Indert verteilte 10 Millionen US-Dollar an Bauernverbände anstatt sie für die Landreform zu nutzen

Asunción: Unregelmäßigkeiten sind beim Institut für ländliche Entwicklung (Indert) leider an der Tagesordnung. Etwa 10 Millionen US-Dollar wurden in zweifelhafter Art und Weise an Bauernverbände ausgezahlt die einigen Landlosenführern und Politikern nahe stehen. Das besagte Geld war für Landkäufe im Rahmen der Agrarreform vorgesehen.

Der Vorsitzende des Indert, Luis Ortigoza, versprach umgehend Ermittlungen einzuleiten wieso diese hohe Summe die bei der Agrarreform hilfreich gewesen wäre ohne Nachweise an Campesinos verteilt wurde. Anscheinend haben die Carperos damit ihren Aufenthalt auf besetztem Privatland finanziert bekommen.

Mal ganz abgesehen von dem Verlust von 10 Millionen US-Dollar in der Kasse der staatlichen Institution sind die Rückschläge auf sozialem Niveau, die daraus resultieren, viel höher. Welches Land samt Infrastruktur, Wasser, Strom, Wege, hätte man damit für die Verteilung erwerben können.

Unter den begünstigten Campesino Organisationen ist auch die Asociación campesina Aguerito (ACA), die dem Landlosenführer Eulalio López und dem Senator Sixto Pereira nahesteht. Selbst die Stiftung „Paraguay para todos“ formt Teil dieser Bauernvereinigung. Die Stiftung jedoch verfolgt politische Ziele und darf somit keine Zahlungen vom Indert erhalten.

(Wochenblatt / Red Guaraní)

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9 Kommentare zu “Indert verteilte 10 Millionen US-Dollar an Bauernverbände anstatt sie für die Landreform zu nutzen

  1. „Anscheinend haben die Carperos damit ihren Aufenthalt auf besetztem Privatland finanziert bekommen.“

    Bezahlte Landbesetzungen lecker!

  2. Die brauchen doch das Geld dringender als alle anderen. Da sie Carperos sind brauchen sie nicht arbeiten, benötigen aber trotzdem ein Einkommen zum Auskommen und da kommen die 10 Mille gerade richtig. Irgendwie muss alles finanziert werden. Und wenn wir uns über 250.000 Staatsangestellte leisten, sollte es auf diese paar Mille auch nicht ankommen.

    1. liebe leser. da habe ich den hauptstädter richtig eingeschätzt. könnte er uns vielleicht verraten, welche voraussetzungen und ausbildung man haben muss, um ein staatlich subventionierter „carpero“ zu werden? ARBEITSSCHEUER SCHLAWINER?????

  3. unser freund aus der hauptstadt wird sicher schreiben,
    was falsch daran sein soll 10 000 000 us$ unter die leute
    zu bringen.wie ich voraussagte. bei untersuchungen wird
    sich herausstellen,dass bei saemtlichen hilfsprogrammen
    entweder geschoben oder gestohlen wurde,zumindest aber,
    dass sie nach politischen gesichtspunkten verteilt wurden

  4. Der Hauptstädter sieht die andere Seite der Medaille, mein lieber Herr bayer. Es braucht ein bischen mehr Gleichgewicht im Land. Arm und Reich alleine ist zu wenig. Das wird in Zukunft auch in PY zu Problemen führen.

    Gestohlen wird überall beim Staat, das ist ja nichts Neues. Also warum sollten die Carperos nicht auch ein Stück von der Torte bekommen.

    Nun zu Ihrer Frage Herr bayer.

    Was braucht man um ein erfolgreicher Carpero zu werden?

    Carpero kann man nicht so einfach erlernen oder werden. Zum Carpero braucht es mehr. Man muss dafür geboren werden. Daher können wir Deutsche nie Carperos werden, da wir dafür nicht geboren sind. Man wächst in Armut auf, hat zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel. Bildung und medizinische Versorgung sind Fremdwörter. Man gewöhnt sich um und im Müll zu leben und kennt nichts anderes. Ohne Bildung keine Ausbildung und daher bleiben nur Jobs die unter aller Menschenwürde bezahlt werden. Manchmal reicht es nicht einmal zum Überleben und da wird man eben zum Carpero. Irgendwie verständlich oder nicht Herr bayer?

