Institut für ländliche Entwicklung zahlt 4 Millionen US-Dollar für 43 Hektar Land

Paraguarí: Das nationale Institut für ländliche Entwicklung und Grundstücke (Indert) wird die Summe von 17.362.000.000 Guaranies für die Fläche von 43,03 Hektar Land nahe Paraguarí zahlen, um sie später an Landlose zu verteilen.

Seit Monaten sucht das Indert in diversen Provinzen Personen, die bereit sind ihr Land dem Staat zu verkaufen, damit dieser es an Campesinos verteilen kann. Das kommende Geschäft im Ortsteil Ñuatî jedoch wird als riesiger Betrug angesehen, wie der Abgeordnete Carlos Soler (PPQ) es einstuft. Niemals zuvor wurde so viel Geld für städtisches Land ausgegeben.

Der Eigentümer des Grundstücks, Hipolito Pereira, wurde 1965 mit dem aus sechs Fincas bestehendem Grundstück vom IBR begünstigt. Da die Verteilung auch der Stroessner Zeit zuzuordnen war wurde es Pereira 1992 mit Gesetz N° 44 vom Kongress wieder enteignet.

Carlos Soler erklärte, dass mittels einer Zusammenarbeit mit der örtlichen Stadtverwaltung Pereira 2005 es schaffte, das Grundstück erneut unter seinem Namen zu registrieren. Dazu summiert sich noch, dass das Grundstück laut Kataster im Stadtgebiet eingetragen wurde, was sich überaus positiv bei der Bewertung der Fläche auswirkt. Im Stadtgebiet wird pro Quadratmeter statt Hektar abgerechnet.

Im Jahr 2011 bat Pereira das Grundstück dem Indert zum Kauf an mit einem Quadratmeterpreis von 40.336 Guaranies was multipliziert mit den 430.336 m² eine Gesamtkaufsumme von 17,36 Milliarden Guaranies macht.

Soler fügte hinzu, dass in dieser Zone der Hektar Land rund 40 Millionen Guaranies kostet was multipliziert mit 43 eine Summe von 1,72 Milliarden Guaranies ergibt, was 9 Mal weniger ist als der von Pereira geforderte Preis. Somit stehen etwa 15,6 Milliarden Guaranies im Raum. Durch grünes Licht des Indert, was schon im vergangenen Dezember beschlossen wurde, kommt es bald zur Auszahlung.

Hipolito Pereira war unter Raúl Cubas Minister für Landwirtschaft.

Der aktuelle Direktor des Katasteramtes der Stadtverwaltung von Paraguarí, Ing. Angel Esteche, bestätigte, dass das Grundstück im Ortsteil Ñuatî, auch bekannt als Kolonie Jorge López Moreira, laut dem ihn vorliegenden Unterlagen dem Stadtgebiet zugeordnet werden muss.

(Wochenblatt / Última Hora)

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10 Kommentare zu “Institut für ländliche Entwicklung zahlt 4 Millionen US-Dollar für 43 Hektar Land

  1. Ein Glück, dass ich nicht in Paraguari lebe.

    Ansonsten – auf welchem Platz der Korruption steht Paraguay in der Welt? Ich denke, es gehört an die Spitze.
    Wenn ein rechtmäßig Enteigneter sein Land klammheimlich zurückbekommt, dann ist das schon ein mächtiger Schlag gegen die arme Bevölkerung und die wirklich Landlosen.

    Na vielleicht kann der gute Mann dann sein Grundstück ja bald wieder zurückkaufen von den Carpesinos. Wertloses Brachland ohne jeden Baum dürfte dann doch nicht mehr so teuer sein. Er könnte dann wieder ein paar Bäume pflanzen und es der Indert wieder zum 10fachen Preis verkaufen….. So kann man auch die Wirtschaft ankurbeln.

  2. Hipolito Pereira, Landwirtschaftsminister unter Kubas und damals General Oviedos Vorzeige Landwirt. Er hatte in Luque auf etwas mehr als 1 Hektar 80 Milchkühe stehen und diese wurden fast ausschliesslich mit Kraftfutter aus eigener Mischung versorgt. Allerdings standen die Kühe bis zum Bauch im Dreck. Er sollte als Beispiel gelten, wie man auf kleinsten Flächen grosses machen kann.

    Pereiras Projekt als Minister, in San Pedro kleinen Landwirtschaftsfamilien eine Milchkuh zu geben, damit diese sich besser ernähren können, scheiterte kläglich. Als die Kühe trocken standen wurden sie von den Familien geschlachtet und kamen auf den Grill und mit dem Versorgungsprojekt des Ministers Pereira war es somit vorbei.

    Dann kam der Umsturz und auch das Ende des Agrar.-Ing. Pereira als Landwirtschaftsminister.

    Wie der Deal zustande kam kann sich jeder vorstellen, der ein wenig die Verhältnisse hier kennt.

    1. wenn ich mich richtig erinnere, wollte doch dieser ing,
      pereira kueken an die familien verteilen, weswegen er
      „ministro pollitos“genannt wurde.
      als „immobilienhai“hat er offenbar mehr erfolg.

  3. Was soll das immer bringen Land zu kaufen um es den Landlosen zu geben? Dieses viele Geld würde doch viel besser investiert sein wenn davon eine Zuckerfabrik gebaut würde ,das sind Arbeitsplätze und ist den Landlosen besser gediegen.Woher sollen sie Saatgut kaufen oder ernten wo Gewinn bei raus kommt für die Menschen ? Geht doch garnicht aber Arbeitsplätze und einen guten Lohn im Monat das hilft.
    Zum anderen glaube ich das da wieder Seilschaften am Werk wahren oder sind ,denke das Geld fliest nicht nur in eine Tasche.

  4. Zuckerfabrik ???

    Arbeitsplätze ???

    tja, da kann man dann aber nicht soviel Geld in die eigene Tasche stecken….außerdem sind dann mal wieder ein paar Landlose oder deren Anwälte zufriedengestellt…….

    PY, das Land der Amigos oder wie nennt man diesen Sumpf…..manchmal könnt ich nur nur kotzen :-((((

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