Ist Solawi die Zukunft für Neuzuwanderer?

Asunción: Viele Menschen, die Paraguay, zu ihrer neuen Heimat machen wollen, haben Bestrebungen Selbstversorger zu werden, ohne wirklich zu wissen, wie viel Arbeit und Ausdauer für so etwas notwendig ist. Solawi könnte das Risiko schmälern und vielen helfen.

Solidarische Landwirtschaft (Solawi) bezeichnet eine Organisationsform in der Landwirtschaft, bei der eine Gruppe von Kleinbauern auf lokaler Ebene mit einem oder mehreren Partnern kooperiert. In der Praxis wären das gemeinsam bewirtschaftete Felder, deren Ernte durch die Mitglieder gleich aufgeteilt wird und das finanzielle Risiko einen kompletten Ausfalls schmälert. Bei genügend bestellten Äckern, können diese eine vielfältige Ernte mit sich bringen und die Feldfrüchte, über das Jahr verteilt, an die Nutzer abgegeben werden, sodass kein Stau entsteht und man alles einkochen muss.

Wenn man dies mit Laufzeiten von einem oder zwei Jahren versucht und die Vorteile erkennt, u.a. vom Wissen des anderen zu profitieren, werden so aus Neubauern noch Menschen, die an die Zone angepasst, ihr Wissen spezialisieren und selbst Profit daraus erwirtschaften können. Solawi ist nicht nur ressourcenschonend, da die Produkte aus der Gegend kommen, sondern auch ökologisch, da man keine Chemie nutzt und man hilft dabei alte Pflanzensorten zu erhalten.

Eine Kuh, zwei, drei Schweine und ein paar Dutzend Hühner sind in Verbindung mit Obstbäumen und ein paar wenigen Hektar Anbaufläche, samt Bewässerungstechnik, ein Anfang, den man wagen könnte.

Welche Erfahrungen haben Leser gemacht, die hier hilfreiche Tipps hinterlassen können?

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4 Kommentare zu “Ist Solawi die Zukunft für Neuzuwanderer?

  1. Ja, gerne. Also ich versorge mich und jage mein Essen im Supermarkt. Immer nur Milch, Eier und Bananen ist mir zu wenig abwechslungsreich. Außerdem sind das genau die drei Produkte, die ich am wenigsten kaufe.

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  2. Da werden wieder Dumme gesucht die man abzocken kann. Wenn ich das Wort Selbstversorger schon höre bekomme ich Lachkrämpfe. Wer sich hier mit dem Klima und den Schädlingen nicht auskennt stirbt den Hungertod als „Selbstversorger“. Nehmt die rosarote Brille ab. Hier gibt es keinen Schnellkurs für Aussteiger zum Bauern an einem Wochenende.

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  3. Selbstversorgung ist utopisch. Jedenfalls bei angestrebten 100%. So nebenher ein paar Hühner und Tomaten ok. Aber Kleidung, Schuhe, Medikamente, Autoersatzteile? Die Menschheit hat Arbeitsteilung erfunden weil es einfacher ist wenn sich jeder spezialisiert. Diese Solawi läuft deshalb auf eine Genossenschaft hinaus weil es alleine schier unmöglich ist von reiner Hände arbeit zu Leben, also ohne im Hintergrund ständig die Keditkarte zu ziehen.

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