erde. Das stört die Paraguayer jedoch offensichtlich nicht besonders – im Gegenteil, das wird eher als besonders “clever” eingestuft. Das Interessante jedoch ist, daß nach Paraguay offenbar bevorzugt “belastete” Zeitgenossen kommen und sich hier sehr wohl fühlen. Offenbar macht diese “Freiheits-Sehnsucht” nicht einmal vor ausländischen Diplomaten Halt, wenn man Ihrem Kommentar Glauben schenken darf. Als bekennender Christ, der bis vor der Zeit seiner Einwanderung in dieses “freundliche Land” stets an das überwiegend Gute in den Menschen glaubte, wird man bitter enttäuscht und versteht erst dann die Worte von Jesus: “DER MENSCH IST VON GRUND AUF BÖSE”, er will zwar das Gute (wohl eher für sich selbst) produziert aber meist das Schlechte. Manchmal denke ich an die Worte eines hier bekannten Evangelisten, der mich gleich nach meiner Einreise nach PY mit den Worten empfing: “Dieses Land wird vom Teufel beherrscht und es liegt ein Fluch über ihm, wie ein Laken über einem Leichnam”. Vor nunmehr 17 Jahren verstand ich sein Worte nicht und war über dessen Meinung entsetzt. Heute verstehe ich sehr wohl! Als Zugereister muß man auf der Hut sein, nicht vom “negativen Normalen” infiziert und mitgerissen zu werden. Habe ich richtig verstanden, Sie leben derzeit nicht in Paraguay, sondern in Deutschland?

      1. Bedenke nach Juergen Hass ist Imperial eine Vorzeigefirma aus Deutschland.
        Korrupt bis zum Anschlag.
        Sie sehen also dass in Deutschland wahrscheinlich die Korruption nur institutionell gedeckt und toleriert wird. Denn es kann nicht sein dass Imperial in Deutschland der heilige Saubermann ist und einmal in Paraguay faellt ihnen ploetzlich ein mal korrupt und zum Obergauner zu werden. Die Deutschen kommen schon korrupt in Paraguay an und werden hier keineswegs “von den boesen Paraguayern” in die Korruption gedraengt.
        Korruption muesste eigentlich froehlich bluehen in Deutschland.
        Soziale Indikatoren wie eine geringe Geburtenrate lassen auf das Niveau der Korruption in einem Land schliessen. Wer Ehescheidungen macht mit dem will man auf der Laenge kein Kind zeugen und mit dem kommt man in der Geschaeftswelt auch kaum gut aus – sonst waere diese Person nicht mehrfach geschieden z.B. Eigentlich zeigt sich die korrupte Mentalitaet in der Ehe und spiegelt sich da wieder. Mehrfach geschiedene Personen sind immer Arschloecher und denen kann man im Geschaeftlichen auch nicht ueber den Weg trauen. Scheidungen sind immer teilweise egoistische Handlungen und Egoismus ist die Grundlage sich einen Vorteil im Geschaeft zu verschaffen auf Kosten von anderen durch jegliche Mittel – das nennt man dann Korruption.
        Es ist nur dass der gewoehnliche Deutsche (Arbeitnehmer) noch relativ korruptionsfrei lebt weil er keine Gelegenheit hatte korrupt zu werden und Korruption als was Schlechtes ansieht anstatt diese als “clever” zu werten.
        Siehe der massive Baubetrug in Deutschland durch Bauunternehmer und systemische Ponzi Schema Prellung der Haeuslebauer durch die schnell rechtlich in den Konkurs getriebene und dafuer erklaerte Firma. Das hat mittlerweile System in Deutschland. Die Geschaedigten haben meist nicht mal das Geld fuer den Anwalt.
        Ganz Lateinamerika ist ja aehnlich wie Paraguay. Z.B. was fuer ein Typ Mensch muss man sein wenn man als Mexikaner fast nur davon lebt den Amis Drogen zu verkaufen! Eine groessere Muell Persoenlichkeit kann ich mir garnicht vorstellen.

  3. Die deutschen Gebiete in Mitteleuropa sind nur so reich historisch weil sie die Fluesse Rhein, Donau, etc und viele Wasserwege hatten. Das verbilligte den Transport und ermoeglichte die Kommunikation.
    Dasselbe wie die Mississippi Delta Zone und angeschlossenen Fluessen in den USA.
    Binnenfluesse ermoeglichten in wirklichkeit die Entwicklung Deutschlands und der USA.
    So weit ich weiss baut Paraguay seine Flussschiffe selber in den Werften. Ueberteuerte deutsche Produkte kann sich niemand mehr leisten und benoetigt auch niemand.
    Deutschland hat dasselbe Problem wie Russland – es ist leicht ueberrennbar und benoetigt daher riesige Landmassen als Pufferzonen wo sich feindliche Armeen “totlaufen”. Das hat Deutschland nicht mehr. Die gebirgige Schweiz ist leichter zu verteidigen genauso teilweise Oesterreich.
    Kuesten sind natuerliche Hindernisse fuer Invasoren und so sehe ich nicht warum es kostspielig ist diese zu haben und als Verteidigung zu nutzen. Siehe England im 2. Weltkrieg versus Frankreich, Belgien, Holland. Schon nur der Aermelkanal verhinderte die Invasion.
    Ich hoffe nicht dass sie Bundeswehrstratege sind denn dann haette die Bundeswehr wieder in Null Komma Nichts den Krieg verloren. Japan ist historisch immer vor Invasionen geschuetzt konnte aber selber nur schwer wegen den Winden auf dem Meer in Korea einfallen. Mehrere male segelten die Japsen los und gingen elendiglich im Meer unter – ein paar mal gelang es allerdings in Korea einzufallen.

  4. Interessant sind Eigentuemer Wechsel erst, wenn sie das Eigentum an Hafen Anlagen betreffen. Hier kauft China seit Jahren recht unbemerkt neue Seidenstraßen auf dem Wasser zusammen. Zu Lande baut Paraguay gerade eine Ruta der Seidenstraße und bildet sich noch ein es waere gut fuer die Paraguayer bzw die Amigos

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