    Ob alles arbeitsscheue Schlawiner sind will ich bezweifeln. Vielleicht sind sie nicht so fleissig wie die Schwaben. Leider Gottes werden sie oft von rücksichtslosen Politikern missbraucht, die sie mit leeren Versprechungen für ihre eigenen Ziele einsetzen.

    Die unter schwarzen Zeltplanen bei 40 Grad Hitze kampieren, werden sicher von den 10 Millionen nichts bekommen haben, ausser leeren Versprechungen und ein paar Lebensmittel zum Überleben.

    1. @Asuncioner

      Waren Sie schon einmal in einer Carpero Behausung ?
      Haben Sie sich mit denen schon mal unterhalten ?

      Sollten Sie einmal machen !!
      Dann wuerden Saetze , wie “ Man wächst in Armut auf, hat zum Leben zuwenig und zum Sterben zuviel. Bildung und medizinische Versorgung sind Fremdwörter. Man gewöhnt sich um und im Müll zu leben und kennt nichts anderes. Ohne Bildung keine Ausbildung und daher bleiben nur Jobs die unter aller Menschenwürde bezahlt werden“nicht von geschrieben werden !!!

  5. also taucht die frage auf.wer hat dann also das viele
    geld bekommen? da haben sie sogar recht.am wenigsten
    die von ihnen erwaehnten 40grad hitze zeltplanen carperos.
    also bescheissen sie ihre eigenen fuehrer.die camioneta
    carperos mit teueren handys ausgeruestet.und genau diese
    „carperos“gingen bei lugo ein und aus.bei nachforschungen
    wurde festgestellt,dass ein teil dieser „carperos“ haus und landbesitz haben .ist ihnen nicht schon aufgefallen,
    dass diese „carperos“ laendereien in stadtnaehe bevorzugen oder ausgesprochen teuere laendereien?warum?
    weil diese einen guten wiederverkaufswert haben.es gibt
    jede menge beweise,dass laendereien die zur besiedlung
    von „sin tierras“ verteilt wurden nach ein paar jahren
    entweder verlassen oder in haenden von anderen personen
    sind ,oft brasiguayos und fast immer abgeholtzt.
    noch eine andere sache. bei einer ueberraschenden
    zaehlung wurden statt den angeblichen 5000 carperos
    keine 800 angetroffen.ein grossteil sind also
    „wochenendcarperos“oder von der“mobilen einheit“.
    zum schluss. wer waren also die „ruecksichtslosen
    politiker“ die mit leeren versprechungen die „40 grad
    schwarze zeltplanen carperos“missbrauchen,koennten
    es fernando lugo,carlos filizzola,sixto pereira und
    ihre freunde jose rodriguez,eulalio lopez und elvio
    benitez gewesen sein?g

  6. Da bezahlen Verantwortliche, wahrscheinlich Prokuristen, hohe Beträge an dubiose Kanäle, und keiner findet heraus, wer diese Verantwortlichen sind. Wahrscheinlich wurden diese schon befördert und sind gar nicht mehr belangbar, da sie die Stelle nicht mehr inne haben. Was lernt Paraguay daraus? Vielleicht Kontrolle ist besser als Nachsicht? Na, was solls, war ja nicht ihr Geld, denn den Monatslohn haben sie ja trotzdem erhalten.
    Ich nehme an „Der Vorsitzende des Indert, Luis Ortigoza“ ist schon der Nachfolger der Nachfolger und somit können die Vorläufer der Vorläufer nicht mehr eruiert werden.
    Ausserdem: „Unregelmäßigkeiten sind beim Institut für ländliche Entwicklung (Indert) leider an der Tagesordnung“, also wenn morgen 100 Millionen USD fehlen, who cares? Ist doch Normalfall.
    Wenigstens wird in diesem Fall nun ermittelt. Und man wird von diesem Fall vermutlich nie wieder etwas hören.

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