Ist der Flughafen am geringen Touristenstrom schuld?

Asunción: Die aktuelle Situation des Flughafens Silvio Pettirossi in Luque bremst das touristische Wachstum des Landes, versichert María Angélica de Hollanda, Präsidentin der Vereinigung der Reiseveranstalter ASATUR, bei der Einweihung der Fitpar 2011 welches heute in Convention Center Mariscal López weitergeht.

Die Tourismusministerin, Liz Cramer, der Bürgermeister von Asunción, Arnaldo Samaniego, und der Itaipú Direktor, Efraín Enríquez Gamón, eröffneten zusammen mit Reiseveranstaltern die 8. internationale Tourismus Messe.

„Während der private Sektor viele Maßnahmen getroffen hat um den Tourismus zu fördern machten Teile der Regierung das Gegenteil, welche im Fall des Flughafens ein Waachstum verhindert“, erklärte de Hollanda.

In diesem Sinne kritisierte die Präsidentin der Asatur die dramatische Situation am Flughafen Silvio Pettirossi, für den bis jetzt kein echter Modernisierungsplan vorliegt.

„Die operative Kapazität des Flughafens ist erreicht und limitiert uns in der Konnektivität mit der Welt, im touristischen wie kommerziellen Sinne. Ein unkalkulierbarer Schaden folgt auf Schritt und Tritt“, kommentiert Angélica de Hollanda.

Die Präsidentin der Dachorganisation erinnert daran, dass schon vor Jahren darüber debattiert wurde wie und in welchem Ausmaß der Flughafen eine Modernisierung und Vergrößerung erfährt. „Es ist unsere Aufgabe auf den Missstand aufmerksam zu machen. Damit stellen wir und freiwillig an den letzten Platz des touristischen Wachstums in Südamerika“, sagte sie.

Die Tourismusministerin, Liz Cramer, signalisierte, dass alles von den paraguayischen Autoritäten abhängt, sowohl öffentlich als auch privat.

Die Eröffnung der Fitpar geht zeitgleich zur Eröffnung des Versammlungszentrums Mariscal López (J. Eulogio Estigarribia, zwischen San Roque und Charles de Gaulle), der sich so in ein neuen Raum für soziale und geschäftliche Aktivitäten verwandelt.

Im vergangenen Jahr besuchten 465.264 Touristen auf dem Land und Luftweg Paraguay und hinterließen die Gesamtsumme von 280 Millionen US-Dollar.

Um Paraguay auf diesem Niveau steigen zu sehen werden 2018, also in sieben Jahren rund 1 Million Touristen erwartet, die demnach rund 1 Million US-Dollar in Paraguay ausgeben. Das Wachstum für 2012 wird auf etwa 8% geschätzt.

(Wochenblatt / Abc)

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4 Kommentare zu “Ist der Flughafen am geringen Touristenstrom schuld?

  1. Sicherlich ist der Flugahfen nicht optimal, jedoch denke ich, dass der geringe Touristenstrom noch andere Ursachen hat.
    Wer nach Paraguay reist, ist hauptsächlich hier, um Bekannte oder Verwandte zu besuchen Der zweite Grund für Viele ist der Gedanke, auszuwandern und schon mal zu schauen, wie es hier eigentlich ist.
    Massentourismus ist hier sicher nicht zu erwarten. Das geht damit los, dass in Europa Spanisch nicht unbedingt zu den gefragtesten Sprachen gehört. In Spanien kommt man mit Englisch und teileise sogar Deutsch weiter – hier eben nicht.
    Ernährung: 4 Wochen Urlaub nur mit weißem Brot, dafür mit viel frischem Obst und Gemüse ist vermutlich auch nicht jedermanns Geschmack. Keine Currywurst? Kein Eisbein? Kein Döner? Nicht an jeder Ecke ein MD? Wie soll man sich da ernähren????? 😉
    Viel, die in die Sonne reisen (und davon haben wir hier mehr als genug) wollen aber auch ins Wasser. Und damit meine ich nicht den Pool.
    Als Städtereise steht Asu bestimmt auch nicht ganz oben auf der Liste der Reiseziele, da es keine Sehenswürdigkeiten wie Eifelturm, Potsdamer Platz, Zuckerhut, Akropolis oder Westminster Abbey zu bieten hat. Was soll denn der Touri erzählen, oder filmen, wo er gewesen ist. Und ein Wasserfall, der nicht Niagara
    heißt zählt sowieso nicht
    Wer dagegen die Natur liebt, könnte hier genau richtig sein, wären da nicht die exotischen Tiere, die einen ja hier auf „Schritt und Tritt verfolgen“. Da muss Tourist ja um sein Leben „fürchten“
    Und wer dann noch zufällig im Netz auf diese Zeitung stößt und die zu 95% negativen Kommentare liest, der sucht sich bestimmt ein anderes Ziel.

    Zum Thema Kommentare fällt mir gerade ein Spruch von
    Rolf Augstein ein: WER NICHTS ZU SAGEN HAT,SOLLTE KEINE KOMMENTARE SCHREIBEN 😉

  2. Nun es gibt genug Turisten, die schon oft in den klassischen Urlaubsländern waren und nun etwas neues suchen. Wer mal mit dem Geländewagen oder Motorrad auf staubigen Erdstrassen brettern will, wer ausserhalb von ausgetretenen Turistenpfaden angeln will oder mal auf einer Estancia reiten will. All das kann man hier .
    es ist ein Land für Individualturisten, und auch mit wenig Spanischkenntnissen dafür mehr Improvisationstalent bekommt man auch das was man sucht.

  3. Mit Sicherheit liegt es nicht am Flughafen!
    Persönlich finde ich es gut, dass Paraguay nicht überschwemmt wird mit Touristen, so bleibt die einheimische Lebensart mehr oder weniger erhalten. Allerdings sehen Hotelbesitzer das ganz anders und alles was sich damit seinen Lebensunterhalt verdient.

    Zu @ Lilo ….95% der Kommentaristen sind hier negativer Meinungen. Ja, ja den Frust muss man doch irgendwo abladen und ich finde es begrüßenswert, dass hier der Wochenspiegel den Dr. Psychiater vertritt.

    Bedenke man, dass auch der Paraguayer in den Tageszeitungen wie: in ABC Color, Ulitma Hora…. Leserbriefe voller Bitterkeit schreibt die in totaler Beschimpfungen und
    Kritik gegen die korrupten Politiker, Beamte, Angestellten des Staates enden. ( z.B. die korrupten perversen Schweine, Hunde, Esel etc.)
    Und einige unserer Landsleute haben ja auch miese Erfahrungen gemacht.
    Trotzdem Carpe Diem in Paraguay!

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