Investitionsboom aus Europa? Deutsche Unternehmer erkunden Paraguays Industriepotenzial

Ciudad del Este: Eine Gruppe deutscher Investoren besucht derzeit Paraguay, insbesondere das Departement Alto Paraná, um sich aus erster Hand über das Potenzial des Landes für produktive Investitionen und soziale Projekte zu informieren.

Der Besuch findet im Rahmen der Präsentation des Projekts “Paraguay 2X“ durch den Vizeminister für Handel und Dienstleistungen im Ministerium für Industrie und Handel (MIC), Rodrigo Maluff, bei dem binationalen Wasserkraftwerk Itaipú, statt. Diese Initiative zielt darauf ab, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Paraguays in den nächsten 10 Jahren durch strategische Aktionspläne zur Stärkung des produktiven Sektors zu verdoppeln.

Tobías Merckle, Geschäftsführer von Seehaus (Deutschland), hob das Interesse der Delegation hervor, das paraguayische Industrie-Ökosystem kennenzulernen. „Wir besuchen Unternehmen in Alto Paraná und erkunden gleichzeitig Möglichkeiten für produktive und soziale Projekte“, erklärte er.

Hochkarätige Delegation

Zur Delegation gehören namhafte Persönlichkeiten der deutschen Wirtschaft:

-Tobias Merckle: Mitglied des Aufsichtsrats von Heidelberg Materials, einem weltweit führenden Baustoffkonzern mit über 51.000 Mitarbeitern.

-Lars Bergmann: CEO von Viaduct Technologies S.A., spezialisiert auf Projektplanung und -ausführung.

-Michael Schroeder: Direktor der Schweizer Börsengesellschaft MAVERIX S.A., die plant, ab 2026 ihre operative Basis für Lateinamerika zu etablieren.

Die Agenda umfasst Besuche bei strategischen Infrastrukturen, darunter ein Rechenzentrum mit deutschem Kapital, sowie Treffen mit lokalen Akteuren aus den Bereichen Automobilzulieferung, erneuerbare Energien, Logistik und IT-Transformation.

Wochenblatt / Economia Virtual

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5 Kommentare zu “Investitionsboom aus Europa? Deutsche Unternehmer erkunden Paraguays Industriepotenzial

  1. Alles halbwegs Positiv zu sehen: Doch die Preise für Land steigen jetzt schon Rasant an genauso wie die Lebensmittelpreise.
    Das wird für einige Paraguayer Probleme geben die im Mittleren Alter sind für die Jungen kein Problem weil sie mit Arbeit aufwachsen. Ferner sehe ich Heute schon die große Gefahr durch Gewerkschaften und Linke Gruppen, weil Streiks Kampf für angebliches Arbeitsrecht die Preisspirale fördert. Wie in Deutschland selbst das eigentlich mit Waren wie Waschmaschinen, Fernseher Keramik, Mittelstand voll Konkurrenz unfähig geworden ist, wegen hoher Betriebs und Lohnkosten die Spirale mehr Lohn höhere Preise ,Steuern Unterhaltkosten(Miete,Strom,Gas,Oel) sind Jenseits von Wirtschaftlichkeit. Nur die Schlüsselindustrie mit ihren Zulieferern ist noch gerade so Konkurrenz fähig. Autos,Stahl,Phamaindustrie doch hier werden diese Schlüsselstellungen auch kaputt gemacht. Das Ausland kann billiger Produzieren siehe China,Indien,USA und wenn Py hier die Gewerkschaften und Linken weiter machen lassen wird der Aufschwung sehr kurz sein.
    Industrie Ansiedlung Ja aber mit Wirtschaft Standort Sicherheit und Entlastung der Industrie vor zu befürchteten Gewerkschaft Terror. Die Preise für Erzeugte Lebensmittel hier im Land müssen Gedeckelt und Kontrolliert werden zum Schutz der Bevölkerung . Preise müssen Stabil gehalten werden für die nächsten 20 Jahre um Aufschwung erleben zu können. Sonst wie gesagt ist PY nur eine Weitere Station im Globalen Spiel ,wo Gewinne Abgeschöpft werden und bei zu hohem Zukünftigen Kosten durch Linke und Gewerkschaften die Industrie das Land verlässt.

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  2. Ob man die hochrangige Delegation aus Europa auch darüber aufgeklärt hat, daß man zuerst einen großen Koffer mit Bargeld über den Tisch schieben muß, ehe man hier überhaupt einen Fuß auf den Boden bekommt?

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    1. Keine Fachkraefte, keine Bodenschaetze, viel Buerokratie. Korruption, Kriminalitaet,Mafiastrukturen,Binnenland, grottenschlechte Ausbildung.
      Ein aussichtsloses Unterfangen!!

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  3. Land Of Confusion

    Paraguay wäre durch den geringen Energiepreis und dem geringen Lohnniveau ein lohnendes Ziel für ausländische Firmen, wenn nicht die massive Korruption und krasse Rechtsunsicherheit wäre. Außerdem besteht die Gefahr, dass wenn man eine Fabrik u.ä. errichten will, man die Baupläne entwendet bekommt, so wie Cartes das bei den italienischen Zementhersteller gemacht hat. Der macht auf Basis der Pläne der Italiener nun den großen Reibach mit Zement.

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    1. Heidelberg Materials ist auch ein Zementhersteller 🙂
      Viaduct Technologies S.A. ist eine EinmannUnternehmen.
      Und was die Schweizer Börsengesellschaft in PY will verstehe ich auch nicht.
      Obwohl ich zugeben muss, dass ich in der lentzten Zeit vieles nicht mehr vertehe 😉

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