Indigene stimmen Umsiedlung zu

Pozo Colorado: Eingeborene der „Yakye Axa“ Indianergemeinschaft , die seit nunmehr 19 Jahren an der Verbindungsstraße Pozo Colorado – Concepción wohnen, stimmten einer Umsiedlung zu. Der Staat bot ihnen ein Grundstück von 15.000 ha an. Die Indigenen reklamierten ihre Rechte vor dem interamerikanischen Gerichtshof für Menschenrechte.

Müde vom Leben am Asphalt, ohne Möglichkeiten Nutzpflanzen zu kultivieren oder grundlegende Dienste vom Staat zu erhalten, leben die Yakye Axa Indianer in der Provinz Presidente Hayes, Chaco. Jetzt, so nehmen sie an, kauft der Staat für sie ein Teil der Hacienda „El Algarrobal“.

Derzeitig leben die Nativen in einer schlimmen Situation, unter Plastikplanen neben der Asphaltstraße. Vor dem internationalen Gerichtshof für Menschenrechte forderten sie ihr Stammesland ein, welches laut Verfassung ihnen zur Verfügung gestellt werden müsste. Paraguay wurde dazu verurteilt eine riesige Strafe zu zahlen und den Ureinwohnern ihr Land zurückzugeben. Während des Chaco-Krieges verloren sie ihr Land.

Die 15.000 reklamierten Hektar befinden sich auf der Estancia „Loma Verde“ die der Familie Domínguez Dibb gehört. Diese mächtige Familie hat allerdings kein Interesse über die Rückgabe zu verhandeln. „Dies war ausschlaggebend die Umsiedlung zu akzeptieren“, so der Cacique (Indianerführer) Albino Gómez.

„Jetzt liegt alles in den Händen der Regierung. Die Verhandlungen gehen nun mit dem Präsidenten des Senats, Jorge Oviedo Matto, weiter, da dieser Eigentümer der gewollten Erde ist, wo der Staat die Indianer umsiedeln möchte“, sagte Albino Gómez. Oviedo Matto hat seine Bereitschaft bekundet über den Verkauf zu verhandeln.

Der native Anführer erwartet, dass die Verhandlungen schnell erfolgen, damit sie demnächst ihr neues Land besetzen können. „Wir sind es müde ohne die Möglichkeit auf Verbesserung zu leben“, sagte Gómez. Er kommentiert, dass es jeder Tag schwer sei da zu leben weil sie zum Jagen weit gehen und die Estancia Besitzer belästigen müssen, wegen Wasser aus ihren Teichen. „Mit dem eigenen Land können wir alles selber anpflanzen und sind von keinem mehr abhängig“, schloss er ab.

(Wochenblatt / Abc / Amnesty International)

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1 Kommentar zu “Indigene stimmen Umsiedlung zu

  1. ???
    Na ich hoffe/denke doch mal,
    das es ein paar mehr Indigene sind,
    die dann die 15.000^ha…
    Fünfzehntausend Hektar !!! „bewirtschaften“^^

    …und nicht, wie so manche/r „Landlose, nachdem er/sie lnd „erhalten“ jhatte die nur wieder schleunigst veräüssert hat um wieder sich in der langen Schlange von „Bittstellern“ einzureihen.^^

    Chacokrieg…?
    war da nicht gerade ein anderer Artikel zum Aniversario ???
    Wie lange schon her ???

    Was haben den die letzten „Regierungen“
    dahingehend gemacht ?

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